Kaffee und Kirche: Eine Melange, die es in sich hat

Es muss für viele Menschen schon seltsam sein, wie sich die Kirche nach außen hin präsentiert. Ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen – daher sage ich auch nur, dass es vielen recht seltsam vorkommt, was wir in unseren Gemeinden so treiben. Es sind nicht nur die Wörter oder Formulierungen, die häufig von Gläubigen verwendet werden, sondern auch die Art und Weise, wie sie sich geben. Wie befremdlich die Kirche insgesamt wirkt, zeigt das Video “Kirche und Kaffee”.

Was Kaffee mit Kirche zu tun hat? Eigentlich gar nichts; und genau aus diesem Grund ist das beliebte Heißgetränk auch hervorragend dafür geeignet, um  – quasi als sinnentleerte Metapher – die verzerrte Außenwirkung der Kirche zu veranschaulichen. Aber seht am besten selbst:

Das Bild der Kirche in der Öffentlichkeit

Besonders witzig finde ich auch die netten Aufkleber auf den Autos. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die kirchlichen Aufkleber sowohl inhaltlich, als auch von ihrer ganzen Machart noch nie sonderlich originell gefunden habe. Vermutlich hat sich daran seit den 1980ern nicht wirklich etwas verändert. Insgesamt muss man sagen, dass das Bild der Kirche in Amerika aufgrund zahlreicher TV-Prediger noch um einiges extremer ist, als es die Wahrnehmung seitens der Öffentlichkeit in Deutschland wohl jemals skizzieren könnte.

Aber mal ehrlich: Wie häufig ist es Euch als aktiven Mitgliedern einer kirchlichen Gemeinde schon passiert, dass Ihr mit einem, sagen wir mal ‚weniger gläubigen Menschen‘ ins Gespräch kommt – und das Resultat darin besteht, dass Ihr auf Ablehnung stoßt, zumindest aber verwundert und etwas entrückt angeblickt werdet?

Ganz falsch sind sicherlich die Bemühungen, andere Menschen belehren zu wollen. Auch hier gibt es immer wieder Vertreter der Kirche, die diesen Kurs fahren. Meiner Ansicht nach sollten Gläubige ihren Glauben zwar vertreten, dabei aber ganz offen mit anderen diskutieren. Insofern ist ein Video wie “Kaffee und Kirche” als Impuls vielleicht ganz sinnvoll, um sich noch einmal in dieser Hinsicht zu hinterfragen.

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Beste Predigt 2009: Gottes Wort in TV, Internet und Rundfunk

Mal ganz ehrlich: Die Kirchen sind schon mit dem Vorurteil langweiliger Predigten behaftet. Umso mehr freut es mich, dass auch in diesem Jahr wieder die “Beste Predigt” durch den “Verlag für die Deutsche Wirtschaft” geehrt wird. In den alljährlich eingereichten Beiträgen zeigt sich, wie aktuell, alltagsnah und bewegend Predigten wirklich sein können. Hier wirkt nichts angestaubt oder antiquiert, sondern modern und zeitgemäß.

Die Realität nicht aus den Augen verlieren – dies ist auch das Thema der 2005 prämierten Predigt von Pfarrerin Sylvia Bukowski:

“Viele Menschen kehren der Kirche den Rücken. Das ist eine Tatsache, die viele von uns beschäftigt, zumal dafür nicht nur finanzielle Erwägungen ausschlaggebend sind, sondern oft auch enttäuschte Erwartungen. Was bedeutet das für uns in der Gemeinde? Was müssen wir ändern? Mit dieser Frage im Kopf lese ich, dass auch schon Jesus die Menschen in Scharen davongelaufen sind. Wie konnte es dazu kommen? Bei Jesus liegen doch ganz bestimmt nicht die Versäumnisse vor, die man uns – oft zu Recht – nachsagt: Versäumnisse an Achtsamkeit, an Glaubwürdigkeit, an bewegenden Predigten, an Toleranz…”

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch unter den 2009 eingesendeten Predigten die einen oder andere dabei sein wird, die vor diesem Hintergrund zu den Menschen spricht. “Glauben” hat schließlich auch etwas mit Hoffnung zu tun… und an unsere Hoffnungen sind immer auch gewisse Erwartungen geknüpft.

Kirche in den Medien: Das Motto von “Beste Predigt 2009″

Man darf wieder einmal sehr gespannt sein, welche Predigt diesen “Spagat” zwischen Glaube und Alltag hinbekommt und so dazu beiträgt, die Distanz zwischen diesen, eigentlich ja zusammenhängenden Bestandteilen unseres Lebens zu überwindet. Selbstverständlich geht es auch hier nicht ohne Erwartungen vonstatten. So soll “die biblische Botschaft einer medialen Öffentlichkeit verkünde[t werden] und einem Publikum vermitteln, das auch über die im engeren Sinne kirchlich sozialisierten Kreise hinausgeht.” Die Medien nutzen, um mehr Menschen zu erreichen. In gewisser Weise geht es darum ja auch auf iChurch.

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Kirche und Marketing gehören zusammen

Heute möchte ich Euch meinen Namensvetter Thomas Brand (XING-Profil) vorstellen: Er ist (fast) 42 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder im Alter von 1/4 bis 19 Jahre. Thomas lebt mit seiner Familie in Bochum, ist examinierter Krankenpfleger, Diplom-Journalist, Hobbygärtner, -musiker, -bastler, und -badmintonspieler. Ostern 2006 wuchs bei ihm der Wunsch, wieder mehr Halt, Geborgensein und Nähe bei Jesus zu finden. Er entdeckt im Laufe des Jahres mit der Hilfe Gottes, seines Pastors und einer tollen Gemeinde, dass es eine gute Entscheidung ist, sein Leben an der Bibel auszurichten.

Thomas Brand PR

Thomas ist seit 1996 in Sachen PR unterwegs, teilweise selbstständig, teilweise abhängig beschäftigt. Vor 1 1/2 Jahren mündet seine Unzufriedenheit als Mitarbeiter in der Entscheidung, ein guter Chef zu werden und sich als PR-Berater selbständig zu machen. Seine Kunden kommen aus dem säkularen, dem Non-Profit- und dem kirchlichen Bereich. Ich spreche mit ihm über die Wirkung und die Vorteile von Öffentlichkeitsarbeit für unsere Gemeinden.

Thomas, mit Deiner Erfahrung in Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus arbeitest Du für Organisationen mit christlichem Hintergrund. Was machst Du da genau?
 
Von PR-Beratung bis zur Umsetzung von öffentlichkeitswirksamen Projekten alles, was mit Information auf überwiegend sachlicher Ebene zu tun hat. Wenn es um stärker emotionale Information – also Werbung – geht, frage ich Kollegen. Konkret: Für die Christliche Wirtschaftskonferenz mache ich die Pressearbeit, schreibe Presseinformationen, halte Kontakt zu Journalisten, organisiere Pressekonferenzen. Für das Christival 2008 in Bremen mache ich das Textkonzept der Webseite – natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Webdesigner – und die Qualitätskontrolle der Texte.

Worin liegt der Unterschied zwischen der Arbeit fürs Business und der Arbeit für “die Kirche”?

Ich bin erst ein halbes Jahr dabei, deshalb ist die folgende Verallgemeinerung mit Vorsicht zu genießen: Das Budget bei kirchlichen Einrichtungen scheint kleiner und die Menschen in kirchlichen Einrichtungen machen ihre Arbeit öfter aus Überzeugung. Beides hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil am kleinen Budget: Man macht nur das, was wirklich notwendig ist. Der Nachteil: Es gibt so gut wie keine Experimente. Der Vorteil an den überzeugten Mitarbeitern ist die Begeisterung. Sie steckt an. Der Nachteil: Manchmal fehlt die kritische Distanz zur eigenen Arbeit – aber das hat man natürlich in “normalen” Unternehmen auch.
 
Kirche und Marketing – passt das überhaupt zusammen?

Es gehört zusammen! Vereinfacht gesagt: Der Christ nennt es Mission, der Betriebswirtschaftler Marketing. Das ist das Schöne an meiner Arbeit: Ich kann meine PR-Kompetenz letzten Endes dafür einsetzen, Jesus einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das mache ich, indem ich die Institutionen dabei unterstütze, Präsenz zu zeigen, Interesse zu wecken, Menschen zu überzeugen. Es muss nicht in jeder Pressemitteilung das Wort “Jesus” auftauchen: Wer sich aufgrund der PR mit der Einrichtung auseinandersetzt, wird irgendwann Jesus begegnen.

Inwieweit spielt das Internet bei der Öffentlichkeitsarbeit eine Rolle?

Ohne das Internet geht es überhaupt nicht mehr.

  • Die Kosten: Mit einem Klick schicke ich Nachrichten per E-Mail in die ganze Welt.
  • Die Aktualität: Ich kann zeitnah jede aktuelle Entwicklung einer Organisation erläutern. Die Informationsmenge: Jeder kann sich so informieren wie er möchte, indem die Internetseite unterschiedliche Informationstiefen anbietet.
  • Der Zeitgeist: Junge Menschen wachsen mit dem Internet auf. Wenn Kirche da nicht drin ist, ist sie bei jungen Menschen bald out.

Wie kann die Kirche die Neuen Medien noch besser nutzen, um Menschen zu erreichen?

WWW steht ja für “weniger wichtiges weglassen”. Deshalb: Sich entscheiden, was wichtig ist, und das nach vorn stellen. Alles andere nur in einer zweiten oder dritten Ebene anbieten. Nur das online stellen, was dem Leser nutzt. Diesen Nutzen sehr deutlich machen. Auf aufwändige technische Lösungen verzichten. Barrierearm arbeiten. Wer das beherzigt, bietet einem Surfer rasch die Informationen, die er sucht.
 
Vor welchen Herausforderungen stehst du zur Zeit bei Deiner Arbeit? Wo kannst Du Unterstützung gebrauchen?

Interviews für iChurch pünktlich fertig zu bekommen und dabei das Tagesgeschäft nicht zu vernachlässigen. Dann gibt es den Endspurt bei der Christlichen Wirtschaftskonferenz, die am 1. März über die Bühne geht. Parallel muss eine Mitarbeiterzeitschrift fertig werden. Am 23. Februar ist die “Nacht der Liebenden” im Bochumer Planetarium, die ich konzeptionell und mit PR begleite. Und noch dies und das. Es ist viel – aber es macht Riesenspaß. Unterstützung brauche ich ständig von Gott und bin dankbar, dass ich sie in so vielen unterschiedlichen Situationen erfahre.
 
Noch ein Wort zum Schluss?

Psalm 139,5-12: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag.

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Kirche 2.0

Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

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