Zur Öffentlichkeitsarbeit von Kirchen

Passend zum Interview mit PR-Berater Thomas Brand zeige ich Euch hier mal zwei Ansichten eines Schaukastens am Mühlheimer Bahnhof, die mir Marcus Jelinek vor einigen Tagen gemailt hat.

Schaukasten Mühlheim Bahnhof

Mal ganz davon abgesehen, dass auch der Kulturkalender der Stadt Mühlheim sowie das “Ambulatorium” hier nicht gerade glänzen, möchte man bei der lieblosen Gestaltung des Infokastens nur beschämt weggucken. “So ein Elend!” – Da kann ich nur den Kopf schütteln. Ein zerknittertes Plakat vom “Mitmach-Konzert”, ein Kalender mit Zugvögeln vom Januar (es war bereits Februar, als die Aufnahmen entstanden) und ein kitschiges “Jesus Christus spricht: ich lebe….”-Plakat mit Regenbogen und Wasserfall sind das Aushängeschild für die Mühlheimer Kirchen am städtischen Bahnhof?

Schaukasten Mühlheim Bahnhof Detail

Kein Wunder, dass in vielen Kirchen bald das Licht ausgeht. Und vielfach sieht es im Internet, dem “Online-Schaukasten” ja nicht besser aus. Zerknitterte Layouts, lieblos reingeklatschte Informationen, veraltete “News” (gibt es eigentlich das Wort “Olds”?) und kitschige Bildchen animierte Grafiken laden nicht gerade zum Verweilen ein. Es muss ja nicht immer Hochglanz sein, aber ein wenig Mühe kann doch nicht schaden, wenn es um die beste Nachricht der Welt geht, oder?

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Kirche und Marketing gehören zusammen

Heute möchte ich Euch meinen Namensvetter Thomas Brand (XING-Profil) vorstellen: Er ist (fast) 42 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder im Alter von 1/4 bis 19 Jahre. Thomas lebt mit seiner Familie in Bochum, ist examinierter Krankenpfleger, Diplom-Journalist, Hobbygärtner, -musiker, -bastler, und -badmintonspieler. Ostern 2006 wuchs bei ihm der Wunsch, wieder mehr Halt, Geborgensein und Nähe bei Jesus zu finden. Er entdeckt im Laufe des Jahres mit der Hilfe Gottes, seines Pastors und einer tollen Gemeinde, dass es eine gute Entscheidung ist, sein Leben an der Bibel auszurichten.

Thomas Brand PR

Thomas ist seit 1996 in Sachen PR unterwegs, teilweise selbstständig, teilweise abhängig beschäftigt. Vor 1 1/2 Jahren mündet seine Unzufriedenheit als Mitarbeiter in der Entscheidung, ein guter Chef zu werden und sich als PR-Berater selbständig zu machen. Seine Kunden kommen aus dem säkularen, dem Non-Profit- und dem kirchlichen Bereich. Ich spreche mit ihm über die Wirkung und die Vorteile von Öffentlichkeitsarbeit für unsere Gemeinden.

Thomas, mit Deiner Erfahrung in Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus arbeitest Du für Organisationen mit christlichem Hintergrund. Was machst Du da genau?
 
Von PR-Beratung bis zur Umsetzung von öffentlichkeitswirksamen Projekten alles, was mit Information auf überwiegend sachlicher Ebene zu tun hat. Wenn es um stärker emotionale Information – also Werbung – geht, frage ich Kollegen. Konkret: Für die Christliche Wirtschaftskonferenz mache ich die Pressearbeit, schreibe Presseinformationen, halte Kontakt zu Journalisten, organisiere Pressekonferenzen. Für das Christival 2008 in Bremen mache ich das Textkonzept der Webseite – natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Webdesigner – und die Qualitätskontrolle der Texte.

Worin liegt der Unterschied zwischen der Arbeit fürs Business und der Arbeit für “die Kirche”?

Ich bin erst ein halbes Jahr dabei, deshalb ist die folgende Verallgemeinerung mit Vorsicht zu genießen: Das Budget bei kirchlichen Einrichtungen scheint kleiner und die Menschen in kirchlichen Einrichtungen machen ihre Arbeit öfter aus Überzeugung. Beides hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil am kleinen Budget: Man macht nur das, was wirklich notwendig ist. Der Nachteil: Es gibt so gut wie keine Experimente. Der Vorteil an den überzeugten Mitarbeitern ist die Begeisterung. Sie steckt an. Der Nachteil: Manchmal fehlt die kritische Distanz zur eigenen Arbeit – aber das hat man natürlich in “normalen” Unternehmen auch.
 
Kirche und Marketing – passt das überhaupt zusammen?

Es gehört zusammen! Vereinfacht gesagt: Der Christ nennt es Mission, der Betriebswirtschaftler Marketing. Das ist das Schöne an meiner Arbeit: Ich kann meine PR-Kompetenz letzten Endes dafür einsetzen, Jesus einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das mache ich, indem ich die Institutionen dabei unterstütze, Präsenz zu zeigen, Interesse zu wecken, Menschen zu überzeugen. Es muss nicht in jeder Pressemitteilung das Wort “Jesus” auftauchen: Wer sich aufgrund der PR mit der Einrichtung auseinandersetzt, wird irgendwann Jesus begegnen.

Inwieweit spielt das Internet bei der Öffentlichkeitsarbeit eine Rolle?

Ohne das Internet geht es überhaupt nicht mehr.

  • Die Kosten: Mit einem Klick schicke ich Nachrichten per E-Mail in die ganze Welt.
  • Die Aktualität: Ich kann zeitnah jede aktuelle Entwicklung einer Organisation erläutern. Die Informationsmenge: Jeder kann sich so informieren wie er möchte, indem die Internetseite unterschiedliche Informationstiefen anbietet.
  • Der Zeitgeist: Junge Menschen wachsen mit dem Internet auf. Wenn Kirche da nicht drin ist, ist sie bei jungen Menschen bald out.

Wie kann die Kirche die Neuen Medien noch besser nutzen, um Menschen zu erreichen?

WWW steht ja für “weniger wichtiges weglassen”. Deshalb: Sich entscheiden, was wichtig ist, und das nach vorn stellen. Alles andere nur in einer zweiten oder dritten Ebene anbieten. Nur das online stellen, was dem Leser nutzt. Diesen Nutzen sehr deutlich machen. Auf aufwändige technische Lösungen verzichten. Barrierearm arbeiten. Wer das beherzigt, bietet einem Surfer rasch die Informationen, die er sucht.
 
Vor welchen Herausforderungen stehst du zur Zeit bei Deiner Arbeit? Wo kannst Du Unterstützung gebrauchen?

Interviews für iChurch pünktlich fertig zu bekommen und dabei das Tagesgeschäft nicht zu vernachlässigen. Dann gibt es den Endspurt bei der Christlichen Wirtschaftskonferenz, die am 1. März über die Bühne geht. Parallel muss eine Mitarbeiterzeitschrift fertig werden. Am 23. Februar ist die “Nacht der Liebenden” im Bochumer Planetarium, die ich konzeptionell und mit PR begleite. Und noch dies und das. Es ist viel – aber es macht Riesenspaß. Unterstützung brauche ich ständig von Gott und bin dankbar, dass ich sie in so vielen unterschiedlichen Situationen erfahre.
 
Noch ein Wort zum Schluss?

Psalm 139,5-12: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag.

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Praktische Ideen für Gemeinde-Websites

Eine tolle Ideenliste hat Tim Schmoyer für Gemeinde-Websites veröffentlicht. Ich erlaube mir einfach mal, ihn hier zu zitieren und diese Liste auf deutsch zu übersetzen.

Zunächst geht er auf einige Ziele und Erfordernisse ein, die eine Gemeinde-Website erfüllen sollte:

  • Anziehend für Besucher sein und diese willkommen heißen
  • Werkzeug für Gemeindeglieder, um andere einzuladen
  • Ermöglicht Kommunikation unter den Gemeindegliedern
  • Bringt Menschen in den Gemeindedienst
  • Ist eine 24/7-Informationsquelle über die Gemeinde
  • Geistliche Anregungen für Gemeindeglieder unter der Woche
  • Mit anderen Gemeindegliedern unter der Woche über geistliche und Lebensthemen austauschen
  • Die Gute Nachricht mit Suchenden teilen
  • Optisch und visuell ansprechend

Dann gibt er eine ganze Reihe von Ideen und Anregungen, woraus die Website zusammen gesetzt sein könnte:

  • Gottesdienst- und Öffnungszeiten
  • Anfahrtsbeschreibung / Gebäudeplan
  • Informationen zur Säuglings- und Kinderbetreuung
  • Übersicht der Mitarbeiter und Gemeindeleiter
  • Informationen über die Kirchengemeinde
  • Informationen über die Glaubensgrundlagen
  • Was können Besucher erwarten?
  • Dienstbereiche, die aktuelle Programme durchführen
  • Aktuelle Neuigkeiten aus dem Gemeindeleben
  • Häufig gestellte Fragen (FAQ)
  • Veranstaltungskalender
  • Wöchentliche Termine
  • Kontaktformular
  • Informationen aus der Denomination / aus anderen Gemeinden im Umfeld
  • Missionarische Berichte
  • Predigt-Podcasts (Video / Audio)
  • Predigt Archiv und Transkriptionen
  • Download-Bereich mit interessanten Dokumenten
  • Promotion-Angebote für Veranstaltungen (Einladungen, Ecards, Flyer)
  • Fotogalerien
  • Interaktive Möglichkeiten (Chat, Forum etc.)
  • Verschiedene Blogs vom Pastor, Gemeindeleiter oder von Missionaren mit Predigt-Infos, zusätzlichen Informationen zu den Messages, relevante Themen, die zur Zeit diskutiert werden
  • Kleingruppen-Diskussionen
  • Bibellesepläne
  • “Frag den Pastor”
  • Gebetsanliegen formulieren und mit anderen Teilen
  • Zeugnisse von gläubigen Christen über Ihr Leben mit Jesus
  • Fragen & Antworten zu Predigten
  • Umfragen
  • Online Spenden
  • Online für Veranstaltungen und Gruppen registrieren
  • Freiwilligendienste koordinieren

Das ist doch schon mal eine sehr umfangreiche Liste. Habt Ihr weitere Vorschläge und Ideen? Dann schreibt sie in die Kommentare!

Neben den Ideen verlinkt Tim auch noch zu einem Online-Test (leider nur auf englisch) über die Qualität Eurer Gemeinde-Website. Wer sich damit beschäftigt, seine eigene Kirchenwebsite zu optimieren, bekommt auch durch diesen Test sehr viele konkrete Informationen.

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Internetradio ist keine Einbahnstraße

Das Angebot von CrossChannel ist 24 Stunden an 7 Tagen im Internet auf Sendung. Ich spreche mit dem Leiter des jungen Webradios des ERF, Jan Knauf. Er hat Medientechnologie studiert und war schon immer Radio-Fan. Seit 2004 ist er bei CrossChannel beschäftigt und lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn zwischen Gießen und Wetzlar in Mittelhessen.

Jan Knauf - CrossChannel

Jan, CrossChannel ist ein christliches Webradio für junge Leute. Was steckt genau dahinter?

CrossChannel.de ist ein Radioprogramm des ERF in Wetzlar für junge Leute, sozusagen der Nachfolger der ehemaligen Jugendschiene bei ERF Radio “JungeWelle”. Wir machen ein Programm für Leute, die musikalisch auf aktuelle christliche Rock- und Popmusik stehen und darüber hinaus Lust auf ein “anderes Radio” haben. Will heißen: Die Themen und das Format sind ähnlich wie bei “normalen” Jugendradios und orientieren sich an dem, was Menschen zwischen 14 und 29 Jahren bewegt. Die Herangehensweise ist eine etwas andere: Wir moderieren, berichten, rezensieren, kommentieren usw. bewußt und erkennbar als Christen unser Zeitgeschehen Und werfen natürlich regelmäßig einen Blick in die Bibel, haben eine Gebetssendung und kurze Inputs im Programm. Das ganze ist zu empfangen im Internet, vie UMTS-Handy oder als Phonecast über ein normales Telefon. Darüber hinaus gibt es diverse Podcasts, um an unsere Beiträge zu kommen.

Ihr habt mit CrossChannel eine umfangreiche Website im Netz. Was hat das Radio mit dem Internet zu tun?
 
Wie gesagt, wir sind ein reines Internetradio. Zu empfangen an jedem Internetanschluss der Welt – entweder mit einem PC oder Notebook, aber auch mit einem “Internetradio”, die es mittlerweile von mehreren Herstellern zu kaufen gibt (z. B.die NOXON-Serie von Terratec oder die Pinnacle Soundbridge). Da muss dann kein PC mehr laufen, um CC.de zu hören. Und wer genug Geld für eine Handy-Datenflatrate hat, kann uns via Handy hören. Die Links zum Audiostream finden sich auf der Internetseite – daneben aber auch fast alle Beiträge aus dem Radioprogramm zum “Nachhören”, Bilder, eine Community zum Mitdiskutieren, ein Chat,… – also eine sehr interaktive Seite. Uns interessiert, was unsere Hörer bewegt, was sie denken und fühlen. Radio soll keine Einbahnstraße sein, sondern interaktiv mit den Hörern entstehen. Dazu nutzen wir die Website.
 
Bei iChurch “geht Kirche Web 2.0″ – was macht Crosschannel zu einem Radio 2.0?
 
Diese eben beschriebene Interaktivität trägt ja schon starke Züge von Web2.0 – wenn man darunter eben Interaktivität und nicht eine neue Programmiertechnik versteht. Und wir werden uns natürlich im Stil von Web2.0 weiterentwickeln. Als Radiosender müssen wir aber den Schwerpunkt unserer Überlegungen zunächst auf das Programm legen. Dann kommt die Internetseite mit all ihren Features. Aber letztlich sind wir zuerst Sender und dann Webportal und Community – das unterscheidet uns von reinen Community-Portalen. Wir haben viele Ideen, zur Zeit aber einen Engpaß an kreativer und professioneller Webprogrammierung. Man darf also gespannt sein, was sich da in diesem Jahr noch so alles tut…
 
Wie können Christen die Möglichkeiten der Neuen Medien noch besser nutzen? Was tragt Ihr dazu bei?
 
Egal, ob alt oder neu: ein Medium ist ein Transportmittel. Und jedes Transportmittel dieser Welt ist es Wert, dass damit die beste Botschaft, das Evangelium von Jesus Christus, transportiert wird. Ich wünsche mir, dass Christen ganz nüchtern die Chancen und Risiken eines jeden Mediums ausloten und es mit diesem Wissen dann ganz gezielt einsetzen, um sich a) untereinander zu vernetzen und auszutauschen und b) um andere Menschen zu erreichen.

Der Vorteil (und gleichzeitig ein Nachteil) der neuen Medien ist, dass sie grenzenlos sind und mit wenig einfacher Technik gestaltet und genutzt werden können und zumindest theoretisch sehr viele Menschen erreichen können. Hier sollten Christen geschult werden, um eventuelle Ängste vor Techniken abzubauen und ihre Chancen nutzen zu können.
 
Vor welchen Herausforderungen steht Ihr zur Zeit? Wo braucht Ihr Unterstützung?
 
Wir sind immer offen für gute neue Programmideen. Und die Fortentwicklung der Website liegt uns besonders am Herzen. Das alles – Radio und Internet – stemmen wir mit einem ziemlich kleinen Kernteam. Die besten Unterstützung für uns kann neben Euren Ideen Euer Gebet sein – für das Team und für Kreativität bei der Programmgestaltung. Letztlich sind wir Teil des Spendenwerkes ERF Deutschland: Unsere Arbeit wird nur durch Spenden getragen, und so freuen wir uns über jede kleine (natürlich auch größere) finazielle Unterstützung, um die Arbeit dauerhaft zu sichern und fortführen zu können.
 
Noch ein Wort zum Schluss?!

ES GEHT AUCH ANDERS. (Sorry – sind 4 Worte geworden) ;-)

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Lead Where You Are

Von Donnerstag bis Samstag bin ich beim Leitungskongress der Willow-Creek Gemeinde in Oberhausen. Zusammen mit rund 6000 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwarten mich wieder 2 1/2 intensive, herausfordernde und inspirierende Tage. Besonders fasziniert mich immer die hohe Qualität und Dynamik der Programme. Wer noch spontan Interesse hat, kann noch Karten an der Tageskasse bekommen.

Lead Where You Are

Montag und Dienstag bin ich dann für zwei Tage geschäftlich im Raum Frankfurt unterwegs. Die nächsten Artikel gibt es an dieser Stelle deshalb erst wieder Mitte/Ende kommender Woche. Wir lesen uns!

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Online-Netzwerk für Christen im Web 2.0

Jens Rentmeister“Gott ist gut” – Jens Rentmeister ist davon überzeugt, dass jeder davon erfahren muss. Er studiert Informatik an der Fernuni Hagen und setzt sein Studienfach auch in seinem Einsatz für Gott ganz praktisch um. Seine Vision besteht mit GodIsGood in einer großen christlichen Community im Internet, an der er seit einiger Zeit bastelt.

GodIsGood ist eine Internet-Plattform für Christen. Was steckt genau dahinter?

GodIsGood ist eine Internetseite von Gott für seine Kinder. Es gefällt Gott überhaupt nicht, dass sich Christen nicht untereinander akzeptieren. Ich persönlich z.B. musste schon erfahren, dass andere Christen meinen Glauben nicht akzeptieren. Es gibt die unterschiedlichsten christlichen Glaubensrichtungen, aber alle haben etwas gemeinsam. Denn alle Christen wollen Jesus nachfolgen. Es gibt keinen extra Himmel für Katholiken oder Protestanten – es gibt nur einen Himmel und alle, die Jesus nachfolgen, kommen in denselben Himmel.

GodIsGood Netzwerk für Christen im Web 2.0

Gott möchte, dass dieser Himmel schon hier auf Erden beginnt, dass alle Christen sich als große Gemeinschaft verstehen. Natürlich gibt es unterschiedliche Glaubensrichtungen und das ist auch ok. GodIsGood ist eine Internetseite für alle diese Glaubensrichtungen, da Gott keinen Unterschied zwischen diesen Glaubensrichtungen macht. Wie heißt es so schön in Johannes 14,6: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.”

Bei iChurch “geht Kirche Web 2.0″ – was macht GodIsGood zu einem Web 2.0-Angebot?
  
Web 2.0 steht in erster Linie für “User Generated Content”.  Also für eine Internetseite, bei der die Benutzer Inhalte erstellen. Und das ist auch bei GodIsGood wichtig: Benutzer können Beiträge erstellen und diese mit anderen Benutzern teilen. So kann man z.B. in einem speziellen Video-Bereich seine christlichen Videos posten.

Web 2.0 steht auch für Blogs. So gibt es einen eigenen Webblog-Bereich, in dem jeder Benutzer sein eigenes Blog führen kann. Diese Blogbeiträge kann man sogar mit Gruppen teilen.

Web 2.0 steht für Online-Netzwerke wie z.B. StudiVZ, das Netzwerk für Studenten. GodIsGood ist ein Netzwerk für Christen. Man kann sich zu Gruppen zusammentun und dann innerhalb dieser Gruppen Foren oder Blogbeiträge austauschen.

Web 2.0 steht für Social Bookmarking. Die Videos sind z.B. ein Teil des “Social Bookmark”-Bereichs.

Aber GodIsGood soll noch mehr sein: Geplant sind auch Projekte von Christen für Christen. Jeder der eine Idee für eine christliche Webseite hat, kann uns diese mitteilen und wir werden schauen, wie man sie umsetzen kann. Zur Zeit wird gerade ein Marktplatz als erstes Projekt getestet. Allerdings ist dieser Marktplatz wirklich noch in einer sehr frühen Testphase. Und einige Funktionen sind noch nicht programmiert. Wichtig ist auch, dass ich gerne auf die Wünsche von Benutzern eingehe. Wenn jemand sagt, diese oder jene Funktion hätte ich gerne, dann kann er mir das sagen und ich schau mal, was sich da machen lässt.

Wozu brauchen wir denn eine speziell christliche Videoplattform? Können wir nicht Videos bei Youtube & Co. reinstellen?

GodIsGood ist ja auch in den Sinne keine Videoplattform. Man stellt seine Videos auf YouTube & Co. online. Aber dann postet man diese Videos dann ebenfalls auf GodIsGood. Warum sollte man das machen?

Ich persönlich finde es schwer, auf YouTube & Co. christliche Videos zu finden. Weil auf GodIsGood nur christliche Videos sind, ist es auf GodIsGood wesentlich einfacher, solche Videos zu finden. Des Weiteren werden die verschiedenen Videoplattformen unterstützt. Man kann sowohl Videos von YouTube als auch Videos von stage6 finden/posten. Es gibt die Funktion, jemanden zum Freund zu machen. Dann kann man die Beiträge von diesen Benutzer besser beobachten. Man kann also sowohl einen Benutzer beobachten, welcher seine Videos auf YouTube postet, als auch jemanden, der seine Videos auf sevenload postet.

Wie können Christen die Möglichkeiten der Neuen Medien noch besser nutzen? Was tragt Ihr dazu bei?
  
Wenn ich mir anschaue, welche Suchanfragen von Google & Co. kommen, dann nutzen Christen das Internet, um bestimmte Sachen zu suchen, z.B. ein christliches Video oder ein Musikvideo von einer bestimmten Band. Und diese kann man auf GodIsGood finden. Somit helfen wir beim Suchen von christlichen Inhalten. Das kann z.B. eine Predigt zu einer bestimmten Bibelstelle oder zu einen bestimmten christlichen Thema sein. Denn die Bibel ist in den “Social Bookmarks”-Bereich integriert worden. So kann man z.B. eine Video- oder Audio- Predigt zu einer bestimmten Bibelstelle suchen.

Eine wichtige Funktion der neuen Medien ist auch das Vernetzten und das Fördern der Kommunikation. Und auch dazu wollen wir beitragen. Man kann sich in Gruppen vernetzen. Durch ein Forum kann man sich dann innerhalb dieser Gruppen austauschen.

Vor welchen Herausforderungen steht Ihr zur Zeit? Wo braucht Ihr Unterstützung?

Die größte Herausforderung ist es, eine große christliche Gemeinschaft aufzubauen, in der jeder den anderen akzeptiert, auch wenn man eine andere Meinung hat. Und dazu braucht es in erster Linie Benutzer, welche auch aktiv sind. Zur Zeit gibt es nur eine Hand voll aktiver Benutzer.

Ich suche auch immer wieder gerne christliche Podcasts. Das kann sowohl ein Audio-, als auch ein Video-Podcast sein.

Noch ein Wort zum Schluss?! 

Es ist wichtig, dass wir die gute Nachricht verbreiten. Ebenso wichtig ist, dass sich Christen vernetzen und austauschen. Jeder der sich jetzt angesprochen fühlt, kann mir gerne dabei helfen. Meldet Euch an und schreibt mir, wie ihr mir Helfen wollt.

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Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

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