Das Angebot von CrossChannel ist 24 Stunden an 7 Tagen im Internet auf Sendung. Ich spreche mit dem Leiter des jungen Webradios des ERF, Jan Knauf. Er hat Medientechnologie studiert und war schon immer Radio-Fan. Seit 2004 ist er bei CrossChannel beschäftigt und lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn zwischen Gießen und Wetzlar in Mittelhessen.

Jan, CrossChannel ist ein christliches Webradio für junge Leute. Was steckt genau dahinter?
CrossChannel.de ist ein Radioprogramm des ERF in Wetzlar für junge Leute, sozusagen der Nachfolger der ehemaligen Jugendschiene bei ERF Radio “JungeWelle”. Wir machen ein Programm für Leute, die musikalisch auf aktuelle christliche Rock- und Popmusik stehen und darüber hinaus Lust auf ein “anderes Radio” haben. Will heißen: Die Themen und das Format sind ähnlich wie bei “normalen” Jugendradios und orientieren sich an dem, was Menschen zwischen 14 und 29 Jahren bewegt. Die Herangehensweise ist eine etwas andere: Wir moderieren, berichten, rezensieren, kommentieren usw. bewußt und erkennbar als Christen unser Zeitgeschehen Und werfen natürlich regelmäßig einen Blick in die Bibel, haben eine Gebetssendung und kurze Inputs im Programm. Das ganze ist zu empfangen im Internet, vie UMTS-Handy oder als Phonecast über ein normales Telefon. Darüber hinaus gibt es diverse Podcasts, um an unsere Beiträge zu kommen.
Ihr habt mit CrossChannel eine umfangreiche Website im Netz. Was hat das Radio mit dem Internet zu tun?
Wie gesagt, wir sind ein reines Internetradio. Zu empfangen an jedem Internetanschluss der Welt - entweder mit einem PC oder Notebook, aber auch mit einem “Internetradio”, die es mittlerweile von mehreren Herstellern zu kaufen gibt (z. B.die NOXON-Serie von Terratec oder die Pinnacle Soundbridge). Da muss dann kein PC mehr laufen, um CC.de zu hören. Und wer genug Geld für eine Handy-Datenflatrate hat, kann uns via Handy hören. Die Links zum Audiostream finden sich auf der Internetseite - daneben aber auch fast alle Beiträge aus dem Radioprogramm zum “Nachhören”, Bilder, eine Community zum Mitdiskutieren, ein Chat,… - also eine sehr interaktive Seite. Uns interessiert, was unsere Hörer bewegt, was sie denken und fühlen. Radio soll keine Einbahnstraße sein, sondern interaktiv mit den Hörern entstehen. Dazu nutzen wir die Website.
Bei iChurch “geht Kirche Web 2.0″ - was macht Crosschannel zu einem Radio 2.0?
Diese eben beschriebene Interaktivität trägt ja schon starke Züge von Web2.0 - wenn man darunter eben Interaktivität und nicht eine neue Programmiertechnik versteht. Und wir werden uns natürlich im Stil von Web2.0 weiterentwickeln. Als Radiosender müssen wir aber den Schwerpunkt unserer Überlegungen zunächst auf das Programm legen. Dann kommt die Internetseite mit all ihren Features. Aber letztlich sind wir zuerst Sender und dann Webportal und Community - das unterscheidet uns von reinen Community-Portalen. Wir haben viele Ideen, zur Zeit aber einen Engpaß an kreativer und professioneller Webprogrammierung. Man darf also gespannt sein, was sich da in diesem Jahr noch so alles tut…
Wie können Christen die Möglichkeiten der Neuen Medien noch besser nutzen? Was tragt Ihr dazu bei?
Egal, ob alt oder neu: ein Medium ist ein Transportmittel. Und jedes Transportmittel dieser Welt ist es Wert, dass damit die beste Botschaft, das Evangelium von Jesus Christus, transportiert wird. Ich wünsche mir, dass Christen ganz nüchtern die Chancen und Risiken eines jeden Mediums ausloten und es mit diesem Wissen dann ganz gezielt einsetzen, um sich a) untereinander zu vernetzen und auszutauschen und b) um andere Menschen zu erreichen.
Der Vorteil (und gleichzeitig ein Nachteil) der neuen Medien ist, dass sie grenzenlos sind und mit wenig einfacher Technik gestaltet und genutzt werden können und zumindest theoretisch sehr viele Menschen erreichen können. Hier sollten Christen geschult werden, um eventuelle Ängste vor Techniken abzubauen und ihre Chancen nutzen zu können.
Vor welchen Herausforderungen steht Ihr zur Zeit? Wo braucht Ihr Unterstützung?
Wir sind immer offen für gute neue Programmideen. Und die Fortentwicklung der Website liegt uns besonders am Herzen. Das alles - Radio und Internet - stemmen wir mit einem ziemlich kleinen Kernteam. Die besten Unterstützung für uns kann neben Euren Ideen Euer Gebet sein - für das Team und für Kreativität bei der Programmgestaltung. Letztlich sind wir Teil des Spendenwerkes ERF Deutschland: Unsere Arbeit wird nur durch Spenden getragen, und so freuen wir uns über jede kleine (natürlich auch größere) finazielle Unterstützung, um die Arbeit dauerhaft zu sichern und fortführen zu können.
Noch ein Wort zum Schluss?!
ES GEHT AUCH ANDERS. (Sorry - sind 4 Worte geworden)
Wie hätten biblische Geschichten wohl in Google Maps ausgesehen? Bei Johannes Kleske habe ich schon vor einigen Wochen eine Reihe von tollen Bildern gefunden, die Geschichten aus der Bibel als Draufsichten á la Google Maps zeigen.

Witzige Idee, super umgesetzt und innovativ. Auch wenn es nicht der einzige Antrieb der Künstler aus Down Under gewesen zu sein scheint, bieten die Bilder doch eine hervorragende Idee, wie biblische Inhalte zeitgemäß illustriert und vermittelt werden können.
Wie wäre es z.B. mit einem Weblog über die Wüstenwanderung der Israeliten? Jeden Tag gibt es ein Posting mit einem kurzen Bibeltext und einigen Hintergrundinformationen zu Geschichte, Kultur und Umfeld. Oder ein Podcast über das Leben Jesu: “Ein Jünger Jesu als Großvater, der in kurzen Episoden seinen Enkeln über seine Erlebnisse mit Christus erzählt.” - Ideen hätte ich viele: Wer hat Zeit und Spaß daran, so etwas professionell umzusetzen?
Was für Ideen habt Ihr, um die Bibel in der heutigen Zeit interessant und relevant zu machen? Wie kann das Internet, im speziellen das Web 2.0 dazu beitragen, den Staub wegzupusten?
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Podcasts sind in aller Munde bzw. in aller Ohren. Es handelt sich dabei um Medienbeiträge im Audio- oder Videoformat (auch als “Videocast” bezeichnet), die in der Regel kostenlos im Internet angehört oder heruntergeladen werden können. Das Wort “Podcasting” setzt sich aus den Wörtern “iPod“ und „Broadcasting“ (engl. Radiosendung) zusammen.
Podcasts können ganz einfach über eine spezielle Software, dem so genannten “Podcatcher“, bezogen werden. Sie sorgt dafür, dass die jeweils aktuelle Folge automatisch abgerufen wird. Dafür bieten die meisten Podcast-Websites spezielle Links, so genannte “RSS-Feeds” an.
Welchen Nutzen können Kirchengemeinden aus Podcasts ziehen? - Einige Beispiele möchte ich heute kurz vorstellen:
Ihr habt noch weitere gute Ideen & Links? - her damit! Kurzer Kommentar genügt.
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So mancher Kirchenvertreter meint, dass es sich nicht lohnen würde, Gemeinden im Internet zu präsentieren. Als Argumente führt er an, dass es zu teuer sei und zu geringe Erfolgsaussichten verspreche. Diese Ansicht können wir nicht teilen. Ein Beweis dafür, dass auch kirchliche Angebote von Usern angenommen werden, ist das “Tagebuch eines Pfarrers“.
Der Podcast des evangelischen Pfarrer Hans Spiegl aus Bischofshofen in Österreich wurde Anfang des Jahres sogar für den Podcast Award 2007 in der Kategorie “KULTUR:gut” nominiert. Zu recht: Seit zehn Monaten erscheinen drei- bis viermal wöchentlich neue Sendungen in den Kategorien “Notizen”, “Gedanken”, “Predigt” oder “Fundstücke”. Die etwa zwölfminütigen Folgen werden mittlerweile begeistert angenommen und intensiv kommentiert.
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Viele Kirchen sind noch nicht im Internet vertreten oder haben die Fülle der Möglichkeiten, die es bietet, noch nicht für sich entdeckt. Welche Vorteile die Neuen Medien für Kirchengemeinden haben, zeigt die City Church in Würzburg. Diese Freie Evangelische Gemeinde betreibt eine ständig aktualisierte Homepage mit zahlreichen attraktiven Angeboten.
Neben umfangreichen Informationen über Glaubensgrundlagen und anstehende Events gibt es einen Newsletter und einen SMS-Service, in dem die neusten Informationen mitgeteilt werden. Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung bieten ein Forum und ein Gästebuch. Die innovative Gemeinde bietet außerdem die Predigten als Podcast an, die mittels RSS Feeds automatisch bei den Abonnenten aktualisiert werden. Auf diese Weise erreicht die Gemeinde auch Menschen, die am Sonntag nicht in der „Kirche im Kino“ mit dabei sein können und erregt zusätzlich die Aufmerksamkeit der Website-Besucher.
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Die adventistische Freikirche “Lighthouse” in Löhne (Ostwestfalen) präsentiert sich in neuem Gewand. Unsere Agentur wurde mit der Umsetzung auf Basis der Weblog-Software Wordpress beauftragt: www.Lighthouse-Gemeinde.de
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Web 2.0 ist in aller Munde: Weblogs, Podcasts, Wikis und immer neue Online-Start-ups, die aus der Welt ein Dorf und aus Menschen Netizens machen. Viele Unternehmen nutzen bereits die Neuen Medien und sind damit erfolgreich. Aber auch Kirchengemeinden, Organisationen und Verbänden bieten diese Web 2.0-Funktionalitäten enorme Möglichkeiten.
Entdecke, wie Deine Gemeinde vom Internet profitieren kann! Waren die bisherigen Angebote auf passives Lesen beschränkt (von Chats und Diskussionsforen einmal abgesehen), so ermöglicht Web 2.0 die aktive Gestaltung und Teilnahme am virtuellen Leben. User können selbst Inhalte beisteuern, Podcasts veröffentlichen, Videoclips tauschen und sich mit anderen vernetzen. Portale wie XING, StudiVZ oder MySpace bieten jedem die Möglichkeit, sich im Netz zu präsentieren.
Aber auch der Austausch mit den Besuchern wird vereinfacht. So lassen sich Beiträge in Weblogs kommentieren, in anderen Blogs verlinken (Trackbacks) oder mit einfachen Mitteln weiterempfehlen. Alle Techniken können - wenn sie fertig installiert sind - ohne Programmierkenntnisse und mit wenig Aufwand bedient werden.
Der iChurch-Weblog widmet sich den Themen “Kirche & Web 2.0“. Erfahre mehr über die Möglichkeiten der Neuen Medien und abonniere den RSS-Feed, um die jeweils neuen Beiträge zu erhalten.
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