Blog Action Day 2008: Armut in Afghanistan

Am heutigen 15. Oktober findet der weltweite “Blog Action Day 2008” statt. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Thema “Armut”. Ich habe nicht lange überlegen müssen, wie ich mich persönlich mit einem Beitrag einbringen kann, wenn es um Armut geht. Sind mir doch die Berichte über die katastrophalen Lebensumstände der armen Landbevölkerung in Afghanistan sehr nahe gegangen, von denen ich durch unseren Einsatz für das Afghanistan-Magazin erfahren habe.

Der nächste Winter steht vor der Tür und es werden sich wieder Szenen wie diese im afghanischen Bergland abspielen:

Draußen sind Stein und Bein gefroren. Viele Menschen leben ohne Schutz, vor allem Kinder. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe kommen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer. Sie ist tödlich.

ADRA Deutschland hat beinahe 40 000 Steppdecken von Frauen in Kabul nähen lassen. Zur Verteilung erscheint auch eine Gruppe von Vertriebenen aus anderen Teilen des Landes, die eben erst angekommen sind. Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauen sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen stehen schlotternd in der Kälte. Sie halten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen, um jedes Quentchen Wärme an dem dünnen Körper festzuhalten. Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!

Sie wohnen unter den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. Die Augen werden immer grösser – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?

Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber. Diese Familien haben die schönste Solidarität gezeigt, die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.

Konkrete Hilfe gegen Armut in Afghanistan

Das andere Afghanistan - Jetzt informieren!Wer das ADRA-Deckenprojekt in Afghanistan unterstützen möchte, findet im Afghanistan-Magazin weitere Informationen und kann das Portal mit verschiedenen Werbebannern verlinken.

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