Bin bei Sven Reber gerade auf einen tollen Videocast von Jugend-Evangelist Gofi Müller gestoßen. Bei “karacho tv” werden Wartende an Bushaltestellen gefragt, ob sie von Gofi & Team mitgenommen kostenlos mitgenommen werden sollen. Der “Haken” an der Sache: Ein Interview, das später bei Youtube ausgestrahlt wird. Seht selbst (Folge 1 von 5):
Vier weitere Folgen stehen schon bereit, in denen Christen wie Nicht-Christen persönlich, aber immer sehr locker zu ihrem Glauben befragt werden. Gofi Müller schafft es in seiner gewohnt freundlich-direkten Art, wirklich tolle Antworten von den Fahrgästen zu erhalten. Auf der “karacho tv”-Website wird die Aktion als Prototyp für eigene Videocasts vorgestellt:
“karacho tv” ist ein Projekt, das du leicht kopieren kannst. Ihr müsst zu dritt sein: Eine/r fährt, eine/r filmt, eine/r stellt die Fragen. (…) Starte karacho tv in deiner Stadt oder in deinem Ort und lade die Filme ins Internet hoch. Let’s start a movement!
Eine Bewegung starten, ist immer gut; aber leichter gesagt, als getan. Und so trüben drei wichtige Punkte meine Freude, die vermutlich die Kettenreaktion verhindern werden:
Wenn “karacho tv” wirklich anstecken soll, dann darf die Aktion nicht zaghaft vor sich hinglimmen, sondern muss hell lodern. Und dafür ist - in meinen Augen - gar nicht so viel Aufwand nötig. Ich kann mir vorstellen, dass mit ein bisschen Feintuning die Qualität der Clips und des Weblogs zu steigern ist. Und ich bin sicher, dass die Jungs & Mädels von sevenload einen eigenen Kanal im Bereich “Religion” zur Verfügung stellen würden, denn da sieht es bislang noch recht mau aus. Allerdings gibt es bei sevenload bereits einen anderen Sender, der ähnlich heißt (”KarachooTV”). - Wobei der Name sicher die kleinste Hürde wäre, wenn es um eine bessere Promotion geht, oder?
Was denkt Ihr? Hat “karacho tv” genügend Hitze, um andere anzustecken?
Verwandte Artikel zu diesem Beitrag:Keine Sorge: Es liegt mir fern, das Niveau dieses Weblogs unter die Gürtellinie zu schieben. “MyNakedPastor” ist eine Aktion der Flamingo Road Church in Florida (USA) und bietet nicht wirklich nackte Tatsachen, sondern meint Nacktheit in einem anderen Sinne:
The lead pastor, Troy Gramling, at Flamingo Road Church is getting naked! No…not that kind of naked, a new kind of naked. A nakedness that isn’t embarrassing; a nakedness that God would say is cool.
Troy will be on a 24-hour webcam for five weeks in four locations: house, car, hotel, and office. Every day, all day, we will see his life in a fishbowl - the good, the bad, the great, the ugly.
Am 9. September beginnt die “Truman-Show” von Hauptpastor Troy Gramling, der mit der Aktion keinesfalls die Gemüter beleidigen möchte:
The more transparent (naked) we get, the more God can do amazing things through us. We weren’t created to be people in hiding, concealment, or shame, we were created to be real, naked and unashamed.
In jedem Fall wird die Zur-Schau-Stellung á la “Big Brother” für Aufmerksamkeit im Web und in den christlichen Medien sorgen. Nicht, dass die Idee ansich neu wäre. So bietet etwa Justin.TV Usern die Möglichkeit, einen eigenen Webcam-Kanal zu erstellen, in dem sie sich rund um die Uhr so lange sie wollen von Internet-Usern über die Schulter schauen lassen können.
Ich persönlich finde diese “Beobachte mich!”-Sendungen total langweilig! Ich sehe mir schon selbst beim Zähneputzen und Nasebohren zu, wieso sollte ich mir dann auch noch den Tagesablauf von Troy soundso aus Florida antun? Aber vielleicht habt Ihr ja gute Gründe, wieso Euch die Aktion - über die reine Aufmerksamkeitssteigerung hinaus - sinnvoll erscheint. Dann her mit Euren Kommentaren!
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Mit dem PR-Verantwortlichen der Lifeline-Gemeinde in Herne, Marcus Jelinek, habe ich über den Einsatz der Neuen Medien gesprochen und ihn gefragt, ob Web 2.0 auch bei Ihnen bereits angekommen ist. Marcus studiert Theologie und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum und engagiert sich ehrenamtlich im Projekt, das im Sommer 2006 offiziell gestartet ist. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Pflege der Website auch Print-Werbung und Pressearbeit.
Marcus, Ihr habt das Lifeline-Projekt vor einem Jahr offiziell gestartet. Worum geht es dabei genau?
Mit Lifeline möchten wir eine neue Gemeinde, am besten sogar ein christliches Lebenszentrum, in Herne aufbauen. Unser Ziel ist es, dass Menschen im Ruhrgebiet Jesus finden und sich als seine Nachfolger für ihr Umfeld engagieren. Wir gehen dabei Wege, die für viele Menschen ungewöhnlich erscheinen - zum Beispiel veranstalten wir Gottesdienste in Kinos, Kneipen oder städtischen Einrichtungen. “Hauptsache anders” ist dabei allerdings nicht unser Motto. Doch wir möchten Menschen erreichen, die normalerweise nicht in die Kirche gehen. Darum finden unsere Gottesdienste auch um 16:00 Uhr statt. Neben “religiösen Veranstaltungen” engagieren wir uns aber auch im sozialen Bereich (im Moment in einem Asylbewerberheim).
Ihr habt früh damit angefangen, Eure Website aufzubauen - wieso?
Die Website gab es schon vor meiner Zeit und wurde maßgeblich von Alexander Kampmann und Markus Meier gestaltet - nun gehört sie aber zu meinem Aufgabenbereich. Zunächst waren es sehr pragmatische Gründe: Unser Team (das mittlerweile im Raum Herne wohnt) lebte anfangs quer in Deutschland verteilt. Wir brauchten also eine gemeinsame Informations-Plattform. Mit der Zeit wuchs die Seite, weil wir auch anderen Menschen diese Informationen zur Verfügung stellen wollten: Freunden, Interessenten, Sponsoren, Entscheidungsträgern - und nicht zuletzt unseren Gästen aus Herne.
Was sind Eure Ziele mit der Lifeline-Website und wie erreicht Ihr sie?
Die Informations-Übermittlung steht, wie gesagt, im Vordergrund. Themen, Termine und Adressen werden ständig aktualisiert, damit wir bei unseren Veranstaltungen nicht alleine dasitzen. Dabei haben wir sowohl unsere “Stammkunden”, als auch Leute im Blick, die noch nichts über uns wissen. Denn über das Internet kann man wunderbar Werbung machen (z.B. in Veranstaltungskalendern) - und ein Flyer mit Web-Adresse wirkt um einiges ansprechender als ein “anonymer Zettel”. Wir haben auch schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass durch die Website Vorurteile und Bedenken gegenüber unserem Projekt abgebaut wurden. Manche hatten Angst, es mit einer Sekte zu tun zu haben. Nach dem Besuch unserer Website waren diese Bedenken ausgeräumt und eine fruchtbare Zusammenarbeit wurde möglich.
Ihr habt vor einigen Wochen eine “Web 2.0-Offensive” gestartet, was genau verbirgt sich dahinter?
Wir haben drei neue Module eingebaut: Einen Video-Podcast, einen Chat und ein Forum. Im Video-Podcast laden wir regelmäßig unsere Predigten hoch, die wir im Gottesdienst mitschneiden. Zahlreiche Klickt verraten uns, dass der Predigt-Podcast keine schlechte Idee war. Dazu kommt ein Seelsorge-Chat, der einmal pro Woche betreut wird. Das Forum ist dazu gedacht, über Gott und die Welt, das Leben in Herne und die Inhalte vom Video-Podcast zu diskutieren. Bisher erfreut sich unser Forum allerdings noch keiner großen Beliebtheit - da muss noch nachgebessert werden.
Welche Vorteile bieten diese neuen Funktionen?
Die Vorteile liegen auf der Hand: Jeder kann sich unsere Predigten anhören (und anschauen) ohne im Gottesdienst zu sein. Die Botschaft erreicht also ein größeres Publikum. Man kann sich die Predigt aber auch noch einmal zur Vertiefung anhören - oder reinschauen, wenn man einen Gottesdienst verpasst hat. Man ist also immer up to date. Außerdem erhöht sich die Frequentierung der Website und die Relevanz für Google o.ä. - manche waren auf der Suche nach “Video” und “Herne” und sind bei uns gelandet - wunderbar. Im moderierten Chat wird die Möglichkeit zu einer anonymen, aber dennoch privaten Kontaktaufnahme geboten - auch das ist uns wichtig.
Welche Pläne hast Du, um das Thema in Zukunft noch weiter voran zu bringen?
Wir bauen gerade unsere Fotogalerie aus - von nahezu jeder Veranstaltung wird es professionelle Fotos geben, die wir noch gut sortieren müssen. Denn bisher sind wir mit einer einfachen “Liste” ausgekommen. Das Video-Angebot soll auch ausgebaut werden - es soll noch mehr Infos über uns, Veranstaltungs-Tipps und persönliche Einladungen geben. Außerdem ist eine reine Internet-Evangelisation per Video-Podcast geplant. Aus zeitlichen Gründen wird das aber noch etwas dauern. Wichtiger als völlig neue Elemente ist mir im Moment aber, dass wir die bisherigen Funktionen gut pflegen und regelmäßig auf den neuesten Stand bringen - denn nichts ist schlimmer als eine unaktuelle Seite oder ein halb fertiges Projekt.
Noch ein Wort zum Schluss?
Schaut euch doch mal unter www.lifeline-herne.de um und gebt uns etwas Feedback. Wir werden sehen, was wir noch optimieren können.
Dieser Artikel wurde von Finn Facklam verfasst, einem 17-jährigen Schüler, der vor einiger Zeit ein Praktikum in der Agentur Thoxan durchgeführt hat.
Schon vor einiger Zeit haben Christen auf YouTube und andere Videoplattformen reagiert. Der Lohn ihrer Mühen heißt “GodTube“ und stammt wie sein berühmtes Vorbild aus den USA; ist somit ausschließlich in Englisch verfügbar. Genau wie auf YouTube kann man auf GodTube Videos hochladen und anderen zur Verfügung stellen. Der Unterschied ist, dass man auf GodTube größtenteils christliche Videos findet und dass GodTube die Videos deutlich schneller lädt.
Die über 9000 Videos handeln alle von Glauben und Religion, gehen damit aber sehr unterschiedlich um. Neben Mitschnitten von ganzen Gottesdiensten gibt es viele selbstgedrehte Videos von Privatpersonen, die oft von Themen wie „Werte“ oder „Glaube heute“ handeln.
Ein sehr interessantes Extra ist sicherlich neben den ganzen Videos die Friends-Funktion. So können Menschen, die gern religiöse Angebote im Web 2.0 wahrnehmen, schnell Ihresgleichen finden und sich über ähnliche Projekte wie GodTube austauschen oder den anderen Nutzern gute Videos empfehlen. Ein anderes Extra ist das GodTube Blog. Es ist noch sehr jung und freut sich sicherlich über neue Leser. Im Blog gibt es regelmäßig Neuigkeiten zu guten Videos auf GodTube oder es werden Fernsehauftritte der GodTube-Macher angesagt.
Auf der einen Seite finde ich die Idee von GodTube toll, da es meines Wissens das einzige Projekt ist, bei dem kirchliche Angebote in Videoform zentral verwaltet werden und damit eine der Grundfunktionen des Web 2.0 nutzen. Die Idee hat schon bei YouTube super funktioniert, wieso nicht auch bei einem christlichen Videoportal? An der Anzahl der Videos sieht man, wie viele Christen nicht nur begeistert Videos anschauen, sondern diese auch fleißig erstellen und hochladen.
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob man eine speziell “christliche” Videoplattform überhaupt braucht. Meiner Meinung nach braucht man sie nicht, da interessierte Internetuser die Videos unter den richtigen Stichworten auch bei YouTube & Co finden könnten. Zudem halte ich einige der Videos für sinnlos, da dort einfach kein Inhalt vermittelt wird. Die Mitschnitte von Online-Gottesdiensten kann man sich auch auf diversen TV-Sendern anschauen.
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Podcasts sind in aller Munde bzw. in aller Ohren. Es handelt sich dabei um Medienbeiträge im Audio- oder Videoformat (auch als “Videocast” bezeichnet), die in der Regel kostenlos im Internet angehört oder heruntergeladen werden können. Das Wort “Podcasting” setzt sich aus den Wörtern “iPod“ und „Broadcasting“ (engl. Radiosendung) zusammen.
Podcasts können ganz einfach über eine spezielle Software, dem so genannten “Podcatcher“, bezogen werden. Sie sorgt dafür, dass die jeweils aktuelle Folge automatisch abgerufen wird. Dafür bieten die meisten Podcast-Websites spezielle Links, so genannte “RSS-Feeds” an.
Welchen Nutzen können Kirchengemeinden aus Podcasts ziehen? - Einige Beispiele möchte ich heute kurz vorstellen:
Ihr habt noch weitere gute Ideen & Links? - her damit! Kurzer Kommentar genügt.
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