Frauen und Männer in virtueller Kirche

Fünfter und letzter Teil meiner Blogserie “Kirchengemeinden ins Netz! 

In diesem Blogbeitrag widme ich mich möglichen Angeboten für erwachsene Internet-Nutzer. Auch sie sind auf der Suche nach Antworten und nutzen das Internet zu Informations- und Kommunikationszwecken. Sie tauschen sich online aus und diskutieren im wahrsten Sinne des Wortes über „Gott und die Welt“. Ihre Probleme mögen sich vielleicht nicht grundsätzlich von denen Jugendlicher unterscheiden, dennoch ergeben sich mitunter andere Fragestellungen.

Euer kirchliches Online-Angebot könnte beispielsweise bei der Familien- oder auch Trauerarbeit beratend unterstützen. Viele Menschen scheuen den direkten Kontakt zu Beratungsangeboten und bevorzugen anonyme Angebote. Während oftmals die Telefonseelsorge in Anspruch genommen wird, bleibt dies beispielsweise Gehörlosen verwehrt. Ein Beratungs-Chat oder ein entsprechendes Forum stellt für diese Personengruppen die Möglichkeit dar, dennoch auf anonymem Wege Hilfe zu erhalten.

In der Vielzahl von überregionalen Beratungsangeboten könnte das Angebot Eurer eigenen Kirchengemeinde positiven Anklang finden. Antwortsuchenden wird so der erste Schritt erleichtert und sie können ihre Hemmschwelle langsam abbauen. Wenn Ihr dann noch eine „virtuelle Vorstellungsrunde“ Eurer Mitarbeiter bzw. Berater anbietet, dann schafft es Vertrauen und erleichtert es den Menschen sich zu öffnen.

Weiterhin bietet die Online-Präsenz Eurer Kirchengemeinde nicht nur jugendlichen Interessengebieten und Veranstaltungen Platz, auch Erwachsene können davon profitieren. Ihr könntet z.B. die letzte Predigt oder den aktuellen Gemeindebrief online zur Verfügung stellen, oder auch neueste Bücher vorstellen. Veranstaltungskalender mit Terminen für die nächste Krabbelgruppe, den nächsten Seniorentreff oder den kommenden Töpferkurs treffen auf ein dankbares Publikum. Auch geschichtlich interessierte Senioren aus der Gegend lesen gerne Informationen zur Vergangenheit und zur Entstehung Ihrer Gemeinde.

Da sich eine Vielzahl der Internetnutzer selbst gerne produktiv im Internet einbringt, wäre hier auch eine ehrenamtliche Mitarbeit in der Online-Redaktion denkbar. Für Neugierige kann Wissenswertes sowohl über die eigene als auch fremde Glaubensrichtungen angeboten werden. Und genau wie jugendliche Internet-Nutzer können sich die Erwachsenen über Ihre Themen und Interessen in einer entsprechenden Community austauschen.

Dank der vielfältigen Möglichkeiten des Internets könnt Ihr sogar Gebete oder Predigten zum Hören (Podcast) oder zum Anschauen (Videocast) bereitstellen. Eine nette Idee habe ich bei liebfrauen.net gefunden. Hier hat man die Möglichkeit, eine virtuelle Kerze anzuzünden, um anschließend sein Anliegen in ein „Anliegenbuch“ zu schreiben oder darin zu lesen. Im ersten Moment mag das alles befremdlich anmuten, aber einige Menschen mögen durch diese Angebote sicherlich Trost finden. Der Kreativität und der Vielfalt der dargebotenen Inhalte sind kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist die Berücksichtigung der vielfältigen Interessen und Bedürfnisse der Nutzer, damit Euer christliches Online-Projekt regen Zulauf findet.

Ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Beiträgen ein paar Anregungen für den Onlinegang Eurer Gemeinde geben. Die Liste der Vorschläge ist natürlich lange nicht vollständig und kann beliebig erweitert werden. Was spricht denn dagegen, dass ein wachsendes Online-Angebot auch ein Wachsen der Glaubensgemeinschaft mit sich bringt?!

Verwandte Artikel zu diesem Beitrag: iChurch

Eine Reaktion zu “Frauen und Männer in virtueller Kirche”

Dragos (2. November 2007, 12:10) Link zum Kommentar

„…Was spricht denn dagegen, dass ein wachsendes Online-Angebot auch ein Wachsen der Glaubensgemeinschaft mit sich bringt?!…“

eben! es spricht nichts dagegen, man muß es aber tun – und das ist IMHO das Problem….wie sagt man so passend inner..sch….hund 🙂

ob aber die Zeit besser bzw. sinnvoller in der Kirche bestellt wird ist eine andere Sache.

iChurch

Kirche 2.0

Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

Thoxan . agentur für neue medien

Suchen

Kategorien

Archiv

iChurch - Kirche geht Web 2.0

"Kirche geht Web 2.0" - mit iChurch ist es möglich! Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. iChurch hilft Kirchen und Organisationen dabei, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen und sich zeitgemäß im Internet zu präsentieren.

Powered by Wordpress
Valides xHTML 1.0
Thoxan . agentur für neue medien