Leere Kirchenbänke und die Suchroboter

Viele Kirchen beklagen heutzutage großen Mitgliederschwund. “Schäfchenklau” und Herdentrieb in Richtung Ost-Asiatischer Spiritualität werden landauf, landab heiß diskutiert. Die Kirchenbänke bleiben leer oder sind zumindest nur an hohen Feiertagen gut gefüllt. Missionarische Bemühungen in Form von Vortrags-Evangelisationen, Straßenaktionen, christlichen Events oder Bibelkursen sind nur einige der möglichen Wege, um Menschen für den Glauben zu begeistern. Im Internet gibt es darüber hinaus noch einen weiteren Missionsansatz Vertriebsweg, der in meinen Augen viel zu wenig genutzt wird.

Stichwort: “Suchmaschinen-Optimierung”

Suchroboter

In meinen Augen sind die kleinen Suchroboter hervorragende Vertriebsmitarbeiter. Sie durchforsten ohne Murren und Knurren jede Website dieser Welt und stören sich weder an der Optik, noch am Thema; – selbst virtuelle Kirchenbänke scheuen sie nicht und erledigen treu und gewissenhaft ihre Arbeit: Nämlich die Inhalte der Website zu erfassen und an den großen Suchmaschinen-Bruder zu melden. Dort wiederum können die Inhalte dann von Menschen gesucht und letztlich auch gefunden werden.

Aber trotz ihrer Neutralität, müssen einige Voraussetzungen beachtet werden, damit sich die Suchroboter auf einer Website so richtig wohlfühlen:

  1. Offenheit der Website: Eine verschlagene Bretterbude wirkt nicht besonders einladend. Es gibt Techniken, die Suchrobotern den Besuch der Website verwehren oder ermöglichen. Ein “Hereinspaziert” wirkt manchmal schon wunder.
  2. Größe der Website: Je mehr Zimmer die virtuelle Kirche hat, umso mehr gibt es zu erkunden. Da fühlen sich die Bots pudelwohl.
  3. Interne Vernetzung der Website: Je mehr Türen die Zimmer haben, umso mehr Wege können die Suchroboter durch die virtuelle Kirchengemeinde finden. Endlose Flure und Labyrinthe sind bei Bots nicht gerade beliebt. Wer immer nur hin- und hergehen kann, verliert schnell die Lust.
  4. Aussagekräftige Seitentitel: Ich weiß gerne, welches das Damen- und welches das Herren-Klo ist. Zeig Deinen Suchrobotern, was sie erwarten können.
  5. Aussagekräftige URL (Seitenadresse): Wer hat schon Lust, die Seite “page_id=?34&config_mode(889)+*++#ä’Ää*” zu besuchen? Da fürchten sich selbst die Bots im Dunkeln…
  6. Inhalte: Ein Wohnzimmer ohne Sofa oder ein Büro ohne Schreibtisch machen auf Suchroboter keinen guten Eindruck. “Content is King” – auf die Inhalte kommt es an. Lass Deine Bots sich mal so richtig sattfuttern an guten Texten, Schlagworten und Informationen.

Diese Liste ist sicher noch längst nicht vollständig, aber sie zeigt, dass es bei der Vorbereitung einer Website für Suchroboter gar nicht so anders läuft, als im wirklichen Leben. Wer sich dieser emsigen Vertriebsmitarbeiter bedienen möchte, muss Zeit, Geduld und Liebe in die Pflege seiner virtuellen Kirchenbänke stecken. Dann kommen die Menschen ganz von allein.

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Eine Reaktion zu “Leere Kirchenbänke und die Suchroboter”

Dragos (4. Oktober 2007, 19:11) Link zum Kommentar

@Thomas
ich habe auch darüber nachgedacht – soll nur als Beispiel sein – wenn ich zusammenzähle wie viele neue Besucher ich alleine mit meiner Bescheidene Suchmaschine erreicht habe – muß ich dann sagen Internet-Wachstum über 1000% – und das könnte jede Gemeinde mit einem Internetauftritt bekommen – und wenn davon nur 10% bei Gott landen dann Haleluja!!! z.B. Gemeinde xyz hat mit einem guten Auftritt ca. 1000 Besucher im Monat – das macht 12.000 Besucher im Jahr – wenn davon (großzügig) 60% eigene Mitgliderbesuche sind (was ich nicht glaube:) dann bleiben 40% neue be-SUCHER…dann überlegt wenn davon nur 10% (neue) Mitglieder werden…ich weiss – Gott rechnet anders – will damit nur eine Internetdebatte eröffnen – was wir an Potential einfach verschenken…
es ist nur ein BEISPIEL ;)

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