„Mensch, wo bist du?“- lautet das Motto des 32. Kirchentags 2009 in Bremen. Doch die Frage sollte eher lauten: „Web 2.0, wo bist du?“. Schließlich finden sich auf der offiziellen Website der christlichen Großveranstaltung zwar die Möglichkeit zur Anmeldung sowie Programm- und Projektvorstellungen, aber leider kein Weblog.
Konnten wir vor zwei Jahren noch berichten, dass „auch der Kirchentag jetzt Web 2.0 geht“ , scheint der Trend in diesem Jahr bereits wieder beendet zu sein.
Wir finden es schade, dass sich die Organisatoren gegen ein Weblog entschieden haben. Vor allem wenn man bedenkt, wie gut das Weblog des vergangenen Kirchentags angenommen wurde. Obwohl das Ereignis nur wenige Tage dauerte, kamen doch insgesamt 200 Einträge zusammen und es gab mehrere Tausend Zugriffe.
Auch im Bereich Social Networking sieht es eher düster aus. Online gibt es keine Möglichkeit sich auszutauschen oder Kontakte mit anderen Besuchern zu knüpfen . Dabei würde das Web 2.0 doch eine gute Möglichkeit bieten, auch kirchenferne und -skeptische Menschen zu erreichen. Sie könnten sich so zunächst einmal unverbindlich und anonym informieren.
Das BarCamp „Kirchentag“ scheint also zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Es ermöglicht den Austausch von Christen untereinander, die an den Themen Web 2.0 und Internet interessiert sind. Ein BarCamp ist eine sogenannte Unkonferenz. Es gibt kein festes Programm, Themen und Abläufe werden von den Teilnehmern selbst festgelegt.
Wer auf der Suche nach einer Möglichkeit ist sich mit anderen Kirchentagsbesucher auszutauschen, findet diese allerdings durchaus. Auf privaten Websites finden sich zahlreiche Weblogs, sowie Foren die zum Austausch um und über den Kirchentag einladen:
Nicht ganz. Der Kirchentag ist auf Twitter umgestieben:
http://twitter.com/Kirchentag2009
Ob das jetzt mehr oder weniger Gehalt war als vormals im Blog, kann ich nicht beurteilen.
