Jugendgruppen ein Zuhause bieten

Heute möchte ich Euch ein Projekt von Heinrich Schneider (mit Spitznamen “Enrico”) vorstellen, der mit seiner Jugend-Community youthweb.de u.a. die Möglichkeit bietet, Jugendgruppen einzutragen und miteinander zu vernetzen.

Youthweb

1. Enrico, bitte stell Dich zunächst kurz vor!

Mein Realname ist Heinrich Schneider, ich wohne in der Kleinstadt Nümbrecht (Nähe Köln), bin 22 Jahre alt und mache zur Zeit eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation. 2004 hab ich das Projekt youthweb.de ins Leben gerufen und programmiere und organisiere täglich an dieser Plattform für Jugendliche.

2. youthweb ist ein Projekt der Nümbrechter Jugend der Mennoniten Brüdergemeinde. Beschreib doch mal kurz, was hinter dieser Idee steckt!

Das Projekt ist aus unserer Jugendhomepage entstanden. 2001 ging unsere Infoseite über die Jugend Nümbrecht online und hat sich seit 2004 zu einer Community mit Mailboxfunktionen, Profilseite, eigenem Gästebuch etc. entwickelt. Viele der Administratoren kommen aus der Jugend Nümbrecht, aber mittlerweile sind es nur noch etwa zwanzig Prozent der Gesamtmitarbeiter. Bis 2006 wurde youthweb auch finanziell von der Jugend Nümbrecht getragen.

Das Ziel unserer “Jugendhomepage” war – und ist es immer noch – zu zeigen, dass Christen ganz normal sind: Sie gehen chatten, sie üben ganz normale Berufe aus und machen auch ganz normale Sachen (davon zeugen die vielen Bilder im Jugendbereich).

3. Welche Features bietet Euer Portal und wie unterscheidet es sich von anderen Communities?

Unsere Community bietet ganz normale Features wie eine Profilseite (myPage), persönliche Bildergalerie (myGallery), eine Blogfunktion oder ein Gästebuch. Im Unterschied zu anderen Communities bieten wir außerdem einen kostenlosen Marktplatz (youthbay). Und das, was uns am meisten unterscheidet, ist die Möglichkeit, Jugendgruppen einzutragen bzw. auszuwählen (über 300 Jugendgruppen sind bereits bei uns vertreten). Sind Personen aus der eigenen Jugendgruppe online, sehen die Benutzer dies in ihrer persönlichen Onlinliste.

Ein weiterer Unterschied ist noch unsere Altersbeschränkung: Bei youthweb dürfen sich nur 16 bis 30-jährige anmelden. Jüngere oder Ältere werden automatisch aus der Community gelöscht. Damit möchten wir sicher stellen, dass es wirklich eine Community für Jugendliche ist und bleibt. Außerdem hat jeder User einen persönlichen Ansprechpartner, den er bei Fragen und Problemen gerne anschreiben kann.

4. Welche Funktionen im Bereich “Web 2.0″ gibt es bereits und was habt Ihr noch vor?

Eine unserer populärsten Web 2.0-Funktionen sind wohl das youthbay (ybay) und die Events. Jeder User kann ein Event eintragen und andere User können anklicken, ob sie “dabei” sind. In der Praystation können User ihre Gebetsanliegen loswerden, User die gerne dafür beten möchten klicken die Schaltfläche “bete dafür” an und abonnieren somit das Anliegen. Bei jedem Login erhalten Sie eine kurze Erinnerung, für was sie beten.

Spätestens im Oktober kommt die neue Version von youthweb heraus, die zwei neue Kategorien bietet: 

  1. youth
    Hier werden die einzelnen User Bildergalerien  von ihrer Jugendgruppe hochladen, Neuigkeiten über ihre Jugendgruppe schreiben können, Events eintragen etc.
  2. clubs
    Jeder VIP (Premium-Mitglied) kann einen Club eröffnen zu bestimmten Themen wie “Webdesign”, “Jugend Nümbrecht” etc. Er ist automatisch der Club-Chef und hat die Aufgabe diesen Club zu verwalten und für Ordnung bei den Diskussionen zu sorgen.

5. Welche Vorteile bietet das Mitmach-Netz in Deinen Augen für die Kirche?

Kirchen sind auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. Gottes Vorstellung ist, dass die Gemeinde als “Körper” agiert, jeder trägt dazu bei, dass die Gemeinde läuft. Das gleiche passiert in einer Community. Ohne aktive User ist jede Community tot. In christlichen Communities kann jeder dem anderen in Glaubensfragen weierhelfen, man kann für einander beten, obwohl man sich nicht kennt. Man kann zusammen diskutieren, wie man “Kirche” besser machen kann. Und man kann mit Hilfe von Communities Vorurteile bei Kirchendistanzierten abbauen. Hier dürfen Fragen ausgesprochen werden. Ein User bei youthweb fragte: “Meint ihr das wirklich ernst mit Kirche und so? Jeden Sonntag morgens? Was habt ihr davon?”

Die Wirtschaft hat die Wichtigkeit von Communities erkannt, ich hoffe das die Gemeinden diese tolle Chance auch demnächst stärker nutzen. Es gibt noch zu wenig gute Netze. Die meisten christlichen Communities sind klein und meistens von der Stange (Standard-Forensoftware). Da wollen wir eine Alternative bieten.

6. Was sind zur Zeit Eure Herausforderungen?

Zur Zeit arbeiten wir an der neuen Version und versuchen die anfallenden Verwaltungsaufgaben gut zu verteilen. Mitarbeier müssen geschult werden, neue eingearbeitet. 

7. Noch ein Wort zum Schluss?

Unser Ziel ist es, eine Community-Alternative  für christliche Jugendgruppen aufzubauen, in der Jugendliche ihre Vorurteile gegenüber anderen Christen abbauen und mit anderen Jugendlichen über ihren Glauben reden.

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2 Reaktionen zu “Jugendgruppen ein Zuhause bieten”

Lukas119 (6. August 2007, 11:05) Link zum Kommentar

Hallo Thomas,

Web 2. 0 ist schon eine große Herausforderung für die Kirche :) Nochmehr über Enrico und Youthweb haben wir auch vor einiger Zeit veröffentlicht (siehe Lukas119.de –Frag den Webmaster–)

Jared (6. August 2007, 19:04) Link zum Kommentar

das hat mich ja jetzt vom stuhl gehauen ;) schön von Youthweb zu lesen!

@thomas

falls dein praktikant sich noch net angemeldet hat, wäre jetzt eine gute gelegenheit ;)

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