Auch der Kirchentag geht Web 2.0

Dieser Artikel wurde von Finn Facklam verfasst, einem 17-jährigen Schüler, der zur Zeit ein Praktikum in der Agentur Thoxan durchführt.

Kirchentag WeblogWie Kirche das Web 2.0 für sich nutzen kann, zeigt auch der diesjährige evangelische Kirchentag, der vom 6. bis 10. Juni in Köln stattfand. Extra für diesen Anlass wurde ein eigenes Weblog angelegt und gepflegt. An der langen Liste schreibbegeisterter Christen sieht man, dass ein Angebot der Kirche im Web 2.0 positive Resonanz bei den Menschen findet – es gibt also genug Autoren, aber einfach noch zu wenig Angebote in dieser Richtung.

Das Blog des Kirchentags beschränkt sich jedoch nicht nur auf eine gute Idee, sondern bietet (wahrscheinlich auch durch die eifrige Mitarbeit vieler begeisterter Helfer) zahlreiche Texte, ein ansprechendes Layout und interessante Extras. Zum Beispiel ermöglicht ein Fenster auf der linken Seite das direkte Anschauen verschiedener Videos auf YouTube, die mit dem Kirchentag in Verbindung stehen. Auf der rechten Seite werden die Besucher der Website eingeladen, auf einer Weltkarte viele der Menschen zu sehen, die für das Treffen weit gereist waren. So entsteht auch Online ein Gefühl von der Gemeinschaft aller Christen.

Ein Artikel, der meine Aufmerksamkeit erregt hat, ist ein Interview mit Peter Weibel mit dem Titel „Die Kirche muss vom Web 2.0 lernen“. Dort äußert er konkret seine Vorstellungen, wie sich die Kirche in der Zukunft verändern muss, um bestehen zu können. Durch einige provokante Aussagen hat das Interview allerdings keine gute Bewertung im Blog erhalten. Dennoch halte ich seinen Ansatz für wichtig, da er die konservative Haltung der meisten Kirchen zur Diskussion stellt und aufzeigt, wie wichtig und notwendig Änderungen am Auftreten der Kirche sind.

Leider gibt es noch zu wenige Seiten wie diese, auf denen die Kirche Web 2.0-Funktionen einsetzt und mehrere Elemente miteinander verbindet. Wie man am Kirchentags-Weblog sieht, warten viele Menschen auf die Kirche im Web 2.0 und sind auch gern bereit, dort Zeit zu investieren und mitzuhelfen. Durch das Weblog kann außerdem der internationale Dialog auch nach den 4 Tagen weitergeführt werden und es ist eine gute Chance, mit Christen aus aller Welt auf längere Zeit hin in Kontakt zu bleiben.

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8 Reaktionen zu “Auch der Kirchentag geht Web 2.0”

Simon (18. Juni 2007, 17:17) Link zum Kommentar

Hey Finn, danke für den Beitrag – werde in Kürze mal auf meiner Seite darauf hinweisen. Du schreibst, dass das Interview von Weibel nicht gut bewertet wurde (zurecht, wie ich finde), hast du irgendwo anders im Web Reaktionen darauf gefunden, weil beim Beitrag selbst gibt es ja keine Kommentare? Oder beziehst du dich auf die Karma-Note oder was auch immer das ist …

Jared (18. Juni 2007, 18:19) Link zum Kommentar

danke für die info! muss mir das ganze mal genauer ansehen… das design des kirchentag blogs überzeugt mich z.b. schonmal garnet

ps: der praktikant wird in zukunft wohl öfter artikel schreiben? 😉

Thomas Kilian (18. Juni 2007, 18:26) Link zum Kommentar

Hallo zusammen, – die Kommentarfunktion wurde in der Zwischenzeit abgeschaltet. Als Finn den Artikel recherchiert hat, standen dort einige negative Bemerkungen (vermutlich auch der Grund, die Kommentare auszublenden). Es sind noch zwei weitere Artikel von Finn in der Pipeline, der morgen seinen letzten Praktikumstag hat und in den zwei Wochen eine Menge Artikel für den Neukunden-Magnet und iChurch schreiben konnte. Hat er doch toll gemacht, oder?

Simon (18. Juni 2007, 19:48) Link zum Kommentar

Wunderbar hat er das gemacht, finde ich auch.

Marcus Jelinek (18. Juni 2007, 21:14) Link zum Kommentar

An diesem Blog-Eintrag ist natürlich nichts auszusetzen…

Ich habe mir jetzt allerdings auch mal dieses Interview durchgelesen. Web 2.0 ist ja schön und gut – aber Herr Prof. Dr. Peter Weibel schießt ja wohl eindeutig über’s Ziel hinaus. Ich bezweifle auch, dass es reine Provokation ist, die ein Thema zur Sprache bringen möchte…

Finn (19. Juni 2007, 10:36) Link zum Kommentar

Hallo Leute,
danke für euer Lob. Ich habe mich bei der Bewertung des Interviews auch auf die Karma-Bewertung gestützt. Wenn 31 User dem Artikel insgesamt nur 2 Punkte geben dann zeigt dies, wie viel (bzw. wenig) sie von dem Artikel halten.
Ich teile Marcus Meinung, dass Herr Prof. Dr. Weibel zu weit geht. Die „Pfarrerin meines Vertrauens“ Antje Kastens hat mir während meiner Katechumenenzeit gezeigt, wie wichtig Gottesdienst, Diakonie und die restliche Gemeindearbeit sind. Ich vertrete Peter Weibels Meinung wenn er sagt, dass die Zukunft der Kirche im Web 2.0 liegt. Jedoch sollten die Kirchen das Web 2.0 meiner Meinung nach als Chance nutzen und es ihrem bisherigen Angebot hinzufügen (und es nicht ersetzen!). Seiten wie das Blog zum Kirchentag finde ich Klasse, aber anonymer E-Mailverkehr mit dem Pfarrer sollte nie den Gottesdienst oder das direkte Gespräch ersetzen.

Was Kirche vom Web 2.0 lernen kann (9. Juli 2007, 03:38) Link zum Kommentar

[…] Finn Facklam von iChurch hat vor kurzem auf ein Interview mit Peter Weibel hingewiesen, indem dieser fordert, die Kirche müsse von der Web 2.0 – Entwicklung lernen. Was er dann allerdings zum Besten gibt, halte ich für völligen Humbug. Trotzdem hat es mich zum Nachdenken gebracht, was denn Kirche tatsächlich vom Web 2.0 lernen kann. Hier meine Liste: […]

[…] wir vor zwei Jahren noch berichten, dass „auch der Kirchentag jetzt Web 2.0 geht“ , scheint dieser Trend in diesem Jahr bereits wieder beendet zu […]

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Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

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