Mit Karacho auf dem Weg nach Hause

Bin bei Sven Reber gerade auf einen tollen Videocast von Jugend-Evangelist Gofi Müller gestoßen. Bei “karacho tv” werden Wartende an Bushaltestellen gefragt, ob sie von Gofi & Team mitgenommen kostenlos mitgenommen werden sollen. Der “Haken” an der Sache: Ein Interview, das später bei Youtube ausgestrahlt wird. Seht selbst (Folge 1 von 5):

Vier weitere Folgen stehen schon bereit, in denen Christen wie Nicht-Christen persönlich, aber immer sehr locker zu ihrem Glauben befragt werden. Gofi Müller schafft es in seiner gewohnt freundlich-direkten Art, wirklich tolle Antworten von den Fahrgästen zu erhalten. Auf der “karacho tv”-Website wird die Aktion als Prototyp für eigene Videocasts vorgestellt:

“karacho tv” ist ein Projekt, das du leicht kopieren kannst. Ihr müsst zu dritt sein: Eine/r fährt, eine/r filmt, eine/r stellt die Fragen. (…) Starte karacho tv in deiner Stadt oder in deinem Ort und lade die Filme ins Internet hoch. Let’s start a movement!

Eine Bewegung starten, ist immer gut; aber leichter gesagt, als getan. Und so trüben drei wichtige Punkte meine Freude, die vermutlich die Kettenreaktion verhindern werden:

  1. Die Aktion ist bislang recht unbekannt. Bis dato haben nicht einmal 400 Besucher die Seite aufgerufen, obwohl die Clips bereits seit zwei Monaten im Netz stehen. Das Videocast-Weblog ist nicht mit anderen Blogs vernetzt und wegen Bauarbeiten bei Friends Marburg leider auch hier nicht erwähnt.
  2. Die Qualität der Youtube-Videos ist mangelhaft. Die Clips laden vergleichsweise langsam (wie immer bei Youtube…) und am linken Rand der Videos habe ich störende Schlieren.
  3. Das Standard-Layout des Weblogs macht mich nicht an. Auch fehlt mir eine vernünftige Internet-Domain.

Wenn “karacho tv” wirklich anstecken soll, dann darf die Aktion nicht zaghaft vor sich hinglimmen, sondern muss hell lodern. Und dafür ist – in meinen Augen – gar nicht so viel Aufwand nötig. Ich kann mir vorstellen, dass mit ein bisschen Feintuning die Qualität der Clips und des Weblogs zu steigern ist. Und ich bin sicher, dass die Jungs & Mädels von sevenload einen eigenen Kanal im Bereich “Religion” zur Verfügung stellen würden, denn da sieht es bislang noch recht mau aus. Allerdings gibt es bei sevenload bereits einen anderen Sender, der ähnlich heißt (“KarachooTV”). – Wobei der Name sicher die kleinste Hürde wäre, wenn es um eine bessere Promotion geht, oder?

Was denkt Ihr? Hat “karacho tv” genügend Hitze, um andere anzustecken?

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“Mein nackter Pastor”

Keine Sorge: Es liegt mir fern, das Niveau dieses Weblogs unter die Gürtellinie zu schieben. “MyNakedPastor” ist eine Aktion der Flamingo Road Church in Florida (USA) und bietet nicht wirklich nackte Tatsachen, sondern meint Nacktheit in einem anderen Sinne:

The lead pastor, Troy Gramling, at Flamingo Road Church is getting naked! No…not that kind of naked, a new kind of naked. A nakedness that isn’t embarrassing; a nakedness that God would say is cool.

Troy will be on a 24-hour webcam for five weeks in four locations: house, car, hotel, and office. Every day, all day, we will see his life in a fishbowl – the good, the bad, the great, the ugly.

Am 9. September beginnt die “Truman-Show” von Hauptpastor Troy Gramling, der mit der Aktion keinesfalls die Gemüter beleidigen möchte:

The more transparent (naked) we get, the more God can do amazing things through us. We weren’t created to be people in hiding, concealment, or shame, we were created to be real, naked and unashamed.

In jedem Fall wird die Zur-Schau-Stellung á la “Big Brother” für Aufmerksamkeit im Web und in den christlichen Medien sorgen. Nicht, dass die Idee ansich neu wäre. So bietet etwa Justin.TV Usern die Möglichkeit, einen eigenen Webcam-Kanal zu erstellen, in dem sie sich rund um die Uhr so lange sie wollen von Internet-Usern über die Schulter schauen lassen können.

Ich persönlich finde diese “Beobachte mich!”-Sendungen total langweilig! Ich sehe mir schon selbst beim Zähneputzen und Nasebohren zu, wieso sollte ich mir dann auch noch den Tagesablauf von Troy soundso aus Florida antun? Aber vielleicht habt Ihr ja gute Gründe, wieso Euch die Aktion – über die reine Aufmerksamkeitssteigerung hinaus – sinnvoll erscheint. Dann her mit Euren Kommentaren!

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Im Marketing sind Menschen wichtig

Dritter Teil meiner Blogserie, die auf einem Artikel von Simon de Vries beruht: Heute geht es um die Chance “Im Marketing sind die Menschen wichtig” – ein idealer Aufhänger für das Thema “Web 2.0″, das auch als “Mitmach-Netz” (User Generated Content etc.) betitelt wird. Simon schreibt:

Aus dem Marketing stammen die Schlagwort-Paare “Kundenorientierung statt Anbieterorientierung”, “Bedarfsorientierung statt Produktorientierung” und “Distributionsorientierung statt Kommstruktur”. Für die kirchliche Arbeit ergeben sich Parallelen: Wenn die Menschen der Kirche wichtig sind, muss diese wissen, was Menschen beschäftigt, wie sie leben, wovon sie träumen. Sie muss in der Lebenswelt der Menschen anwesend sein und diese kennen lernen. Wenn es um die Wünsche der Menschen geht, kann Kirche helfen, diese Wünsche zu erfassen und zu formulieren und steht vor der Aufgabe, diese Wünsche noch umfassender zu verstehen als die Menschen selbst es vielleicht können. In all diesem Bemühen um den Menschen, der Gott wichtig ist und der Gemeinde wichtig wird, hört die Gemeinde auf, nur auf ihre eigenen Anliegen und Wünsche zu kreisen.

Simon spricht mir aus der Seele. Vor allem der letzte Satz hat es in sich. Wie häufig kreisen wir nur um uns selbst und sehen nicht die Nöte und Bedürfnisse des Nächsten? Auch hier ergeben sich wieder drei Parallelen zum Thema “Kirche geht Web 2.0″:

  1. Was beschäftigt die Menschen? Wenn ich diese Frage ernst nehme, dann muss Kirche ins Web 2.0! Und zwar aus diesem Grund: Weil Menschen die Funktionen des Web 2.0 nutzen und einen Teil ihres Lebens im Internet verbringen. Wir leben in einer Informations- und Mediengesellschaft. Wer Menschen erreichen möchte, muss die beliebtesten Medien unserer Zeit nutzen. Jesus ist zu den Menschen hingegangen und hat sich nicht im Tempel verkrochen. Wo sind die Online-Seelsorge-Orte? Wo gibt es sie, die Gebetshäuser 2.0? Wo stößt man auf lebendige virtuelle Gemeinschaften?
  2. “Wünsche noch umfassender verstehen” – kaum zu glauben, dass Kirche Vorreiter sein könnte! Ist es utopisch, dass neue Entwicklungen im Web 2.0, vielleicht gar eine Generation “Web 3.0″ aus den Reihen der Kirchen entsteht? Verfügen Christen nicht über kreative Gaben, über Leidenschaft und Motivation, um Trends zu setzen und Bewegungen hervorzurufen? Beispielhaft finde ich den Einsatz von Kasper Skårhøj aus Dänemark, dem Entwickler des Content Management Systems “Typo3″. Das Passwort für die Installationsroutine ist “Joh316″, ein zentraler Vers aus der Bibel. Nach seiner Motivation befragt, betont Kasper vor allem seine christliche Grundhaltung. Am besten, ich lasse ihn selbst zu Wort kommen:
    “So why did I give TYPO3 away for free? What could make anyone spend 10 years of his life with a reduced income in order to work voluntarily on a piece of software that saves companies millions of EUROs. Well, I guess you have to ask differently. What could make anyone spend 10 years of this life to pursue excellence and perfection, using all his creative power to create a tool that daily helps thousands of people, inspiring people with his attitude and generally having caused a friendly and personal community to arise. The answer is obvious. I believe that the shear experience of all this positive energy can far outweight the feeling of being exploited. But a key catalyst for this view is also that my christian faith tells me two things: 1) Materialism has no lasting value. 2) Whatever my creativity can produce is meant to honor God since he gave me my talent in the first place. For me that translates into the vision of giving my best through TYPO3 to the world.”
    Ich wünschte, dass mehr Christen in den Neuen Medien eine Chance sehen, um exzellente Qualität und Leidenschaft zu geben und anderen zu helfen.
  3. Pastor Meier mag keine Bananenmilch, Schatzmeisterin Schneider isst nicht so gerne Schokolade und Hausmeister Müller ärgert sich jedes Mal über das blaue-weiße Logo der Kirchengemeinde. Wie viel Zeit vergeuden wir in endlosen Diskussionen über Geschmack, Lebens- und Frömmigkeitsstile? Wer die Menschen im Blick hat, kreist nicht mehr nur um sich selbst, sondern geht auf ihre Bedürfnisse ein. Wie viele kirchliche Web-Projekte verlaufen im Sande, weil über Gelder diskutiert, über Farben lamentiert und Inhalte debattiert wird? Aber wer kommt auf die Idee, die Menschen außerhalb der Kirche einfach mal zu fragen, wie sie sich eine Kirchen-Website vorstellen? Welche Kriterien müsste die Internetseite in ihren Augen erfüllen, um einladend zu wirken und Kirche attraktiv zu machen? Von sich weg und auf die Bedürfnisse der Anderen zu schauen, ist der erste Schritt, um dem Ziel “Im Marketing sind Menschen wichtig” näher zu kommen.

Im vierten Teil schaue ich mir die Chance “Marketing kann zum Charisma werden” aus Simons Artikel an. Über Eure Kommentare oder weitere Anregungen freue ich mich. 

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Kaum zu glauben!

Opferstock 2.0 

Da ist mir doch eben fast der Opferstock aus der Hand gefallen…
[via Werbeblogger]

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Da muss Kirche einfach mitmischen!

In der vergangenen Woche hat mich Dragos Pancescu mit zehn z.T. echt tiefgehenden Fragen zum Thema “Kirche und Web 2.0″ befragt. Dragos betreibt unter www.lukas119.de eine christliche Suchmaschine (zu den Hintergründen hier weitere Infos) und hat schon eine ganze Reihe christlicher Web- und Blogmaster interviewt. Im sechsten Teil seiner Blogmaster-Serie komme ich zu Wort und will Euch hier gerne einige Auszüge präsentieren. Die Lang-Version gibt es hier.

1. Schon der Name Ihres Blogs iChurch klingt sehr hype. Was haben Web 2.0, Beta, 3D-Logos und Feeds mit Gott und Kirche zu tun?

Leider noch zu wenig! Ich befürchte, dass die Kirche leider mal wieder einen wichtigen Trend unserer Zeit verschläft. Noch ist es nicht zu spät, um Menschen mit zeitgemäßen und beliebten Medien für den christlichen Glauben zu begeistern. (…) Da muss Kirche einfach mitmischen!

2. Funkioniert Ihrer Meinung nach die “Online-Ökumene” besser als die “Offline-Ökumene”?

Ehrlich gesagt bin ich kein Freund von christlichem “Einheitsbrei”. Ich finde es vollkommen in Ordnung, dass es zu Glaubensfragen unterschiedliche Standpunkte gibt. Nichtsdestotrotz bietet das Internet sinnvolle Möglichkeiten, den Austausch unter Christen verschiedener Konfessionen aber auch zu Nicht-Christen zu erleichtern. (…)Natürlich werden dadurch auch Barrieren abgebaut.

3. Wie wichtig sind Web-2.0 Unternehmen wie z.B. Flickr, Facebook, Digg, Mr. Wong, YouTube, Twitter und und und…. für Christen?

Wie wichtig sind Zeitungen für Christen? Wie wichtig ist das Radio, ist Fernsehen für Christen? Diese Anwendungen werden von den (vor allem jungen) Menschen heutzutage alltäglich gebraucht. Wenn Kirche für die Gesellschaft relevant sein will (und das muss sie, davon bin ich überzeugt!), dann kommen Gemeinden gar nicht drum herum, diese Funktionen zu nutzen. (…)

4. Gibt es aus Ihrer Sicht Alpha-Blogger in der deutschsprachigen christlichen Blogger Szene? Und was muss so ein Alpha-Blogger können, um dieses “Prädikat” zu erlangen?

Hm. Ich will niemandem zu nahe treten, aber ich bin ehrlich gesagt ziemlich verwundert darüber, dass es vergleichsweise wenige christliche Weblogs und in meinen Augen auch keine wirklichen A-Blogger mit christlichem Prädikat gibt. (…) Die Jungs vom Relevant-Blogs-Netzwerk haben eine tolle Arbeit aufgebaut, weil Sie eine Anlaufstelle für speziell christliche Themenblogs bieten. Die Wahrnehmung von christlichen Blogs in der Blogosphäre insgesamt halte ich allerdings für absolut gering. Schade, oder?

(…)

6. Und jetzt eine provokante Frage: Sind die (christlichen) Männer schuld daran, dass die “Frauenquote” unter christlichen Bloggern sehr niedrig ist?

In der Tat fehlen mir die Bloggerinnen auf der Kanzel 2.0! (…) Ich denke aber nicht, dass wir Männer schuld sind – möchte in dieser Hinsicht auch gleich einen Vorschlag zur “Quotensteigerung” machen: Für das iChurch-Blog suche ich immer nach Gastautoren oder sogar nach Co-Bloggern; vielleicht ja eine gute Einstiegsmöglichkeit für den weiblichen Blog-Nachwuchs?!

7. Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach Podcasts und Videoclips für christliche Blogs?

Filme sagen mehr als 1000 Bilder – der Mensch empfindet und handelt mit allen Sinnen. Deshalb halte ich den Einsatz von multimedialen Angeboten für sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass auch der Glaube vor allem mit den Sinnen erfasst wird. Wir produzieren als Agentur gerade eine Videocast-Serie, die bei sevenload gesendet wird. Dort gibt es auch einen Kanal für Religion. Wieso ist in dieser Rubrik gerade mal ein Videocast vertreten? Es ärgert mich, dass die Kirche diesen Trends immer hinterherläuft. (…)

8. Warum gibt es in der nicht-kirchlich-orientierten Webgemeinschaft so viele offline WebEvents wie Barcamps, Webforen, Treffs und Co. gegenüber der christlichen Webgemeinschaft?

Das sind wohl verschiedene Gründe:

  1. Es gibt vergleichsweise wenige christliche Blogger, vor allem nur wenige, die beruflich ein christliches Blog führen und diesem Anliegen eine Bedeutung geben. Das sieht in der Blogosphäre oder bei “Business-Bloggern” ganz anders aus.
  2. Treffen müssen organisiert werden und das macht Arbeit. Wieder einmal kann ich die Jungs von Relevant-Blogs nur lobend erwähnen, die im Juli das erste christliche Webforum durchgeführt haben. Aber auch hier war die Resonanz nur sehr gering.
  3. Es besteht bei christlichen Medienschaffenden noch eine Menge Aufklärungsbedarf, welchen Nutzen Web 2.0 überhaupt bietet und wieso der Austausch darüber sinnvoll ist.

(…)

10. Welche Pläne haben Sie als Blogmaster und Christ für die Zukunft?

Vernetzung mit der christlichen Blogosphäre weiter ausbauen, vielleicht eine christliche Blog-Parade durchführen und ein Team von Co-Bloggern bei iChurch zusammenbringen, die gemeinsam an der Idee bauen wollen, Kirche ins Web 2.0 zu begleiten. Bin gespannt, welchen Beitrag iChurch dazu leisten kann, dass Kirche sich in den Neuen Medien zeitgemäß, ansprechend und relevant präsentiert.

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Marketing verpflichtet zur Qualität

Im zweiten Teil der Nachlese einer Marketing-Serie von Simon de Vries möchte ich wieder einen Kernaspekt herausgreifen und in Bezug zu “Kirche und Web 2.0? setzen. Simon schreibt:

(…) Auf Qualtiät zu achten, muss nicht von vorneherein verdächtig sein. Freundliche Gemeinderäume, liebevolle Begegnungen, ein Gemeindebüro, in dem man sich willkommen fühlt – all das kann dazu dienen, dass Menschen, die uns zum ersten Mal besuchen, angenehm überascht sind. Ein systematisches Bemühen um eine Verbesserung der Qualität in der Wirtschaft nimmt den Kunden ernst. Für Kirche geht es aber nicht nur um die Farbe der Tapeten, sondern auch um Theologie – das lutherische Prinzip der ständigen Reform könnte auch als Bemühen um kontinuierliche Verbesserung begriffen werden.

Ich will mal bewusst den letzten Aspekt in Richtung Theologie vernachlässigen, sondern einen Vergleich zwischen der Wirkung von Gemeinderäumen und kirchlichen Websites ziehen. Ich glaube nämlich, dass beide große Gemeinsamkeiten haben und möchte wieder drei Punkte ableiten:

  1. Der erste Eindruck zählt. Staubige Teppiche, veraltete Möbel und eine “kalte” Atmosphäre schaffen kein Vertrauen. Ebenso ist es mit einer lieblos gestalteten, unaufgeräumten, schlecht strukturierten, nicht aktuellen, blinkenden, blitzenden oder blendenden Internetseite. Eine professionelle Außendarstellung ist nicht Geschmackssache, sondern beruht auf gesundem Know-How, einer sinnvollen Struktur und einer zeitgemäßen/aktuellen Optik.
  2. Kennt Ihr Kirchen, in denen Ihr Euch verloren fühlt? Gottesdienste, in denen man von niemandem angesprochen oder gegrüßt wird? Christliche Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn Sie die Begegnung miteinander ermöglicht. Welche Wege gibt es auf der Website, um in Dialog zu treten? Ein unpersönliches Kontaktformular oder besser noch eine reine Postadresse? Wer sich in Wort, Bild und vielleicht sogar Ton darstellt, baut direkt eine Brücke zum Besucher. Weblogs bieten darüber hinaus die Möglichkeit, über die Kommentarfunktion in Kontakt zu kommen. “Du bist Willkommen und wir freuen uns, dass Du da bist” muss es aus allen Ecken und Enden einer kirchlichen Webpräsenz schallen.
  3. Vor allem der Punkt “dass Menschen angenehm überrascht sind” gefällt mir besonders gut. Gerade christlichen/kirchlichen Websites haftet nicht gerade das Image “zeitgemäß” an. Umso leichter ist es doch, über eine professionelle Internetseite, die mit Liebe zum Detail gewürzt und besonderen Funktionen abgeschmeckt ist, Eindruck zu machen. Ich bin überzeugt, dass es in unseren Gemeinden genügend kreative und fähige Leute gibt, die in der Lage sind, in Guerilla-Manier auch die Websites unserer Kirchen positiv aufzumöbeln. Und wem die guten Ideen fehlen, der suche sich Mitstreiter oder Ideengeber, um von 0-8-15 wegzukommen. 

Im dritten Teil werde ich die Chance “Im Marketing sind die Menschen wichtig” aus Simons Artikel aufgreifen. Über Eure Kommentare oder weitere Anregungen freue ich mich. 

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Kirche nimmt Jugendliche ernst

Youngspirix

Heute stelle ich Projektleiter Martin Weber einige Fragen über die youngspiriX-Community der Evangelischen Jugend. Er kommt aus Heuchelheim (bei Gießen) und ist Kommunikationswirt. Bevor er zur Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. gekommen ist, hat er Öffentlichkeitsarbeit für Kinder-und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gemacht.

Martin Weber

Martin, youngspiriX ist ja ein Projekt der Evangelischen Jugend. Beschreib doch mal kurz, was hinter dieser Idee steckt!

Hier soll eine virtuelle Community für Jugendliche und Jugend in Deutschland entstehen. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob diese Jugendlichen evangelisch sind oder nicht. Der Absender “Evangelische Jugend” soll allerdings klar erkennbar sein. Das Portal bietet – mit evangelischer Perspektive – Jugendlichen einzigartige Möglichkeiten, für sie relevante Inhalte zu nutzen und für eine breite Öffentlichkeit selbstbestimmt zu kommunizieren. Damit orientiert es sich an den Leitmotiven der aej: „Orientierung an Christus” – „Vielfalt als Chance” – „Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen”. Der Schwerpunkt des Konzepts sieht dabei eine Beteiligung unserer Mitglieder in fast allen Bereichen des Portals vor. Wir stellen die Plattform und unsere Mitglieder können aktiv die inhaltliche Gestaltung mitbestimmen.

Welche Features bietet Euer Portal und wie unterscheidet es sich von anderen Jugend-Communities?

Sich selbst mit einem Portrait vorstellen – mit anderen Mitgliedern Nachrichten austauschen, chatten, in Foren diskutieren, die eigene Jugendgruppe vorstellen, Termine in unsere Veranstaltungsdatenbank eintragen, einen Blog schreiben (auch von unterwegs mit dem Mobiltelefon), als Redakteur(in) oder Trendscout Artikel schreiben, in der Bibel lesen und eigene Texte und Gedichte schreiben und als E-Card verschicken und vieles mehr. Daneben gibt es zur Zeit eine eMail-Beratung, die wir in Kooperation mit dem Jugendtelefon Krefeld anbieten. Hier beraten speziell aus- und weitergebildete Jugendliche ihre gleichaltrigen Fragesteller(innen).
 
“Kirche geht Web 2.0″ – bei youngspiriX spürt man das an allen Ecken und Enden. Welche Vorteile bietet das Mitmach-Netz für die Kirche?

Kirche kann mit Projekten wie youngspiriX zeigen, dass sie Jugendliche ernst nimmt. Jugendliche sind nicht nur Konsumenten von Informationen, sondern können selbstbestimmt ihre Themen darstellen und darüber mit allen Mitteln der interaktiven Kommunikation in Kontakt kommen. Gott und die Welt erkunden, Themen aktiv besetzen und auch den Glauben mit allen Möglichkeiten sichtbar und erlebbar gestalten.
 
Was sind zur Zeit Eure Herausforderungen?

In nächster Zeit wollen wir unseren Beratungsteil weiter ausbauen. Wir planen eine Chatseelsoge, die wir auch wieder mit einem Kooperationspartner anbieten wollen. In diesem Fall wird das “chatseelsorge.de” sein. Für den Start benötigen wir jedoch noch ein ausreichend großes Team an Berater(inne)n und Seelsorger(innen)n. Für die Mitarbeit in diesem Team machen wir gerade Werbung.
 
Was habt Ihr für die Zukunft an Funktionen noch geplant?

Ein Jugendportal wie youngspiriX befindet sich ja laufend in Veränderung. Wir werden die Wünsche unserer Mitglieder bei der weiteren Entwicklung beachten, neue technische Möglichkeiten bewerten und an der Nutzerfreundlichkeit feilen. Welche Funktionen das im Einzelnen sein werden, wird gerade vom Redaktionskreis beraten.

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Gesegnete Werbebanner

 Banner erstellen

Da Thomas euch ja im letzten Beitrag unsere neuen iChurch Banner vorgestellt hat, darf an dieser Stelle von mir natürlich das passende How-To nicht fehlen.

Fangen wir mit den Grundlagen an:

Als erstes muss man sich verständlicherweise für eine (oder mehrere Größen) entscheiden. Da Bannergrößen im Internet standardisiert sind, sollte man sich auch an eben diese Vorgaben halten. Eine gute Übersicht über die verfügbaren Formate haben wir natürlich direkt griffbereit.

Der nächste Schritt ist, sich zu überlegen, welche Informationen man auf dem Banner unterbringen möchte. Dabei sollte man beachten, dass durch die meistens geringe Größe entsprechend wenig Platz zur Verfügung steht und man sich auf das wesentliche konzentrieren sollte. Banner werden meistens nur sehr kurz wahrgenommen, auf viel Text sollte also verzichtet werden. Ein Logo, ein Eyecatcher und ein sehr sehr kurzer Text reichen vollkommen aus.

Banner gestalten:

Nachdem ihr euch überlegt habt, welche Informationen ihr auf dem Banner platzieren wollt, geht es natürlich mit der eigentlichen Gestaltung weiter. Wohin mit dem Logo? Wo platziere ich den Text – und wie groß? Animiere ich den Banner – wenn ja, wie? Welche Farben benutze ich? Fragen über Fragen, die wir beantworten wollen:

Das wichtigste ist, wie gesagt, dass der Banner wahrgenommen wird. Besucher einer Seite überfliegen diese einmal kurz und wenden ihren Blick dann dem eigentlichen Content zu, den sie suchen. In dieser kurzen Zeit sollte der Banner effektiv wahrgenommen werden – selbst wenn er nicht angeklickt wird sollte er zumindest im Gedächtnis bleiben (Besucher klicken ihn evtl. dann beim nächsten Mal an) und Interesse wecken.

Nur wie macht man das? Man braucht einen sogenannten Eyecatcher. Ein Grafik- oder Textelement, dass das Interesse des Besuchers weckt. Einmal aufmerksam geworden, schauen sich Besucher den Banner auch genauer an – lesen z. B. den Text (dran denken: nur kurz und knapp!). Wie dieser Eyecatcher im Endeffekt aussieht, hängt ganz vom Konzept des Banners ab. Das können knallige Farben sein, ein auffälliges Foto oder schrille Animationen (bitte hier auch den Absatz weiter unten beachten).

Generell gilt also: Möglichst wenig Elemente, möglichst groß platziert. Denn Sinn und Zweck eines Banners ist es, wahrgenommen zu werden. Das hat er sowieso schon schwer, auf einer Seite zwischen vielen Informationen – und dann noch als Werbebanner. Mit viel Text und Miniaturgrafiken erfüllt keine Banner seine Aufgaben.

Animierte Banner?

Klar sind Animationen auffällig. Wenn sie dezent und schön gemacht sind, zum Beispiel bei Flash Bannern. Generell gilt aber, dass man sie möglichst vermeiden sollte. Überall zappelnde Grafiken und schrille, ständig wechselnde Farben bewirken meistens das Gegenteil und veranlassen den Besucher den Banner nicht weiter zu beachten – auch weil diese animierten Bannergrafiken schnell mit unseriöses Gewinnspielen etc. in Verbindung gebracht werden. Die Werber aus dieser Schiene setzen nämlich sehr gerne auf blinkenden Rahmen, fliegende Sternchen usw. in ihren Bannern.

Gegen dezente Animationen ist aber eigentlich nichts einzuwenden, man sollte es sich nur genau überlegen. Wenn man es denn möchte, eignet sich z. B. der zwar alte, aber gute (und kostenlose) Microsoft GIF Animator dazu.

Zu guter Letzt

Ich hoffe euch mit diesem Beitrag eine kleine Hilfestellung gegeben zu haben, was das gestalten von Bannern angeht. Wenn von Eurer Seite noch Fragen sind, einfach einen Kommentar schreiben oder mich per Mail unter henning(punkt)franke(at)thoxan(punkt)com kontaktieren.

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Banner von iChurch zum Verlinken

Vielen Dank für Euer Interesse an iChurch! Ich erhalte regelmäßiges Feedback und sehe mit Freude, dass sich auch die Besucherzahlen über die letzten Wochen leicht, aber stetig erhöhen. Aufgrund einiger Anfragen, haben wir für iChurch einige Werbebanner erstellt, die wir anderen Webmastern und Interessierten zur Verfügung stellen möchten. Ihr könnt die fünf verschiedenen Banner mit diesem Link kostenfrei herunterladen (100 kb ZIP-Datei) und auf Eurer Website einbinden oder Euch die Vorlagen hier kopieren:

iChurch - Kirche geht Web 2.0 
120*90 (kleines Banner)

iChurch - Kirche geht Web 2.0
234*60 (Half-Size-Banner)

iChurch - Kirche geht Web 2.0
468*60 (Full-Size-Banner)

iChurch - Kirche geht Web 2.0   iChurch - Kirche geht Web 2.0
160*600 und 120*600 (Skyscraper)

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Jugendgruppen ein Zuhause bieten

Heute möchte ich Euch ein Projekt von Heinrich Schneider (mit Spitznamen “Enrico”) vorstellen, der mit seiner Jugend-Community youthweb.de u.a. die Möglichkeit bietet, Jugendgruppen einzutragen und miteinander zu vernetzen.

Youthweb

1. Enrico, bitte stell Dich zunächst kurz vor!

Mein Realname ist Heinrich Schneider, ich wohne in der Kleinstadt Nümbrecht (Nähe Köln), bin 22 Jahre alt und mache zur Zeit eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation. 2004 hab ich das Projekt youthweb.de ins Leben gerufen und programmiere und organisiere täglich an dieser Plattform für Jugendliche.

2. youthweb ist ein Projekt der Nümbrechter Jugend der Mennoniten Brüdergemeinde. Beschreib doch mal kurz, was hinter dieser Idee steckt!

Das Projekt ist aus unserer Jugendhomepage entstanden. 2001 ging unsere Infoseite über die Jugend Nümbrecht online und hat sich seit 2004 zu einer Community mit Mailboxfunktionen, Profilseite, eigenem Gästebuch etc. entwickelt. Viele der Administratoren kommen aus der Jugend Nümbrecht, aber mittlerweile sind es nur noch etwa zwanzig Prozent der Gesamtmitarbeiter. Bis 2006 wurde youthweb auch finanziell von der Jugend Nümbrecht getragen.

Das Ziel unserer “Jugendhomepage” war – und ist es immer noch – zu zeigen, dass Christen ganz normal sind: Sie gehen chatten, sie üben ganz normale Berufe aus und machen auch ganz normale Sachen (davon zeugen die vielen Bilder im Jugendbereich).

3. Welche Features bietet Euer Portal und wie unterscheidet es sich von anderen Communities?

Unsere Community bietet ganz normale Features wie eine Profilseite (myPage), persönliche Bildergalerie (myGallery), eine Blogfunktion oder ein Gästebuch. Im Unterschied zu anderen Communities bieten wir außerdem einen kostenlosen Marktplatz (youthbay). Und das, was uns am meisten unterscheidet, ist die Möglichkeit, Jugendgruppen einzutragen bzw. auszuwählen (über 300 Jugendgruppen sind bereits bei uns vertreten). Sind Personen aus der eigenen Jugendgruppe online, sehen die Benutzer dies in ihrer persönlichen Onlinliste.

Ein weiterer Unterschied ist noch unsere Altersbeschränkung: Bei youthweb dürfen sich nur 16 bis 30-jährige anmelden. Jüngere oder Ältere werden automatisch aus der Community gelöscht. Damit möchten wir sicher stellen, dass es wirklich eine Community für Jugendliche ist und bleibt. Außerdem hat jeder User einen persönlichen Ansprechpartner, den er bei Fragen und Problemen gerne anschreiben kann.

4. Welche Funktionen im Bereich “Web 2.0″ gibt es bereits und was habt Ihr noch vor?

Eine unserer populärsten Web 2.0-Funktionen sind wohl das youthbay (ybay) und die Events. Jeder User kann ein Event eintragen und andere User können anklicken, ob sie “dabei” sind. In der Praystation können User ihre Gebetsanliegen loswerden, User die gerne dafür beten möchten klicken die Schaltfläche “bete dafür” an und abonnieren somit das Anliegen. Bei jedem Login erhalten Sie eine kurze Erinnerung, für was sie beten.

Spätestens im Oktober kommt die neue Version von youthweb heraus, die zwei neue Kategorien bietet: 

  1. youth
    Hier werden die einzelnen User Bildergalerien  von ihrer Jugendgruppe hochladen, Neuigkeiten über ihre Jugendgruppe schreiben können, Events eintragen etc.
  2. clubs
    Jeder VIP (Premium-Mitglied) kann einen Club eröffnen zu bestimmten Themen wie “Webdesign”, “Jugend Nümbrecht” etc. Er ist automatisch der Club-Chef und hat die Aufgabe diesen Club zu verwalten und für Ordnung bei den Diskussionen zu sorgen.

5. Welche Vorteile bietet das Mitmach-Netz in Deinen Augen für die Kirche?

Kirchen sind auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. Gottes Vorstellung ist, dass die Gemeinde als “Körper” agiert, jeder trägt dazu bei, dass die Gemeinde läuft. Das gleiche passiert in einer Community. Ohne aktive User ist jede Community tot. In christlichen Communities kann jeder dem anderen in Glaubensfragen weierhelfen, man kann für einander beten, obwohl man sich nicht kennt. Man kann zusammen diskutieren, wie man “Kirche” besser machen kann. Und man kann mit Hilfe von Communities Vorurteile bei Kirchendistanzierten abbauen. Hier dürfen Fragen ausgesprochen werden. Ein User bei youthweb fragte: “Meint ihr das wirklich ernst mit Kirche und so? Jeden Sonntag morgens? Was habt ihr davon?”

Die Wirtschaft hat die Wichtigkeit von Communities erkannt, ich hoffe das die Gemeinden diese tolle Chance auch demnächst stärker nutzen. Es gibt noch zu wenig gute Netze. Die meisten christlichen Communities sind klein und meistens von der Stange (Standard-Forensoftware). Da wollen wir eine Alternative bieten.

6. Was sind zur Zeit Eure Herausforderungen?

Zur Zeit arbeiten wir an der neuen Version und versuchen die anfallenden Verwaltungsaufgaben gut zu verteilen. Mitarbeier müssen geschult werden, neue eingearbeitet. 

7. Noch ein Wort zum Schluss?

Unser Ziel ist es, eine Community-Alternative  für christliche Jugendgruppen aufzubauen, in der Jugendliche ihre Vorurteile gegenüber anderen Christen abbauen und mit anderen Jugendlichen über ihren Glauben reden.

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Kirche 2.0

Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

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iChurch - Kirche geht Web 2.0

"Kirche geht Web 2.0" - mit iChurch ist es möglich! Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. iChurch hilft Kirchen und Organisationen dabei, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen und sich zeitgemäß im Internet zu präsentieren.

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