Christival nutzt Neue Medien halbherzig

Für das nächste Christival im Frühjahr 2008 ist vor einiger Zeit eine umfangreiche Website an den Start gegangen. Bei David Brunner bin ich auf einen Christival-Werbefilm gestoßen, der für das Event begeistern soll. Ich finde den Clip verhältnismäßig professionell gemacht und freue mich, dass die Christival-Macher Neue Medien einsetzen, um junge Leute zu erreichen:

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Die Christival-Website bietet jede Menge Informationen, Hintergründe und ist übersichtlich aufgebaut. Dennoch gibt es einige Punkte, die meine Freude schmälern. Zunächst einmal finde ich die Website etwas lieblos gestaltet. Die Grafiken sind unsauber (Logo, z.T. Fotos), der Aufbau ist 0-8-15 quadratisch, praktisch, gut. – Für ein so großes Festival hätte ich ein moderneres und jugendgemäßeres Image erwartet, wie es die Aktion „Jesushouse“ im Frühjahr vorgelegt hat.

Zweites Manko: Der Werbetrailer ist auf der Christival-Seite nur als Download verfügbar (in zwei Versionen), lässt sich aber nicht direkt abspielen. Mit wenig Aufwand ließe sich auf der Startseite ein Flash-Player einrichten, der JEDEM Besucher die Möglichkeit bietet, den Film anzusehen. Ich weiß, wie viel Arbeit in so einem Clip steckt – wieso versteckt Ihr den Film im Download-Bereich?

Ein dritter Punkt: Ich finde es schade, dass auf der Christival-Seite kein „Leben“ ist. Es gibt zwar ein Gewinnspiel, eine Anmeldemöglichkeit, einen Newsletter und einen Shop – aber es gibt keine Möglichkeit, sich als Teilnehmer untereinander auszutauschen! Kein Gästebuch, kein Forum, kein Blog mit Kommentarfunktionen… – ich hätte gerne von Erlebnissen anderer Christival-Teilnehmer gelesen oder mich mit ihnen über die Pläne für das Event im April 2008 ausgetauscht.

Wann geht auch das Christival Web 2.0?

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10 Reaktionen zu “Christival nutzt Neue Medien halbherzig”

David (28. Juni 2007, 09:13) Link zum Kommentar

erst mal danke für die verlinkung 😉

in den anderen punkten stimme ich dir zu. im zeitalter von web 2.0 könnte da echt noch mehr gehen. die seite ist seit jahren so ziemlich gleicht – evtl. setzt man da auf den wiedererkennungswert. dennoch wäre ein relaunch der seite inhaltlich und konzeptionell dringend nötig.

fono (28. Juni 2007, 10:09) Link zum Kommentar

Vom unsauberen Code der Site mal ganz zu schweigen. Dort sind nicht mal Meta-Tags usw. angegeben und einen RSS-Feed sucht man auch vergeblich. Ich kenne das Christival zwar nicht aber wenn es mehr als eine Hinterhof-Veranstaltung ist, sollten sie sie bei ihrer Präsentation deutlich mehr Mühe geben.

Simon (28. Juni 2007, 15:47) Link zum Kommentar

Es ist mehr als eine Hinterhofveranstaltung mit 20.000 – 30.000 Teilnehmern und die Seite echt ein Witz – schade.

Thomas Kilian (28. Juni 2007, 15:53) Link zum Kommentar

Danke für Eure Kommentare. Was ich am meisten bedauere ist, dass bereits kleine (und damit sicher auch finanzierbare) Veränderungen eine Menge bewirken. In Flyer, Banner und Programm wird eine Menge Zeit und Geld investiert, – wieso nicht auch in die Möglichkeiten der Neuen Medien?

Christian (28. Juni 2007, 16:16) Link zum Kommentar

Schön sieht das echt nicht aus …
Da sollte es doch eigentlich genug fähige Leute im Umkreis geben, die da Abhilfe schaffen könnten.
Komisch

fono (28. Juni 2007, 17:46) Link zum Kommentar

@Thomas
>wieso nicht auch in die Möglichkeiten der Neuen Medien?

Weil sie keiner kennt?! Wenn ich mich in meiner eigenen Gemeinde (heißt übrigens St. Kilian *gg*) dann ist für immer noch viele Menschen der IE das Internet und das wird höchstens für E-Mail-Kommunikation (um mir z.B. .doc-Files zu schicken *stöhn*)oder dem Einkauf bei Amazon benutzt. Dass da noch mehr sein könnte weiß kaum jemand und vom Begriff „Web 2.0“ erst recht nicht. Ich fürchte da braucht es nachwievor noch viel Pionierarbeit.

Marcus Jelinek (29. Juni 2007, 14:31) Link zum Kommentar

Die JesusHouse-Seite würde ich allerdings nicht als Vorbild anführen. Ich finde sie nämlich höchst unübersichtlich. Und meines Wissens geht/ging es auch vielen anderen so: Die Veranstaltungsorte findet man z.B. nicht auf Anhieb. Naja, aber das ist ja nun eh gelaufen…

Thomas Kilian (2. Juli 2007, 10:43) Link zum Kommentar

@fono: Da hast Du recht. Gute Gründe für iChurch & Co.! 🙂

@Marcus: Auch Dir gebe ich recht. Allerdings ging es mir um das „moderne und jugendgemäße Image“ – das hat die Seite doch wohl zweifelsohne… Und mal von der Start/Intro-Seite abgesehen, finde ich die Menüstruktur schon übersichtlich. Unter „Orteliste“ stehen alle Veranstaltungsorte nach PLZ sortiert.

Heiko Linke (19. Juli 2007, 13:37) Link zum Kommentar

Vielen Dank für Eure Kommentare. Ist immer wieder gut ein Feedback zu bekommen.
Momentan planen wir einen Relaunch der Website zum 3.10. diesen Jahres. Ab diesem Zeitpunkt wird man sich auch zum Christival anmelden können.

Wir sind offen für ehrenmatliche Mitarbeiter, die uns helfen, das Christival auch ins WEB 2.0 zu führen.

Lieben Gruß

Heiko Linke
Geschäftsführer Christival 2008

[…] heutige Artikel freut mich ganz besonders. Nachdem ich mich vor einigen Monaten über die Website des Christivals ausgelassen habe, ist eine Menge passiert. Schuld daran ist unter anderem Michael Geißler, 20 Jahre jung und […]

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Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

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