Laute Nacht, heilige Nacht?

Kent Shaffer von churchrelevance hat verschiedene Videos und Fotos von Weihnachtsgottesdiensten 2007 mit „Wow-Effekt“ aus dem Land der Megachurches veröffentlicht. Sieht wirklich spektakulär aus, auch wenn ich Weihnachten eher mit Besinnlichkeit, bekannten Weihnachtsliedern und Krippenspiel verbinde, als mit einer solchen Bühnenshow:

[youtube psibGdPhFeM]
(Fellowship Church, Grapevine in Texas)

„Laute Nacht, heilige Nacht?“ Ich finde, das widerspricht sich nicht unbedingt. Lest selbst (Lukas 2, 8-14):

In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!« Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: »Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.«

Ich kann mir vorstellen, dass der fröhliche Lobgesang „unzähliger Engel“ (bei Luther heißt es „Heerscharen“) sicher ’nen Mordsradau gemacht hat – im positiven Sinne… Die Nachricht von Jesu Geburt ist kein Geheimnis, braucht nicht geflüstert zu werden, sondern wird laut lobend verkündet. Auch wenn es meinem – ganz persönlichen – Empfinden in Sachen Weihnachtsstimmung nicht entspricht, finde ich es überwältigend („wow“), wie sich manche Kirchen ins Zeug legen, wenn es um außergewöhnliche Programme und Veranstaltungen geht.

Etwas leiser, aber nicht weniger eindrucksvoll das Rahmenprogramm einer der bekanntesten Mega-Churches, der Willow Creek Community Church aus Chicago:

[youtube nsQ4flISjS8]

Warum schreibe ich das alles? Ich finde es fasznierend, wie einfach es durch das Internet und die Möglichkeiten des Web 2.0 (Video-Content veröffentlichen, Weblogs lesen und verlinken) geworden ist, über den Tellerrand zu schauen. Wie sonst hätte ich einen Eindruck vom Weihnachtsprogramm aus Chicago gewinnen können, wenn ich zu Weihnachten in Schweden Urlaub mache? Sicherlich ist es nur ein Video und ich war nicht live dabei, aber ich kann dennoch den Aufwand nachempfinden, ich kann mich berühren lassen vom Thema und der Musik, ich kann die Message hören und ich kann meine Meinung kundtun (Kommentare, na logo!). Bis wir irgendwann das Beamen erfinden, ist das doch ein guter Kompromiss, oder?

Und was kann man von Eurem Weihnachtsprogramm im Internet finden?

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