Die Umkehr des Klingelbeutel-Prinzips

Das ist doch mal eine tolle Marketing-Aktion: Die Watermark Community Churchübrigens: tolle Internetseite! – aus Dallas (Texas, USA) hat im Dezember 2005 insgesamt 30.000 $ an Besucher des Gottesdienstes verschenkt. Jeder Teilnehmer erhielt einen Umschlag mit unterschiedlichen Beträgen zwischen 5 und 1000 $. Einzige Bedingung: Die Empfänger sollten das Geld zur Ehre Gottes nutzen und die Nachricht von Jesus Christus verbreiten.

Pastor Todd Wagner beschrieb die Aktion als eine Möglichkeit, das Gleichnis von den Talenten (Mt. 25, 14-30) in die Tat umzusetzen:

Some of the money helped build a well in Africa. Some bought Christmas presents for the suffering and needy. Each attendee was entrusted with the responsibility to be a good steward of what they were given.

[via churchrelevance]

So eine Aktion erfordert neben dem nötigen Kleingeld in der Gemeindekasse natürlich Vertrauen zu den Gemeindegliedern, setzt dann aber ungeheure Energie frei. Was ich besonders spannend finde, sind die folgenden drei Punkte.

  1. Die Höhe des Geldbetrags in meinem Umschlag ist zunächst unbekannt. Ob ich fünf oder 1000 Dollar zur Verfügung habe, sehe ich erst, wenn ich den Umschlag öffne. So schenkt auch Gott verschiedene Gaben, egal ob ich ein großer Leiter, ein feuriger Evangelist oder ein Helfer im Reinigungsteam bin, – Gott schätzt mich als Person wert, nicht meine Leistung.
  2. Jeder Empfänger kann selbst entscheiden, was er mit seinem Geldbetrag zur Ehre Gottes tut. Es ist ein exzellenter Vergleich zu den Gaben, die Gott uns schenkt. Wir stehen selbst in der Verantwortung, diese Gaben nach unseren Vorlieben auszuleben. So kann ein Leiter sowohl die Kinderarbeit, als auch die Seniorengruppe koordinieren oder die Finanzen unter seine Fittiche nehmen.
  3. Die Verantwortung zur Verwendung des Geldes wird von wenigen (Gemeindeleitung) auf viele (alle Gemeindeglieder) übertragen: So kann sich die Wirkung multiplizieren. Außerdem identifiziert sich jeder mit der Aktion, weil er konkret sehen kann, was mit seinem Anteil erreicht wurde.

Natürlich hat die „Umkehr des Klingelbeutel-Prinzips“ auch für positive Außenwerbung gesorgt. Wo gibt es schon eine Kirche, die nicht sammelt, sondern Geld verschenkt? Das war der Presse auf jeden Fall eine Nachricht wert. Weiterführen könnte die Gemeinde die Aktion z.B. durch die Einrichtung eines Weblogs, wo über einzelne Verwendungen des Geldes berichtet wird oder durch kurze Videoclips von Projekten, denen das Geld zu Gute kommt. So würde die Multiplikation sich noch weiter fortsetzen.

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Jesus.de hat eine Vision fürs Web 2.0

Klasse, was die Online-Plattform www.Jesus.de da vorhat:

Im Moment steht Jesus.de vor der größten Herausforderung in seiner Geschichte. Wir stehen vor einem kompletten Umbau von Jesus.de – inhaltlich wie technisch.

Wir wollen den Aspekt „Community“ erheblich ausbauen und dabei die Ansätze von StudiVZ & Co. verantwortungsvoll aufgreifen. Am Ende steht die Vision, Christen noch besser miteinander zu vernetzen und vor allem: Die Nutzung so attraktiv zu machen, dass Nichtchristen in Kontakt mit von Jesus überzeugten Menschen kommen.

Jesus.de

Gleichzeitig müssen wir die veraltete Technik und Programmierung runderneuern und zukunftsfähig machen. Wir müssen uns einen komplett neuen Serverpark anschaffen, um die vielen Zugriffe zu bewältigen. Zudem sind Grundstruktur und viele Zeilen Quellcode noch aus dem letzten Jahrtausend. Das belastet die Geschwindigkeit, Stabilität und Sicherheit vor Hackerangriffen. Vor allem aber brauchen wir Möglichkeiten, neue Angebote sauber und ohne Altlasten mit modernen Programmiersprachen entwickeln zu können. (Quelle: Jesus.de-Newsletter vom 16.11.2007)

Für viele Christen ist Jesus.de die zentrale Anlaufstelle im Web, um nach spannenden Internetseiten zu suchen, sich mit anderen Christen in Foren, Chats und Blogs auszutauschen oder sich über aktuelle Veranstaltungen zu informieren.

Rund 10 Mio. Mal wird Jesus.de inzwischen jeden Monat angeklickt, 60 Mitarbeiter kümmern sich haupt- und ehrenamtlich um Pflege und Inhalte. Und dass heute täglich bis zu 5.000 neue Beiträge in den Foren von Jesus.de verfasst werden, hätten wir vor zehn Jahren, als Jesus.de gegründet wurde, ganz bestimmt nicht gedacht.

Ich finde es super, dass sich Jesus.de nicht auf den bisherigen Erfolgen ausruht, sondern weitere Schritte unternimmt, um weiterhin zeitgemäß und modern zu arbeiten. Für die Umsetzung der Ziele sind allerdings viele helfende Hände und vor allem offene Portemo… Geldbörsen nötig:

Die Umsetzung der Ideen, die neuen Server, die neue Programmierung, Sicherheitsprüfungen und Umzug… alles in allem wird das „neue Jesus.de“ etwa 80.000 € kosten. Diesen Betrag benötigt die Plattform im kommenden Jahr zusätzlich zum laufenden Haushalt. Jesus.de bittet deshalb, bei der Realisierung zu helfen.  

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Girls4God für Prinzessinnen 2.0

Girls4God - ER gab Dir einen Wert!

Über das heutige Interview freue ich mich besonders, schließlich habe ich vor nicht allzu langer Zeit beklagt, dass es kaum (christliche) Bloggerinnen und vergleichsweise wenig weibliches Engagement in den Neuen Medien gibt. Die Plattform Girls4God hingegen richtet sich ausschließlich an Mädels – Grund genug, mit Projektleiterin Annika darüber zu sprechen. Sie ist 24 Jahre alt und studiert im 5. Semester Soziale Arbeit/ Diakonie an einer ev. Fachhochschule in Süddeutschland.

Annika, Girls4God ist eine besondere Web-Plattform für Mädels. Was steckt genau dahinter?

Wir haben gemerkt, dass es speziell für Girls im Internet so gut wie keine Angebote gibt und so entstand die Ermutigungs-Website Girls4God. Gott hat uns die Idee dazu geschenkt und ich spüre, wie er dahinter steht, es sein „Mädchen“ ist, das ich betreuen darf.

Ihr habt mit Girls4God eine recht umfangreiche Website im Netz. Wieso diese starke Fokussierung auf das weibliche Geschlecht? Reichen Euch die Angebote wie Christeens, Youthweb o.ä. nicht aus?

Wie schon gesagt, liegt der Schwerpunkt von Girls4God auf „Ermutigung“; und das auf ganz verschiedene kreative Art und Weise, durch Gedichte, Bilder, Texte, Lieder, Statements etc. Unsere Message ist, dass Gott in jedem Mädchen eine PRINZESSIN sieht. Es geht um Wert und Würde, die Gott jedem Mädchen geschenkt hat und darum, die eigene Identität in Gottes bedingungsloser Liebe zu suchen und zu finden. Wenn Gott unser König ist und wir seine Töchter, dann sind wir
„Königstöchter“ und damit „Prinzessinnen“.

Wie können Christen/Innen die Möglichkeiten der Neuen Medien noch besser nutzen? Was tragt Ihr dazu bei?

Die „neuen Medien“ bieten die Möglichkeit, den persönlichen Glauben öffentlich zu machen. Wer einen Blog im Internet einrichtet und ehrlich aus seinem Leben (mit Gott) berichtet, öffnet sein Leben ein Stück der Öffentlichkeit. Auch Foren und Chats können eine Möglichkeit zum Austausch über Glaubensfragen bieten. Girls4God hat ein Forum, in dem die Mädchen sich über Lebens- und Glaubensfragen austauschen können und Gemeinschaft erleben, soweit das online möglich ist.

Vor welchen Herausforderungen steht Ihr zur Zeit? Wo braucht Ihr Unterstützung?

Die Herausforderung ist, dass es Menschen gibt, die unsere Message und den „Prinzessinnen-Gedanken“ ins Lächerliche ziehen, weil sie nicht verstehen, dass es hier um die grundlegende Frage der Menschenwürde geht. Mädchen wird in unserer Gesellschaft vermittelt, dass sie nur etwas Wert sind, wenn sie sich einem Ideal annähern, in einer Beziehung leben oder gute Leistungen bringen. Wert und Anerkennung muss erkämpft werden. Aber Gott steht mit offnen Armen da und sagt zu seinen Töchtern: „Vertraut mir. Ich warte auf euch und möchte euch mit meiner Liebe beschenken, die bedingungslos ist.“

Noch ein Wort zum Schluss?!

Surft mal bei www.Girls4God.de vorbei – und unter www.FLY-CD.de könnt ihr eine kostenlose Ermutigungs-CD für Girls downloaden. Viel Spaß!

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Wikis bringen Gemeinden in Schwung

Stefan WaideleHeute freue ich mich über einen Gastbeitrag von Stefan Waidele, der sich schon seit einigen Jahren mit freier Software und verschiedenen Methoden rund um Web 2.0 beschäftigt. Anfang Oktober hat er auf seinem Server für das Projekt „Free Burma!“ ein Wiki zur Planung zur Verfügung gestellt. Diese Web-Technologie ist in seinen Augen nicht nur für humanitäre, politische oder wirtschaftliche Projekte nützlich, sondern erleichtert auch organisatorische Abläufe in der Gemeindearbeit – sofern sie richtig eingesetzt wird.

Wiki Spielwiese

„Wikis“ sind Internetseiten, die nicht nur von den Benutzern gelesen, sondern auch verändert werden können. Die  Wikipedia hat den Begriff Wiki auch außerhalb der IT-Szene bekannt gemacht, ihn jedoch auch stark in Richtung „Lexikon“ geprägt. Dabei wird oft übersehen, dass sich Wikis auch sehr gut als Planungsinstrument und Werkzeug zum gemeinsamen Brainstorming einsetzen lassen.

Selbstverständlich ist das persönliche Treffen zum Gedankenaustausch das beste Mittel. Jedoch ist dies aufgrund von räumlicher Distanz oder Terminproblemem oft nur beschränkt möglich. Also muss ein Teil der Planung schriftlich erfolgen. Wenn dies in einem Wiki anstatt per E–Mail geschieht, eröffnen sich hier folgende Möglichkeiten:

  • Neue Ideen können auch noch später eingebracht und auch ohne weiteres Treffen gemeinsam formuliert werden.
  • Jeder kann seinen kleinen Teil zur Planung beitragen. Gruppenmitglieder, denen das öffentliche Sprechen nicht liegt können ihre Gedanken sorgfältig formulieren und beisteuern.
  • Keine Idee geht verloren, auch wenn sie verworfen wird. Die Versionskontrolle gibt Auskunft über frühere Stände des Textes.
  • Man ist terminlich unabhängig von einander. Anstatt drei Treffen (Ideen sammeln, Möglichkeiten abklären, Entscheidungen treffen) könnte man die Ideen schon im Vorfeld in einem Wiki sammeln, und erste Rückfragen klären. Das persönliche Treffen ist dann gut vorbereitet und kann effektiv verlaufen (was mehr Zeit zum anschließenden „Austausch bei Kaffee & Keksen“ lässt… 🙂

Dieses Video spricht von einem „Camping-Ausflug“. Die beschriebene Technik ist jedoch auch ohne weiteres auf Gemeindefeste, Konfirmantenfreizeiten oder sonstige Veranstaltungen übertragbar.

Wer jetzt neugierig geworden ist, und kann auf der Wiki-Spielwiese mehr über den Einsatz von Wikis im Allgemeinen und am Beispiel der Plaung der Aktion „Free Burma!“ erfahren. Die dort erläuterten Zusammenhänge sind jedoch ohne weiteres auf Planungen in anderen Bereichen übertragen.

Das Interview selbst ist auch als Wiki angelegt. Wer noch Fragen hat ist herzlich eingeladen, diese direkt vor Ort zu stellen.

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Nightlight begeistert online für Jesus

Simon Joas von Nightlight StationDas Angebot der Nightlight Station gibt es schon recht lange im Netz. Seit 2000 ist Simon Joas mit dabei, den ich in einem Email-Interview zu den besonderen Angeboten der Internet-Plattform befragt habe. Simon ist gelernter Bankkauffmann und hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Zusammen mit dem Nightlight-Team denkt er sich ständig neue Möglichkeiten aus, wie Christen ihre Leute auf Jesus aufmerksam machen können.

Simon, was steckt hinter der Nightlight Station?

Nightlight e.V. ist eine gemeinnützige, überkonfessionelle, christliche Jugendinitiative. Kurzum: Hier arbeiten Christen, die Gott in ihrem Alltag erleben und wissen, dass sie einmal in den Himmel kommen. Fakt ist: Wer ohne Gott lebt, der hat schlechte Karten. Und das kann man doch unmöglich verschweigen. Deshalb will Nightlight für Jesus Christus begeistern! Denn jeder kann ihn selbst erleben. An ihn zu glauben, bereichert das Leben und ist die Garantie für den Himmel. Was für eine tolle Botschaft! Die muss doch raus, oder!?

Nightlight Station

Ihr habt ja eine wirklich außergewöhnliche Navigation. Wie kommt es dazu?

Das Leben ist wie eine Zugfahrt. Die Gleise liegen nicht immer eben und gerade. Manchmal tun sich Abgründe auf und man sucht nach Brücken, über die man fahren kann. Oder man bummelt gemütlich übers Land und genießt den Ausblick. Egal auf welchen Gleisen Du gerade fährst: Was wäre die Bahn ohne Bahnhof? Jeder muss mal Halt machen, auftanken, zur Ruhe kommen, nachdenken. Nightlight Station möchte ein solches Angebot für Dich sein. Deshalb sieht die Navigation wie der Fahrplan einer U-Bahn aus.

„Kirche geht Web 2.0“ – was trägt die Nightlight Station dazu bei?

Weil wir junge Leute im Blick haben, achten wir darauf, dass wir immer am Puls der Zeit sind. So verfassen wir ständig neue Flyer, Infohefte, Kalender usw. – mit knackigen Texten und stylischem Layout. Denn wenn wir die Botschaft der Bibel in zeitgemäßer Form rüberbringen, dann merken die Leute, wie aktuell sie immer noch ist. Wir machen auch interessante Radiosendungen oder ansprechende CD-Produktionen. Und seitdem Videos der totale Kult sind – YouTube lässt grüßen –, drehen wir auch professionelle Filme.

Wo liegen für Euch die Vor- und ggf. auch Nachteile von Web 2.0?

Interaktion wird bei uns ganz groß geschrieben. Unser ganzes Angebot soll ja gerade dazu motivieren, dass Jugendliche mitmachen und wir ins Gespräch kommen. Deshalb bieten wir Chat, kostenlose Hotlines, gesicherten Mailkontakt, eine Radiosendung zum Mitmachen usw. an. Denn klar: Zu den Themen, die unseren Leuten auf der Seele brennen, darf deren Meinung natürlich nicht fehlen. Die Interaktionen des Web 2.0 machen tiefgründige Gespräche und echten Austausch möglich, interessant und attraktiv.

Was sind derzeit Eure Herausforderungen?

Web 2.0 Angebote sind bei uns ein Mittel zum Zweck: Wir suchen nach Wegen und Möglichkeiten Menschen Gott nahe zu bringen. Deshalb ist der Übergang zwischen virtueller Welt und Realität spannend. Unser Wunsch ist es, dass Gespräche, die in der Anonymität des Netzes stattfinden, zu Veränderungen und Begegnungen in der wirklichen Welt führen. Darum bemühen wir uns, wenn dies auch vom Gesprächspartner gewünscht ist, diesen nach Möglichkeit an örtliche Gemeinden zu vermitteln.

Ein Wort zum Schluss?

Grundlage für die Arbeit von Nightlight ist allein die Bibel, durch die sich Gott mitteilt. Gern können alle Christen mitmachen, die das genau so sehen. Du bist herzlich eingeladen, die Arbeit besser kennenzulernen. Lass Dir zum Beispiel den regelmäßigen Infobrief oder das komplette Sortiment zukommen. Und denk daran: Ohne Gott ist jeder Mensch verloren. Aber Du kannst etwas daran ändern. Unsere Arbeit wird Dir eine gute Hilfe sein – wenn Du Dich darauf einlässt. Jetzt liegt es also an Dir!

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Christival nutzt Neue Medien richtig!

Christival 2008 in Bremen

Der heutige Artikel freut mich ganz besonders. Nachdem ich mich vor einigen Monaten über die Website des Christivals ausgelassen habe, ist eine Menge passiert. Schuld daran ist unter anderem Michael Geißler, 20 Jahre jung und mitverantwortlich für einen umfassenden Relaunch der Christival Website. Michael kommt ursprünglich aus Mittelfranken, hat im Frühjahr sein Abi gemacht und ist seit 1. August im Rahmen eines FSJ beim Christival e.V. in Marburg.

Michael hat mir verraten, dass er bei seiner Arbeit auch von meinem Artikel im iChurch-Blog profitiert hat, da er die Verantwortlichen etwas empfindsamer für das Thema Website gemacht hat und sich dadurch einige Ideen für die Website gut umsetzen ließen, was mich total freut. Im Email-Interview gibt er uns einen weiteren Einblick in die Hintergründe und Absichten, die hinter dem Redesign der Christival Homepage stehen.

Michael, erzähl doch zunächst noch ein wenig über Dich!

Mit zwölf Jahren habe ich mein erstes Exemplar der Bildbearbeitungssoftware Photoshop (damals noch Version 5.5) in die Finger bekommen und mich seitdem stets mit der Materie Webdesign befasst. Die letzten drei Jahre habe ich neben meiner Schulausbildung für eine Werbe- und Eventagentur und obendrein noch freiberuflich im Bereich Mediengestaltung gearbeitet. Neben meinem Mac und meiner DSLR gehören Badehose, Schwimmbrille und das Trikot des 1. FC Nürnberg zu meinen besten Freunden. Noch weiß ich nicht ganz genau, was ich nach meinem Jahr beim Christival machen werde; am liebsten würde ich ein duales Studium beginnen, aber leider ist das in der Medien- und Werbebranche noch sehr unüblich.

Was genau ist das Christival?

Das Christival ist einer der größten Jugendkongresse Europas und wird inzwischen zum fünften Mal ausgetragen. Nach Essen (1976), Nürnberg (1988), Dresden (1996) und Kassel (2002) erwarten wir vom 30.04. bist zum 04.05.2008 über 20.000 junge Christen in Bremen. Die Teilnehmer können sich ihr eigenes Programm weitestgehend selbst zusammenstellen, bei 16 Bibelarbeiten am Morgen, 250 Seminaren, Foren und Workshops am Nachmittag, 11 Festivals am Abend und unzähligen Angeboten im Nachtprogramm sollte sich für jeden Geschmack etwas finden. Nebenbei wird es das ganze Christival über Angebote im sportlichen, im missionarischen und im seelsorgerlichen Bereich geben und an drei Abenden werden alle Teilnehmer zu einer zentralen Veranstaltung zusammenkommen.

Dieses Mal wird das Christival unter dem Motto „Jesus bewegt“ stehen und zentrale Inhaltspunkte der Verkündigungen werden die „Ich bin“-Worte Jesu sein. Finanziert wird das Christival hauptsächlich durch die Teilnehmerbeiträge und durch Spenden, organisiert von einem Vorstand, 24 Arbeitskreisen und einer Geschäftsstelle mit meist ehrenamtlich engagierten Christen aus allen Glaubensrichtungen.

Ihr habt pünktlich zur Preview-Veranstaltung Eure neue Website relauncht. Was war Euch dabei besonders wichtig?

Bei der Konzeption der neuen Website wurde uns eine der schönsten Eigenschaften des Christivals zum Verhängnis: Als Kongress junger Christen bringt das Christival Menschen aus allen erdenklichen Gesellschaftsschichten zusammen. Das heißt aber im Umkehrschluss, dass jede erdenkliche Usergruppe unsere Website besuchen wird. Der medienkompetente Jugendliche, der morgens vor der Kaffemaschine erst den Bildschirm einschaltet, wird unser Angebot genauso besuchen wie die besorgte Mutter, die sich ein Urteil darüber bilden möchte, ob sie ihr Kind mit der Jugendgruppe nach Bremen schicken kann. Da die Anmeldung zum Christival dieses Mal ausschließlich über das Web möglich ist, wird jeder der Teilnehmer mindestens einmal auf christival.de landen, ganz egal wie häufig er im Internet unterwegs ist und wie geübt er im Umgang mit dem Medium Web ist.

Die Kunst bestand also darin, ein jugendgerechtes, modernes Erscheinungsbild ins Web zu transportieren, dabei aber eine sehr hohe, intuitive Usability zu erzielen. Gleichzeitig wollen wir natürlich mit der Zeit gehen und der Usergruppe, die das Web 2.0 lebt, auch Raum und Angebote bieten. Das durfte aber nicht zu Lasten der Bedienfreundlichkeit der Website, also zum Nachteil derer User, die nicht gewandt im Umgang mit dem Web sind geschehen.

Und zu guter Letzt mussten wir sehr sorgfältig sondieren, was sinnvoll ist. Ich hätte gerne eine Community aufgebaut, den social networking Aspekt genutzt. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass das Christival eigentlich ein fünftägiges Event ist und es ab Mitte 2008 dann durchaus wieder 6 Jahre dauern kann, bis ein neues Christival ansteht. Es wäre fast unverantwortlich, eine Community zu bauen, von der man von Beginn an weiß, dass man sie ab Mitte 2008 nicht mehr tragen kann.

Meine Vorwürfe, das Christival nutze die Neuen Medien nur halbherzig, muss ich erfreulicherweise zurücknehmen. Was sind in Deinen Augen die wesentlichen Verbesserungen in Richtung Web 2.0?

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Kostenlose Onlinehelfer für Webseiten

 Kostenlose Onlinehelfer für Webseiten

Vielen Gemeinden stehen nicht die entsprechenden Mittel zur Verfügung um sich einen professionellen Internetauftritt leisten zu können, bzw. werden Gelder eher in andere Bereiche investiert. Aus diesem Grund begegnen einem beim Aufrufen einer Gemeindeseite leider noch zu oft durcheinander gewürfelte Farben, blinkende kleine Bildchen, pixelig freigestellte oder bearbeitete Fotos – alles Dinge, die sich vermeiden lassen.

Das ganze soll kein Aufruf dazu werden, deswegen viel Geld in eine Internseite zu investieren – wenn nur wenige Mittel zur Verfügung stehen oder andere Dinge Vorrang haben, dann ist das eben so. Deshalb möchte ich hier eine Liste von kostenlosen Tools zusammenstellen, die bei der Erstellung einer Internetseite sehr hilfreich sein können, gerade wenn dieses Gebiet eher Neuland ist:

  1. Die richtigen Farben
    Die richtige Farbwahl ist mit das wichtigste Kriterium bei der Erstellung einer Webseite. Die Farbwahl prägt später den gesamten Internetauftritt. Ein harmonierendes Farbschema zu finden ist nicht immer einfach – deshalb gibt es Online-Tools wie z. B. ColorBlender, die eine gute Entscheidungshilfe sein können. Einfach eine entsprechende Ausgangsfarbe wählen und die passenden Farbwerte angezeigt bekommen – oft sogar mit Layoutvorschlag. Ähnliche Anbieter sind z. B. ColorMixers oder ColorMatch5K.Bevor wir das Thema Farbe jetzt abschließen, noch ein letzter Tipp: Um Verläufe in beliebiger Farbe oder Größe zu erstellen bietet sich der Gradient Image Maker prima an.
  2. Bildgrößen anpassen
    Bilder liegen nur selten in der richtigen Größe vor. Natürlich könnte man auf die Idee kommen, die Bilder trotzdem, so wie sie sind, auf eine Webseite zu packen und mit Hilfe der Breiten- und Höhenangabe in HTML zu „quetschen“. Das funktioniert zwar, ist aber eine sehr unschöne Variante. Die Bilder sind verzerrt und pixelig und die Dateigröße ändert sich dadurch noch lange nicht. Wie löst man das Problem am besten ohne Zugang zu einer vernünftigen Bildbearbeitungssoftware? Genau – auch das geht online – und kostenlos. Anbieter sind unter anderem:
    Resizr, PicResize oder ShrinkPictures
  3. Icons
    Icons werten jedes Layout extrem auf und können auf jeder Webseite eingesetzt werden. Als Ersatz für Aufzählungszeichen, um bestimmte Dinge hervorzuheben oder einfach nur um die Seite optisch ansprechender zu gestalten. Neben dem (noch kleinen) iChurch Iconset gibt es natürlich noch andere sehenswerte Sets die ich euch nicht vorenthalten möchte:
    YellowIcon Crystal Set, AIRE Icon Pack und The City Icons

Ich denke das allein durch das berücksichtigen dieser drei einfachen Punkte (besonders 1 und 2) viele Webseiten wesentlich anders aussehen könnten. Selbst wenn man nicht der größte Fan von Icons oder aufwendigen Layouts ist – eine schöne Farbwahl und sauber zugeschnittene / angepasste Bilder lassen eine Seite direkt ganz anders wirken.

Wenn ihr noch Links zu anderen guten Onlinetools habt oder sonstige Vorschläge was das Thema angeht, schreibt einfach in die Kommentare.

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Ich will leben!

Ichwillleben.eu 

Mit der Online-Community „ichwillleben.eu“ geht das christliche Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ einen großen Schritt in Richtung Web 2.0. Grund genug, diese Plattform und den Mann hinter den Kulissen, Klaus Popa, im iChurch-Weblog vorzustellen. 

Klaus PopaKlaus, bitte stell Dich zunächst kurz vor!

Seitdem ich ein kleiner Junge war, wollte ich entweder Künstler oder Prediger werden. Nach dem Abitur habe ich in München Grafik- und Kommunikations-Design studiert und dort als Designer gearbeitet. Danach habe ich in Österreich, England und Holland Theologie studiert. Ergänzend habe ich eine Ausbildung in Christlicher Seelsorge und Beratung gemacht. Nach dem Theologie-Studium habe ich in der Kirchengemeinde Marienhöhe in Darmstadt und bei der Stimme der Hoffnung, dem Medienzentrum der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das einjährige Predigerpraktikum gemacht. Momentan bin ich beim Medienzentrum verantwortlich für den Bereich Mission und Neue Medien. Ich entwickle Konzepte zur Nutzung des Internets für Evangelisation. Persönlich interessiere ich mich für Geschichte, Kunst und Design, Architektur, Theologie und Philosophie. Ich liebe den Süden, den Sommer, das Meer, Italien und italienisches Essen. Vor allem aber möchte ich Menschen für ein Leben, wie Gott es für jeden von uns gemeint hat, begeistern.

Ichwilleben.eu ist ja ein Projekt der „Stimme der Hoffnung“, einem christlichen Medienzentrum. Beschreib doch mal kurz, was hinter dieser Idee steckt!

Ichwillleben.eu drückt zunächst einmal eine Überzeugung und eine zutiefst menschliche Sehnsucht aus. Eine Sehnsucht die keine Unterschiede macht. Jeder Mensch will leben. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Kultur, Religion und Zeit. Wir alle wollen leben – deswegen unser Name. Ganz praktisch ist ichwillleben.eu eine Community, eine Ansammlung junger Menschen, die ihr Leben als eine Reise betrachten. Wir wissen, dass wir Teil einer Geschichte sind, Gottes Geschichte mit dem Menschen, ja mit jedem einzelnen von uns. Diese Geschichte, die vor langer Zeit ihren Anfang nahm, gilt es zu entdecken, zu leben und zu begreifen. Das Annehmen dieser Geschichte erhebt jeden einzelnen Menschen aus einer sinnlosen, unpersönlichen Zufälligkeit in ein sinnvolles und bedeutendes Leben hinein. Deswegen erzählen wir von dieser Geschichte und auch von unserer eigenen Reise, unseren guten und schlechten Erfahrungen, unserem persönlichen Glauben und unserem Alltag. Wir sind davon überzeugt, dass wenn sich viele einzelne Wege kreuzen, und wir gemeinsam die Reise antreten, dann stehen uns große Abenteuer bevor. Darauf freuen wir uns.

Welche Features bietet Euer Portal und wie unterscheidet es sich von anderen Communities?

Ich weiß nicht, ob wir uns von den anderen Communities unterscheiden, ich kenne sie auch nicht alle. Entscheidend ist uns nicht so sehr, ob wir uns unterscheiden. Wir wollen auch nicht mir den großen Communities konkurrieren. Das könnten wir auch nicht, dafür fehlen uns die Mittel. Sondern uns ist wichtig, dass wir eine Plattform aufbauen, die unserer Community alle notwendigen Tools zur Verfügung stellt, um erstens die Geschichte Gottes mit dem Menschen zu entdecken und zweitens über ihre eigene Reise zu erzählen. Das ehrliche, schonungslose und existentielle Erleben, Besprechen und Teilen der Wirklichkeit, das interessiert uns. Das soll durch Gespräche, Texte, Bildern, Videos, Animationen, Sounds und vielfältigen Aktionen und Events usw. geschehen. Wenn wir dieses Ziel erreichen, dann werden wir dankbar und zufrieden sein.
Im Bereich „das Leben“ haben wir mit der gemeinsam Reise in die uns fremde und unbekannte Welt, in die Zeit des Anfangs, begonnen. Dort können die User sich Videos anschauen und kommentieren. Vor allem können die in einem wiki-Bibel-Kommentar über die Texte diskutieren.
Im Bereich „mein Leben“ können sie die persönlichen Erfahrungen und Gedanken anderer User lesen und ihre eigenen veröffentlichen. Sie können Gebetsanliegen zuschicken. Und sie können über ihre Sorgen sprechen. Ihnen wird zugehört und sie können in ihrer Not Rat und Hilfe erhalten. 

„Kirche geht Web 2.0“ – bei Ichwilleben.eu spürt man das! Welche Vorteile bietet das Mitmach-Netz für die Kirche?

Im Kern des christlichen Glaubens stehen Beziehungen – die Beziehung zwischen Mensch und Gott und die Beziehung zwischen Mensch und Mitmensch. Das Internet der Anfangszeit war aufgrund vielerlei Faktoren hauptsächlich ein Informationsmedium. Der User hatte die Möglichkeit, sich die vielfältigsten Informationen zu jeder von ihm gewünschten Zeit zu besorgen. Auch Kirchengemeinden haben sich durch eigene Websites im Internet vorgestellt, über Veranstaltungen und Programme informiert und es für Mitglieder als auch für am Glauben interessierte Menschen leichter gemacht, ihre Mitarbeiter zu erreichen. Das war ein riesen Fortschritt. Dennoch blieb es oft bei einer Oneway-Kommunikation d.h. man kommunizierte nur in eine Richtung – vom Betreiber der Webseite zum User und nicht umgekehrt.
Das Web 2.0 ermöglicht einen Austausch in beiden Richtungen. Nicht nur der Betreiber der Website, z.B. eine Kirchengemeinde, informiert, sondern auch der User hat eine Stimme. Und von dieser Stimme macht er Gebrauch. Er kommentiert die Inhalte einer Webseite. Er schafft selbst Inhalte – hier denke ich an das viel gebrauchte Wort „user generated content“. Er bringt sich ein. Somit werden beide Kommunikationspartner sichtbar, sie begegnen sich als Gegenüber. Es kommt zum Austausch. Beziehungen werden aufgebaut. Dadurch entsteht Community. Das Ziel des Christentums ist nicht die Weitervermittlung von Informationen, sondern das Ermöglichen von Beziehungen. Beziehungen sind Ziel des Lebens. Das Web 2.0 fördert Beziehungen, deswegen ist diese Entwicklung so wertvoll.

Was sind zur Zeit Eure Herausforderungen?

Unsere Vision für die ichwillleben-Community ist größer, als unsere momentanen Möglichkeiten sie umzusetzen. Unser kleines Team steckt voller Ideen und Konzepte. Jeder im Team ist begeistert vom Gedanken an der Entstehung einer Community zu arbeiten, die sich ehrlich, schonungslos und existentiell mit dem Leben auseinandersetzt und dies auch zum Ausdruck bringt. Deswegen werden wir alles in unsere Macht Stehende tun, dass unsere Vision Wirklichkeit wird. Die größte Herausforderung ist jedoch die Zeit. Es geht uns zu langsam. Die Kapazitäten unseres kleinen Teams sind leider begrenzt. Wie gern hätten wir noch mehr Stunden am Tag zur Verfügung. Wenn wir jedoch mehr Mitarbeiter und mehr finanzielle Mittel hätten, dann könnten wir schneller sein. Zur Zeit arbeiten wir mit einem ganz geringen Budget. Eigentlich versuchen wir, ohne Steine eine Kathedrale zu bauen. Dennoch glauben wir daran, dass es möglich ist.
Wenn man kein Geld hat, um sich das für den Bau notwendige Material zu kaufen, dann braucht man Menschen. Wenn viele Menschen einen Stein bringen, dann können wir die Kathedrale bauen. Deswegen brauchen wir Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen, z.B. Wortredaktion, Bildredaktion, Marketing, Programmierung. Die Motivation unserer Mitarbeiter ist nicht das Geld, sondern das Wissen darum, dass die „Kathedrale“, d.h. die Community an der wir bauen, ein Ort der Begegnung und der Anbetung sein wird. Und unser Team wächst. In den verschiedenen Bereichen kommen neue Mitarbeiter hinzu, die sich von unserer Vision anstecken lassen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Was habt Ihr für die Zukunft an Funktionen noch geplant?

Für den Bereich „das Leben“ planen wir den Ausbau der Reihe „die Geschichte“. Die Episode „der Anfang“ fertig gestellt und die anderen Episoden werden folgen. Außerdem wollen wir das Themenfeld „Glaube und Wissen“ angehen und aufbauen.
Für den Bereich „mein Leben“  planen wir Foto-, Video-, Audio-Upload, einfache Kommentar-Möglichkeiten der einzelnen Beiträge, Foren und Social-Network Funktionen. Die User können ihre  persönlichen Geschichte und Erlebnisse vielfältig und einfach mit anderen teilen.
Mit dem Bereich „Leben jetzt“ wollen wir recht bald online gehen. Dort werden ganz praktische Themen aus unserem Leben hier und jetzt angesprochen, Themen, die junge Menschen interessieren. In diesem Bereich wird es Blogs von interessanten Menschen geben, die ihren persönlichen Glauben und ihre Erfahrungen mit der Community teilen. Auf diesen Teil freue ich mich sehr, denn ich bin überzeugt, dass Glaube in einer persönlich mitgeteilten Form sehr viel Kraft entfaltet. Auch der Aspekt des Community-Service wird beachtet werden. Wir wollen nicht nur uns selbst im Blick haben, sondern auch unsere Umwelt.

Noch ein Wort zum Schluss?

Manchmal sitzen wir als Team zusammen und wir fragen uns wie wir das alles schaffen werden. Aber dann denken wir darüber nach, warum wir uns für dieses Projekt entschieden haben. Wir wissen, dass es gut ist, wenn der Mensch Gott
begegnet. Es entsteht Leben. Wir haben es selbst erlebt. Es ist gut, wenn Menschen einander begegnen. Es entsteht Sinn. Wir haben es selbst erlebt. Deswegen bringen wir uns in diesem Projekt ein. Wenn du dich unserer Reise anschließen möchtest, dann komm auf uns zu!

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„Mein nackter Pastor“

Keine Sorge: Es liegt mir fern, das Niveau dieses Weblogs unter die Gürtellinie zu schieben. „MyNakedPastor“ ist eine Aktion der Flamingo Road Church in Florida (USA) und bietet nicht wirklich nackte Tatsachen, sondern meint Nacktheit in einem anderen Sinne:

The lead pastor, Troy Gramling, at Flamingo Road Church is getting naked! No…not that kind of naked, a new kind of naked. A nakedness that isn’t embarrassing; a nakedness that God would say is cool.

Troy will be on a 24-hour webcam for five weeks in four locations: house, car, hotel, and office. Every day, all day, we will see his life in a fishbowl – the good, the bad, the great, the ugly.

Am 9. September beginnt die „Truman-Show“ von Hauptpastor Troy Gramling, der mit der Aktion keinesfalls die Gemüter beleidigen möchte:

The more transparent (naked) we get, the more God can do amazing things through us. We weren’t created to be people in hiding, concealment, or shame, we were created to be real, naked and unashamed.

In jedem Fall wird die Zur-Schau-Stellung á la „Big Brother“ für Aufmerksamkeit im Web und in den christlichen Medien sorgen. Nicht, dass die Idee ansich neu wäre. So bietet etwa Justin.TV Usern die Möglichkeit, einen eigenen Webcam-Kanal zu erstellen, in dem sie sich rund um die Uhr so lange sie wollen von Internet-Usern über die Schulter schauen lassen können.

Ich persönlich finde diese „Beobachte mich!“-Sendungen total langweilig! Ich sehe mir schon selbst beim Zähneputzen und Nasebohren zu, wieso sollte ich mir dann auch noch den Tagesablauf von Troy soundso aus Florida antun? Aber vielleicht habt Ihr ja gute Gründe, wieso Euch die Aktion – über die reine Aufmerksamkeitssteigerung hinaus – sinnvoll erscheint. Dann her mit Euren Kommentaren!

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Jugendgruppen ein Zuhause bieten

Heute möchte ich Euch ein Projekt von Heinrich Schneider (mit Spitznamen „Enrico“) vorstellen, der mit seiner Jugend-Community youthweb.de u.a. die Möglichkeit bietet, Jugendgruppen einzutragen und miteinander zu vernetzen.

Youthweb

1. Enrico, bitte stell Dich zunächst kurz vor!

Mein Realname ist Heinrich Schneider, ich wohne in der Kleinstadt Nümbrecht (Nähe Köln), bin 22 Jahre alt und mache zur Zeit eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation. 2004 hab ich das Projekt youthweb.de ins Leben gerufen und programmiere und organisiere täglich an dieser Plattform für Jugendliche.

2. youthweb ist ein Projekt der Nümbrechter Jugend der Mennoniten Brüdergemeinde. Beschreib doch mal kurz, was hinter dieser Idee steckt!

Das Projekt ist aus unserer Jugendhomepage entstanden. 2001 ging unsere Infoseite über die Jugend Nümbrecht online und hat sich seit 2004 zu einer Community mit Mailboxfunktionen, Profilseite, eigenem Gästebuch etc. entwickelt. Viele der Administratoren kommen aus der Jugend Nümbrecht, aber mittlerweile sind es nur noch etwa zwanzig Prozent der Gesamtmitarbeiter. Bis 2006 wurde youthweb auch finanziell von der Jugend Nümbrecht getragen.

Das Ziel unserer „Jugendhomepage“ war – und ist es immer noch – zu zeigen, dass Christen ganz normal sind: Sie gehen chatten, sie üben ganz normale Berufe aus und machen auch ganz normale Sachen (davon zeugen die vielen Bilder im Jugendbereich).

3. Welche Features bietet Euer Portal und wie unterscheidet es sich von anderen Communities?

Unsere Community bietet ganz normale Features wie eine Profilseite (myPage), persönliche Bildergalerie (myGallery), eine Blogfunktion oder ein Gästebuch. Im Unterschied zu anderen Communities bieten wir außerdem einen kostenlosen Marktplatz (youthbay). Und das, was uns am meisten unterscheidet, ist die Möglichkeit, Jugendgruppen einzutragen bzw. auszuwählen (über 300 Jugendgruppen sind bereits bei uns vertreten). Sind Personen aus der eigenen Jugendgruppe online, sehen die Benutzer dies in ihrer persönlichen Onlinliste.

Ein weiterer Unterschied ist noch unsere Altersbeschränkung: Bei youthweb dürfen sich nur 16 bis 30-jährige anmelden. Jüngere oder Ältere werden automatisch aus der Community gelöscht. Damit möchten wir sicher stellen, dass es wirklich eine Community für Jugendliche ist und bleibt. Außerdem hat jeder User einen persönlichen Ansprechpartner, den er bei Fragen und Problemen gerne anschreiben kann.

4. Welche Funktionen im Bereich „Web 2.0“ gibt es bereits und was habt Ihr noch vor?

Eine unserer populärsten Web 2.0-Funktionen sind wohl das youthbay (ybay) und die Events. Jeder User kann ein Event eintragen und andere User können anklicken, ob sie „dabei“ sind. In der Praystation können User ihre Gebetsanliegen loswerden, User die gerne dafür beten möchten klicken die Schaltfläche „bete dafür“ an und abonnieren somit das Anliegen. Bei jedem Login erhalten Sie eine kurze Erinnerung, für was sie beten.

Spätestens im Oktober kommt die neue Version von youthweb heraus, die zwei neue Kategorien bietet: 

  1. youth
    Hier werden die einzelnen User Bildergalerien  von ihrer Jugendgruppe hochladen, Neuigkeiten über ihre Jugendgruppe schreiben können, Events eintragen etc.
  2. clubs
    Jeder VIP (Premium-Mitglied) kann einen Club eröffnen zu bestimmten Themen wie „Webdesign“, „Jugend Nümbrecht“ etc. Er ist automatisch der Club-Chef und hat die Aufgabe diesen Club zu verwalten und für Ordnung bei den Diskussionen zu sorgen.

5. Welche Vorteile bietet das Mitmach-Netz in Deinen Augen für die Kirche?

Kirchen sind auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. Gottes Vorstellung ist, dass die Gemeinde als „Körper“ agiert, jeder trägt dazu bei, dass die Gemeinde läuft. Das gleiche passiert in einer Community. Ohne aktive User ist jede Community tot. In christlichen Communities kann jeder dem anderen in Glaubensfragen weierhelfen, man kann für einander beten, obwohl man sich nicht kennt. Man kann zusammen diskutieren, wie man „Kirche“ besser machen kann. Und man kann mit Hilfe von Communities Vorurteile bei Kirchendistanzierten abbauen. Hier dürfen Fragen ausgesprochen werden. Ein User bei youthweb fragte: „Meint ihr das wirklich ernst mit Kirche und so? Jeden Sonntag morgens? Was habt ihr davon?“

Die Wirtschaft hat die Wichtigkeit von Communities erkannt, ich hoffe das die Gemeinden diese tolle Chance auch demnächst stärker nutzen. Es gibt noch zu wenig gute Netze. Die meisten christlichen Communities sind klein und meistens von der Stange (Standard-Forensoftware). Da wollen wir eine Alternative bieten.

6. Was sind zur Zeit Eure Herausforderungen?

Zur Zeit arbeiten wir an der neuen Version und versuchen die anfallenden Verwaltungsaufgaben gut zu verteilen. Mitarbeier müssen geschult werden, neue eingearbeitet. 

7. Noch ein Wort zum Schluss?

Unser Ziel ist es, eine Community-Alternative  für christliche Jugendgruppen aufzubauen, in der Jugendliche ihre Vorurteile gegenüber anderen Christen abbauen und mit anderen Jugendlichen über ihren Glauben reden.

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Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

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