Dieser Artikel wurde von Finn Facklam verfasst, einem 17-jährigen Schüler, der vor einiger Zeit ein Praktikum in der Agentur Thoxan durchgeführt hat.
Schon vor einiger Zeit haben Christen auf YouTube und andere Videoplattformen reagiert. Der Lohn ihrer Mühen heißt “GodTube“ und stammt wie sein berühmtes Vorbild aus den USA; ist somit ausschließlich in Englisch verfügbar. Genau wie auf YouTube kann man auf GodTube Videos hochladen und anderen zur Verfügung stellen. Der Unterschied ist, dass man auf GodTube größtenteils christliche Videos findet und dass GodTube die Videos deutlich schneller lädt.
Die über 9000 Videos handeln alle von Glauben und Religion, gehen damit aber sehr unterschiedlich um. Neben Mitschnitten von ganzen Gottesdiensten gibt es viele selbstgedrehte Videos von Privatpersonen, die oft von Themen wie „Werte“ oder „Glaube heute“ handeln.
Ein sehr interessantes Extra ist sicherlich neben den ganzen Videos die Friends-Funktion. So können Menschen, die gern religiöse Angebote im Web 2.0 wahrnehmen, schnell Ihresgleichen finden und sich über ähnliche Projekte wie GodTube austauschen oder den anderen Nutzern gute Videos empfehlen. Ein anderes Extra ist das GodTube Blog. Es ist noch sehr jung und freut sich sicherlich über neue Leser. Im Blog gibt es regelmäßig Neuigkeiten zu guten Videos auf GodTube oder es werden Fernsehauftritte der GodTube-Macher angesagt.
Auf der einen Seite finde ich die Idee von GodTube toll, da es meines Wissens das einzige Projekt ist, bei dem kirchliche Angebote in Videoform zentral verwaltet werden und damit eine der Grundfunktionen des Web 2.0 nutzen. Die Idee hat schon bei YouTube super funktioniert, wieso nicht auch bei einem christlichen Videoportal? An der Anzahl der Videos sieht man, wie viele Christen nicht nur begeistert Videos anschauen, sondern diese auch fleißig erstellen und hochladen.
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob man eine speziell “christliche” Videoplattform überhaupt braucht. Meiner Meinung nach braucht man sie nicht, da interessierte Internetuser die Videos unter den richtigen Stichworten auch bei YouTube & Co finden könnten. Zudem halte ich einige der Videos für sinnlos, da dort einfach kein Inhalt vermittelt wird. Die Mitschnitte von Online-Gottesdiensten kann man sich auch auf diversen TV-Sendern anschauen.
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Zu Frage 1: Kritisch. Zu Frage 2: Nein.
schließe mich haso mit den antworten an
[...] christliche Antwort auf Youtube & Co. aus den USA haben wir Euch im vergangenen Jahr bereits vorgestellt. Heute interviewe ich Robert [...]
Hi,
wieso dürfen Christen kein eigenes Portal haben?
Würden sie ihre Videos bei YouTube reinstellen, gäbe es wahrscheinlich genauso viele Kritiker.
Es wird heutzutage viel über Toleranz gesprochen, aber es wird m.E. noch viel mehr als früher auf einander “eingedroschen”. Toleranz bedeutet, dass man die Meinung des anderen stehenlassen kann, d.h. nicht akzeptieren muss. Von Christen wird erwartet, dass sie toleranter sind, ich merke aber wenig Toleranz von “Andersdenkenden” Christen gegenüber.
Wieso ist es so schwierig zu tolerieren, dass Christen Godtube ins Internet stellen?
Braucht man Godtube? Nö, aber genauso wenig brauchen wir Youtube.
Was brauchen wir denn überhaupt?
Wenn ich sehe, was alles auf Youtube zu finden ist, denke ich manchmal, wie “krank” unsere Welt wohl sein muss. Braucht man solche Beiträge?
Ich kann sehr gut andere Meinungen tolerieren, d.h. anhören und stehenlassen ohne zu verurteilen.
Den gleichen Anspruch habe ich als Christ auch an alle anderen.
Schaffen wir das?
LG,
Jogger58
Hmm…ich finde “GodTube” gerade aus christlicher Perspektive ambivalent… Denn: Wäre es nicht viel sinnvoller, wenn Christen sich bei “YouTube” einbringen – und die Qualität der Beiträge dort steigern? Warum brauchen wir ein christliches “Ghetto”, in dem wir unter uns sind? Das ist zumindest schon mal nicht missionarisch…
