Pray one Minute – Just relax!

Tolle Idee von Thore Weingarten und dem dreiköpfigen Team von prayoneminute: Die Webseite ist ein globaler Ort für Menschen jeglichen Alters, Herkunft oder Religion, um nachzudenken, in sich zu gehen und zu beten. Wie sie darauf gekommen sind, erklärt Thore so: “Wir saßen eines Abends zusammen im Wohnzimmer und haben zwei Dinge festgestellt. Zum einen gibt es kaum eine Minute mehr, wo nicht einer von uns abgelenkt ist durch sein Handy, Computer oder eine andere Form von Medien oder Werbung. Das finden wir schade. Unser Leben wird so hektisch, dass zwar jeder Mensch täglich mindestens eine Stunde abgelenkt ist, aber immer weniger Menschen sich bewusst Zeit für sich selbst nehmen. Der zweite Gedanke, den wir oft haben, wenn wir in der Kirche sind, ist, dass Kirche leider in unserer Gesellschaft meist nicht für Fortschritt oder Innovation steht. Das wollten wir beides ändern, und in dem Moment war prayoneminute geboren.

prayoneminute

Die Seite selbst ist simpel aufgebaut, aber schafft es raffiniert, den Nutzer in eine besondere Stimmung zu versetzen. Das Baumrascheln im Hintergrund reißt einen heraus aus dem Büro, Wohnzimmer oder Computerzimmer. Der Countdown schärft den Sinn dafür, wie lange eigentlich eine Minute sein kann, wenn man einmal nichts tut. Gleichzeitig wächst mit den Sekunden die Neugier, was sich dahinter versteckt. Was dann passiert, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Probiert es einfach mal aus und geht eine Minute in Euch!

Eine Nachricht möchte uns Thore noch mit auf den Weg geben über sein Projekt: “Das Gebet ist im Glauben der erste Schritt, um an Gott heranzutreten. Mit prayoneminute haben wir noch einiges vor und arbeiten weiter daran, den Menschen einen Ruhepol zu geben, der sich mit Kirche identifiziert und innovativ ist.” Da bin ich mal gespannt, wie sich prayoneminute noch entwickeln wird.

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Nimm und lies – christlicher Literaturblog

Vor einiger Zeit ist Alex Rempel auf mich zugekommen und hat mir geschrieben: “Hallo Thomas, mir gefällt dein Anliegen mit ichurch.de. Mit unserem Blog Nimm und lies versuchen wir, christliche Literatur im Netz bekannt zu machen.” Blogger finde ich gut, also habe ich Alex einige Fragen zu seinem Projekt gestellt:

Alex, erzähl uns etwas über euch!

Wir sind ein junges Team von aktuell drei männlichen Literaturliebhabern, die leidenschaftlich gerne Bücher lesen und sich der biblischen Botschaft verpflichtet wissen. Geographisch gesehen verteilen wir uns recht gut auf ganz Deutschland. Wir kommen aus dem Raum Hamburg, Rheinland und Karlsruhe.

Seit einigen Jahren seid ihr nun schon als Blogger unterwegs. Was genau verbirgt sich hinter NIMM UND LIES? Beschreib doch mal kurz, was dahinter steckt!

Nun ja, wer sich im Netz ein wenig umschaut und nach Literatur-Blogs sucht, wird schnell fündig. Viele professionelle Portale und private Liebhaber beschäftigen sich mit Literatur aller Gattungen. Leider ist das Angebot an Blogs, die sich mit konkret christlichen Büchern aus theologisch konservativer Sicht beschäftigen eher Mangelware. Auf vielen christlichen Seiten gibt es Rezensionen und Vorstellungen, aber das ist dann doch mehr Beiwerk zu einem anderen Schwerpunkt.

Das bedeutet, ihr bloggt Rezensionen zu gelesenen Büchern?

Richtig. Wir möchten aber nicht nur Bücher und andere Medien aus verschiedenen christlichen Verlagen vorstellen, denn das ist nur ein Bereich. Viele kleine Verlage werden in der breiten evangelikalen Öffentlichkeit noch nicht ausreichend wahrgenommen. Deshalb legen wir einen weiteren Schwerpunkt auf die Vorstellung von christlichen Verlagen. Das geschieht unterschiedlich, zum Beispiel in Gesprächen und Interviews. Hier geben Verantwortliche aus dem christlichen Bereich in erster Linie literaturrelevante Informationen preis. Außerdem veröffentlichen wir auf NIMM UND LIES interessante News aus der christlichen Verlagswelt.

„Kirche geht Web 2.0“ – was trägt NIMM UND LIES dazu bei?

Uns ist es wichtig, von unseren Lesern Rückmeldung zu erhalten. Lob und Tadel gehören genauso dazu wie der Austausch über christliche Bücher und Medien. Das Bloggen soll keine Einbahnstraße sein. Deshalb kann jeder über die Kommentarfunktion daran teilnehmen. Außerdem ermutigen wir christliche Verlage, die neuen Medien verstärkt zu nutzen. Viele der christlichen Verlage halten sich mit einer eigenen Verlagsseite auf Facebook zurück. Andere sind schon da, aber begnügen sich mit einem Beitrag pro Monat oder Jahr. Das führt natürlich nicht zu einer wachsenden „Fan-Gemeinde“, was sicher nicht erste Priorität ist. Aber wenn man vom Wert der eigenen Erzeugnisse überzeugt ist, sollte ein Verlag versuchen, potentielle Kunden auch über Social Media zu erreichen.

Wie sieht es mit christlichen E-Books aus?

Wir beobachten den christlichen E-Book-Markt sehr genau. Hier hat sich mitunter auch durch Stefan Böhringers ersten christlichen E-Book-Shop unter www.christlichebooks.de einiges getan. Es wird sich in den nächsten Jahren ganz sicher Einiges auf diesem Gebiet tun. Das E-Book wird zwar das gute alte Buch nicht ersetzen können, aber dennoch an Popularität gewinnen. Es wäre gut wenn christliche Verlage genauso schnell auf diese Entwicklung reagieren wie säkulare Verlage.

Was sind zurzeit Eure Herausforderungen?

Ich vermute, dass wir mit den gleichen Herausforderungen kämpfen wie andere Bücherfreunde auch. Es bleibt neben Familie, Gemeinde und Beruf nicht mehr viel Zeit um Bücher zu lesen. So stapeln sich bei uns in den Billy-Regalen die schönen alten und neuen Bücher und warten, bis sie endlich gelesen werden. Und die Rezensionen ebenfalls …

Noch ein Wort zum Schluss?

Vor allem eine Sache ist uns wichtig. Wir möchten konservativ-bibeltreue Literatur und Medien fördern und diese vielen Menschen bekannt machen und letztendlich in der christlichen Nachfolge unterstützen. NIMM UND LIES soll eine Hilfe und kleiner Führer durch die christliche Literaturlandschaft sein. Sollte euch etwas gefallen oder missfällt euch etwas, so teilt es uns mit. Habt ihr ein Anliegen, Tipps oder Wünsche – wir sind ganz Ohr. Wir sind über das Kontaktfeld auf www.nimm-lies.de und auch auf Facebook unter www.facebook.com/nimm.lies für euch erreichbar.

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JesusComic – ein farbenfrohes Kindercomic über das Leben Jesu

Auch wenn JesusComic kein Web 2.0-Dienst ist, nutzt der Comiczeichner Simeon Wetzel aus Dresden insbesondere das Internet, um seine Bibel-Kunst mit möglichst vielen Menschen zu teilen. Er hat mir ein paar Zeilen zu seinem Angebot zukommen lassen, die ich hier gerne veröffentliche …

Es gibt viele Möglichkeiten, die frohe Botschaft der Bibel zu vermitteln. Neben Schriften und dem gesprochenen Wort ist auch die Kunst schon immer ein sehr beliebtes Mittel. Als Mediengestalter und Comiczeichner erzähle ich in meinem JesusComic farbenfroh, kindlich und leicht die Geschichte des Lebens Jesu. Vor etwa 10 Jahren habe ich damit begonnen, in meiner Freizeit Comics zu zeichnen. Nach einiger Zeit hatte ich die Idee, die Bibel als Inspirationsquelle zu nutzen und begann, damit einzelne Geschichten aus dem Neuen Testament zu gestalten.

Der einfache Zeichenstil soll vor allem Kinder und Jugendliche ansprechen und dazu ermutigen, über die Bibel nachzudenken. Die Geschichten, die ich erzähle, sind vereinfachte und kindgemäße Darstellungen biblischer Ereignisse. Mir war es wichtig, in einer zeitgemäßen, verständlichen Sprache zu schreiben und auch witzige Begebenheiten einzubauen, denn meiner Meinung nach sollte ein Comic auch hin und wieder mal lustig sein.

jesuscomic

Die entstandenen Comics entwickelten sich. Die Handzeichnungen überarbeitete ich einige Jahre später mit dem Computer. Heute zeichne ich die einzelnen Seiten mit einem schwarzen Fineliner vor und färbe sie dann mit dem PC. Ich biete nun mein komplettes Comic zum kostenlosen Download auf meiner Internetseite an. Ich dachte mir, wenn ich mir schon die Arbeit gemacht habe, den Comic zu zeichnen, warum sollten da nicht auch andere etwas davon haben? Neben PDF-Dateien zum Ausdrucken, gibt es die einzelnen Kapitel auch als PowerPoint-Präsentationen und Videohörbuch. Wer sich das Ausdrucken sparen will, kann den Comic auch als gedrucktes Buch erwerben.

Zur Zeit arbeitet Simeon Wetzel an einer Comicreihe über das Alte Testament. Die ersten Kapitel sind bereits auf der Internetseite erhältlich und wir dürfen uns über weitere Geschichten freuen: www.jesuscomic.de

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12. Mai 2009: Kommunikation im Web 2.0

Veranstaltungshinweis für Dienstag, 12. Mai 2009 im Präsent in Bielefeld:

Oft genug gerät das Web 2.0 ins Fadenkreuz der Medien. Sie stigmatisieren das Medium als einen Ort der rauen Umgangsformen, der zur Vereinsamung des Individuums führt, da dieses aufgrund des ständigen Surfens keinen gesellschaftlichen Umgang mehr pflegt.

Auf der anderen Seite euphorisieren so manche Dienstleistungsanbieter die neuen Möglichkeiten und Chancen für kreative Köpfe: Ihres Erachtens schule sich die Medienkompetenz durch die häufige Nutzung, was schließlich auch Karrierechancen fördere, da heute fast jede Arbeit Computerkenntnisse voraussetzt.

In dem Vortrag sollen beide Positionen gegenübergestellt und näher beleuchtet werden. Dazu werden zunächst die Formen der Kommunikation im Web 2.0 erläutert. Anschließend soll hinterfragt werden, welche neuen Möglichkeiten der Kommunikation das Web 2.0 bietet und wie diese genutzt werden. Ein kurzer Einblick in den wissenschaftlichen Forschungsstand soll mögliche Stellungnahmen von Institutionen mit gesellschaftlicher Verantwortung – beispielsweise Schulen und Kirchen – kontrastieren.
Dies und natürlich auch individuelle Frage können in der abschließenden Diskussion thematisiert werden.

» Weitere Infos und Anmeldung.

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Webfish 2009 prämiert Online-Vorzeigeprojekte

Das Warten hat ein Ende. Mit dem Webfish 2009 prämieren die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) die besten christlichen Internetangebote in deutscher oder englischer Sprache. Besonders freut mich der zweite Platz von Pastorbuddy, einem Netzwerk von christlichen Bloggern und Autoren, bei dem ich auch ab und an mitmische. Aber auch die anderen Sieger können sich wirklich sehen lassen. Respekt und danke für Euren virtuellen Einsatz für qualitativ und inhaltlich hochwertige christliche Internetseiten, liebe Webmaster!

Webfish Gold – Kloster Nütschau

Kloster Nütschau

Webfish Silber – Pastorbuddy

Pastorbuddy

Webfish Bronze – Gottesdienstexperiment

Gottesdienstexperimente

Einen Innovationspreis erhielt das Fundraisingprojekt Himmlische-Paten.de, der Webfish-Förderpreis geht an Menschjesus.de. Detaillierte Informationen zu den Nominierten, die Begründung der Jury für ihre Auswahl sowie weitere Hintergrundberichte und ein kurzes Video findet Ihr auf der Internetseite zum Webfish 2009.

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E-Water – Schweizer stellt christliche Flashfilme online

“Ich möchte einen Eindruck davon vermitteln, wie gern Gott uns Menschen hat.” sagt der 29-jährige Michael Graber aus Basel. Deshalb hat er vor einigen Jahren das Projekt “E-Water” ins Leben gerufen. Auf dieser Online-Plattform ohne stellt er, ganz ohne kommerziellen Hintergrund, kostenlose Flash-Clips und E-Cards mit christlichen Texten zur Verfügung, die sich direkt von der Website aus verschicken lassen. Das einzige, was die User brauchen, um sich Flashfilme anzusehen, ist eine Software von Adobe, die bei den meisten Browsern bereits als Plugin enthalten ist.

E-Water Christliche Flash-Filme

Michael ist in einer christlichen Familie aufgewachsen und wurde somit von Anfang an mit dem Glauben vertraut gemacht. Er ist studierter Biochemiker und hat seine Doktorarbeit auf diesem Gebiet gerade abgeschlossen. Seine Freizeit verbringt er natürlich mit der Bastelei an seiner Homepage, aber auch Fotografieren und Wassersport stehen bei ihm hoch im Kurs. Jetzt besucht er regelmäßig die Gellertgemeinde in Basel, die ein Teil der Evangelisch-Reformierten Kirche der Schweiz ist.

Die Idee für E-Water kam ihm, als er per Zufall im Internet auf den Flashfilm “Interview with God” gestoßen ist. Diese Animation berührte ihn sehr und er merkte, dass man mit solchen Clips und Karten hervorragend Botschaften vermitteln kann. So machte er sich an die Arbeit und mit der Zeit hat er eine ansehnliche Zahl an Flashfilmen zusammengebaut.

“Die anderen sollen auch etwas davon haben.” sagte seine Schwester nicht nur einmal zu ihm und versuchte ihn dazu zu bringen, seine Arbeiten online zu stellen. Im Frühling 2004 wagte er schließlich den Schritt und ging mit seinen ersten fünf Eigenkreationen ins Netz. Seitdem kommen pro Jahr etwa 1-2 neue Produkte hinzu. Eine neue Animation zu erstellen kostet ihn mehrere dutzende Stunden, aber es macht ihm großen Spaß. “Ich möchte mit meinen Arbeiten erzählen, dass Gott bis über beide Ohren in jeden von uns verliebt ist und nur darauf wartet, dass man ein Lebenszeichen von sich gibt.”
 
Der Name “E-Water” hat folgenden Hintergrund: Jesus sagte einmal: “Ich bin das Wasser des Lebens, wer von mir trinkt, hat nie mehr Durst.” Michael möchte mit seinen kostenlosen Animationen ein bisschen von diesem Wasser in elektronischer Form weitergeben: “Elektronisches Wasser” sozusagen.

Wer ihn unterstützen möchte, kann ihm einfach gute Texte oder “verflashbare” Ideen in das Forum bei E-Water schreiben. Außerdem hat er bei Amazon einen Wunschzettel angelegt, von dem man ihm natürlich gerne etwas schenken darf!

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Christliche Kurzfilme im Internet

Tobias LawrenzHeute spreche ich mit Tobias Lawrenz aus der Nähe von Pforzheim über sein Internetprojekt www.christlichekurzfilme.de. Tobias ist 26 Jahre alt und hat im letzten Semester Medien/Kunst mit Schwerpunkt Film & Produktion an der HfG Karlruhe studiert. Vorher hat er als 3D & Compositing Grafiker bei diversen Produktionsfirmen gearbeitet. Seit einigen Jahren macht er mit anderen immer wieder Filmprojekte, wie z.B. der christliche Kinderfilm “Das Geheimnis der Falkenburg”.

Tobias, Ihr habt eine Website über christliche Kurzfilme online gestellt. Worum geht es da genau?

Im Grunde genommen ist es eine Homepage, die “einfach” darüber Informieren soll, was es für ein deutschsprachiges Angebot im christlichen Bereich gibt. Es gibt sehr fähigen Nachwuchs und die Branche erlebt gerade einen Boom, nicht nur durch Tru: oder professionelle Filmproduktionen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf deutschen Produktionen der letzten Jahre.

Christliche Kurzfilme

Wen möchtet Ihr mit dieser Seite ansprechen und warum?

Hauptsächlich möchten wir Prediger, Hauskreisleiter oder Jugendleiter ansprechen, die Kurzfilme als Predigteinstieg oder in der Bibelstunde als Themeneinstieg nutzen. Es gibt aber auch genügend Privatleute, die das Angebot nutzen. Des Weiteren ist es auch eine Übersicht, was es so alles in Deutschland gibt. Da der Markt sehr unübersichtlich ist, fehlt sicherlich noch die eine oder andere wichtige Produktion. Für Hinweise sind wir immer sehr dankbar!

Bislang ist die Seite ja noch recht klein und es werden keinerlei Web 2.0-Funktionen angeboten. Wieso bzw. was ist noch in Planung?

Wir wollten als erstes mal “online” gehen, das Design stand erstmal im Hintergrund; “design follows function”. Trotzdem wollen wir daran weiter arbeiten. Wir möchten erstmal beobachten, wie sich das weiter entwickelt und sind auch im regelmässigem Gespräch mit anderen (vielleicht besseren) Communitys oder Interessengruppen (wie z.b. Tru: oder dasRad). Wir wollen ungern “noch” eine zusätzliche Community aufbauen, sondern als allererstes informieren. Trotzdem haben wir jetzt einen Grafiker, der das ganze dynamisch umsetzt und einige Web 2.0 Features integrieren wird.

Welche Möglichkeiten siehst Du im Internet für christliche Themen und Inhalte?

Es ist schwer einzuschätzen, wie sich Christen in dem Bereich weiterentwickeln. Als wir die ersten Kurzfilme für die Jesushouse DVD 2003 erstellten, dachten wir, dass die (neu installierten) Beamer, und Medienangebote in den Gemeinden auch eine Nachfrage nach solchen Inhalten schaffen würde, weshalb wir 2004 auch gleich eine DVD für Erwachsene produzierten. Heute wissen wir, dass sich der Markt langsamer bzw. auch teilweise in eine andere Richtung entwickelt. Es werden z.B. öfters Filmausschnitte aus aktuellen Kinofilmen gezeigt, anstatt explizit christliche Kurzfilme (was auch sicherlich an deren “nicht professionellen” Qualität oder am unbekannten Angebot liegt). Möglichkeiten gibt es viele und ich denke, dass die säkularen Inhalten wie StudiVZ oder Youtube uns die Richtung vorzeigen.

Wie können Christen die neuen Medien noch besser nutzen?

Indem sie sie einsetzen und weiter Raum schaffen, überhaupt Möglichkeiten zu kreieren. Filme zu machen ist teuer und leider werden heutzutage gerade bei Christen viele Inhalte (raub)kopiert, da es ja “für den Herrn” ist. Leider wird dabei oft übersehen, dass gerade dadurch und Geld für weitere Projekte verloren geht. Reich wird man mit Filmemachen definitiv nicht. 

Es gibt sicherlich auch spannende, neue Nutzungsformen, wie z.B. Veranstaltungen: Wir haben auf dem Christival dieses Jahr die Hintergrund Animationen für die LED Wände gemacht, die eher als “Lichtquelle” genutzt wurden. Solche Sachen kann man gut einsetzen.

Ein Wort zum Schluss?

Ich wünsche mir, dass sich die christliche Szene weiter vernetzt, dass Bewusstsein für professionelles Arbeiten (und deren Finanzierung) wächst und viele film- und medienschaffende Nachwuchtalente gefördert und gefunden werden, die dann vor allem später in die säkulare Szene gehen (und dabei die christliche nicht vergessen). Gott hat einen Plan für Deutschland, wir sind gespannt, wie es weitergeht.

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Internetradio ist keine Einbahnstraße

Das Angebot von CrossChannel ist 24 Stunden an 7 Tagen im Internet auf Sendung. Ich spreche mit dem Leiter des jungen Webradios des ERF, Jan Knauf. Er hat Medientechnologie studiert und war schon immer Radio-Fan. Seit 2004 ist er bei CrossChannel beschäftigt und lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn zwischen Gießen und Wetzlar in Mittelhessen.

Jan Knauf - CrossChannel

Jan, CrossChannel ist ein christliches Webradio für junge Leute. Was steckt genau dahinter?

CrossChannel.de ist ein Radioprogramm des ERF in Wetzlar für junge Leute, sozusagen der Nachfolger der ehemaligen Jugendschiene bei ERF Radio “JungeWelle”. Wir machen ein Programm für Leute, die musikalisch auf aktuelle christliche Rock- und Popmusik stehen und darüber hinaus Lust auf ein “anderes Radio” haben. Will heißen: Die Themen und das Format sind ähnlich wie bei “normalen” Jugendradios und orientieren sich an dem, was Menschen zwischen 14 und 29 Jahren bewegt. Die Herangehensweise ist eine etwas andere: Wir moderieren, berichten, rezensieren, kommentieren usw. bewußt und erkennbar als Christen unser Zeitgeschehen Und werfen natürlich regelmäßig einen Blick in die Bibel, haben eine Gebetssendung und kurze Inputs im Programm. Das ganze ist zu empfangen im Internet, vie UMTS-Handy oder als Phonecast über ein normales Telefon. Darüber hinaus gibt es diverse Podcasts, um an unsere Beiträge zu kommen.

Ihr habt mit CrossChannel eine umfangreiche Website im Netz. Was hat das Radio mit dem Internet zu tun?
 
Wie gesagt, wir sind ein reines Internetradio. Zu empfangen an jedem Internetanschluss der Welt – entweder mit einem PC oder Notebook, aber auch mit einem “Internetradio”, die es mittlerweile von mehreren Herstellern zu kaufen gibt (z. B.die NOXON-Serie von Terratec oder die Pinnacle Soundbridge). Da muss dann kein PC mehr laufen, um CC.de zu hören. Und wer genug Geld für eine Handy-Datenflatrate hat, kann uns via Handy hören. Die Links zum Audiostream finden sich auf der Internetseite – daneben aber auch fast alle Beiträge aus dem Radioprogramm zum “Nachhören”, Bilder, eine Community zum Mitdiskutieren, ein Chat,… – also eine sehr interaktive Seite. Uns interessiert, was unsere Hörer bewegt, was sie denken und fühlen. Radio soll keine Einbahnstraße sein, sondern interaktiv mit den Hörern entstehen. Dazu nutzen wir die Website.
 
Bei iChurch “geht Kirche Web 2.0″ – was macht Crosschannel zu einem Radio 2.0?
 
Diese eben beschriebene Interaktivität trägt ja schon starke Züge von Web2.0 – wenn man darunter eben Interaktivität und nicht eine neue Programmiertechnik versteht. Und wir werden uns natürlich im Stil von Web2.0 weiterentwickeln. Als Radiosender müssen wir aber den Schwerpunkt unserer Überlegungen zunächst auf das Programm legen. Dann kommt die Internetseite mit all ihren Features. Aber letztlich sind wir zuerst Sender und dann Webportal und Community – das unterscheidet uns von reinen Community-Portalen. Wir haben viele Ideen, zur Zeit aber einen Engpaß an kreativer und professioneller Webprogrammierung. Man darf also gespannt sein, was sich da in diesem Jahr noch so alles tut…
 
Wie können Christen die Möglichkeiten der Neuen Medien noch besser nutzen? Was tragt Ihr dazu bei?
 
Egal, ob alt oder neu: ein Medium ist ein Transportmittel. Und jedes Transportmittel dieser Welt ist es Wert, dass damit die beste Botschaft, das Evangelium von Jesus Christus, transportiert wird. Ich wünsche mir, dass Christen ganz nüchtern die Chancen und Risiken eines jeden Mediums ausloten und es mit diesem Wissen dann ganz gezielt einsetzen, um sich a) untereinander zu vernetzen und auszutauschen und b) um andere Menschen zu erreichen.

Der Vorteil (und gleichzeitig ein Nachteil) der neuen Medien ist, dass sie grenzenlos sind und mit wenig einfacher Technik gestaltet und genutzt werden können und zumindest theoretisch sehr viele Menschen erreichen können. Hier sollten Christen geschult werden, um eventuelle Ängste vor Techniken abzubauen und ihre Chancen nutzen zu können.
 
Vor welchen Herausforderungen steht Ihr zur Zeit? Wo braucht Ihr Unterstützung?
 
Wir sind immer offen für gute neue Programmideen. Und die Fortentwicklung der Website liegt uns besonders am Herzen. Das alles – Radio und Internet – stemmen wir mit einem ziemlich kleinen Kernteam. Die besten Unterstützung für uns kann neben Euren Ideen Euer Gebet sein – für das Team und für Kreativität bei der Programmgestaltung. Letztlich sind wir Teil des Spendenwerkes ERF Deutschland: Unsere Arbeit wird nur durch Spenden getragen, und so freuen wir uns über jede kleine (natürlich auch größere) finazielle Unterstützung, um die Arbeit dauerhaft zu sichern und fortführen zu können.
 
Noch ein Wort zum Schluss?!

ES GEHT AUCH ANDERS. (Sorry – sind 4 Worte geworden) ;-)

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iChurch auf Landeswelle Thüringen

Landeswelle Thüringen

Für einen kurzen Beitrag zum Thema “Kirche im Internet” hat mich Anfang Januar eine Redakteurin der Landeswelle Thüringen interviewt. Herausgekommen ist ein knackiger Beitrag mit zwar nur zwei Sätzen von mir, aber einer trotzdem sehr positiven Werbung für iChurch und unsere Angebote, Kirchen auf dem Weg ins Internet zu helfen. Hört doch einfach mal rein…

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

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Marketing lebt nicht vom Brot allein

Leserinfo: Dieser Artikel hat einen Anfang und zwei Enden. Das eine Ende gibt es in diesem Artikel, das zweite Ende steht im Neukunden-Magnet Weblog

Wieder mal ne super Geschichte, die der Besserwerberblog da ausgebuddelt hat. Die Agentur BBDO aus Stuttgart hat für die evangelische Kirchengemeinde Obertürkheim eine Kampagne konzipiert, die sich ungewöhnlicher Werbeplätze – nämlich Schaufenstern von Bäckereien – bedient:

Brot-Werbung für evangelische Kirche

Ziel der Aktion ist es, auf eine Themenreihe abendlicher Gottesdienste hinzuweisen, die sich alle um das beliebte Nahrungsmittel bzw. die Verteilung desselben drehen:

Während der Gottesdienste wird das Thema „Brot“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: von den Brötchen, die wir verdienen, bis zum Brot, das den Armen fehlt. Begleitet wird die „Nachtschicht“ von musikalischen Gastauftritten wie von Sebastian Krumbiegel, dem Gründer der Popband „Die Prinzen“.

Was mir an dieser Idee besonders gut gefällt, fasse ich mal in drei Punkten zusammen:
- (hier beginnt jetzt das eine Ende, das andere Ende gibt es dort) -

  1. Die Aktion ist billig; im Sinne von “kostengünstig”. Gar nicht billig ist hingegen die Idee selbst. Wer mit wenigen hundert Euro solche Aufmerksamkeit erzeugt, hat vorher den Kopf eingeschaltet. Wieso jammern Kirchen immer, dass ihnen Geld für gutes Marketing fehlt? Die Alternative zu lieblos kopierten Zetteln auf farbigem Papier findet Ihr oben im Schaufenster.
  2. Die Aktion macht eine Kirche zum Stadtgespräch. Wann wurde über Eure Gemeinde zuletzt so häufig (positiv!) gesprochen? Mein Eindruck ist, dass es in vielen Städten gar nicht auffallen würde, wenn die eine oder andere Kirche ihre Türen schließen würde. “Suchet der Stadt bestes” bedeutet nicht, sich hinter dicken Mauern zu verstecken und auf frommen Wolken zu sitzen.
  3. Die Aktion erzeugt eine starke Vernetzung mit Unternehmen, Organisationen oder anderen Kirchen in der Stadt. Wo gibt es solche Kooperationen zwischen kirchlichen Einrichtungen und Gewerbe? Ich frage mich immer, ob Christen beim Eintritt in die Kirche ihr Business an der Garderobe abgeben (und andersrum…). Die Trennung zwischen dem frommen Sonntagsgesicht und dem “weltlichen Alltag” ist nicht nur künstlich, sondern auch unattraktiv für Außenstehende. Wer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen will, muss dahin, wo die Menschen sind. Und die sind heutzutage nur noch selten in der Kirche…

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Kirche 2.0

Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

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iChurch - Kirche geht Web 2.0

"Kirche geht Web 2.0" - mit iChurch ist es möglich! Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. iChurch hilft Kirchen und Organisationen dabei, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen und sich zeitgemäß im Internet zu präsentieren.

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