Leider erst jetzt bin ich dazu gekommen, die Serie “Kirche und Marketing” komplett zu lesen, die Simon de Vries im Frühjahr als Reaktion auf eine Kolumne in der Süddeutschen Zeitung verfasst hat. An dieser Stelle zunächst die Empfehlung, die sechs Teile der Serie komplett zu lesen, denn Simon hat das Thema wirklich umfassend und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Das fünfte Kapitel “Kirchliches Marketing – Chancen” halte ich für besonders interessant in Verbindung zum iChurch-Weblog. Simon formuliert hier sechs Chancen für Marketing in Kirchengemeinden, die ich als Grundlage für eine eigene Reihe in Bezug auf “Kirche und Web 2.0″ übertragen möchte.
Die erste Chance des Marketings für Kirchengemeinden sieht Simon in der Konzentration aufs Kerngeschäft.
Wir müssen zunächst wissen, was wir wollen und wozu wir da sind. Im Marketing läuft dies unter Zielorientierung – wer nicht weiß, wo er hin will, braucht sich nicht wundern, wenn er nirgends ankommt. (…) Marketing hilft dann auch, sich von alten Hüten zu verabschieden – die Kirchen haben in den letzten Jahrzehnten vermehrt Leistungen angeboten, in denen sie gerade keine Kernkompetenz und keinen komparativen Vorteil haben, weil andere es besser können. Auch die Rede von der „corporate identity“ gehört in diesen Zusammenhang – Erkennbarkeit, Deutlichkeit und Gestaltgewinnung können helfen, die erkannte Mitte auch nach außen zu tragen.
Ich halte diesen Aspekt für jede Kirche oder Jugendgruppe, die eine Seite im Internet erstellen möchte oder bereits erstellt hat, für absolut ausschlaggebend. Der Sinn und Zweck einer Website muss klar erkennbar sein. Drei Punkte kann ich von Simons Aussagen ableiten:
Im nächsten Teil werde ich dann die zweite Chance aus Simons Artikel “Marketing verpflichtet zur Qualität” aufgreifen. Über Eure Kommentare oder weitere Anregungen freue ich mich.
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