Marketing erleichtert Arbeit für Gott

Im fünften Teil der Marketing-Serie auf Basis des Chancen-Artikels von Simon de Vries zeige ich, welche kirchliches Marketing nicht nur in Hinblick auf Internet und Web 2.o bietet, wenn es um die Arbeit für das Reich Gottes geht. Zunächst wieder als Zitat der Abschnitt aus Simons Artikel:

Der Schritt der Prozessorientierung hilft bei der Optimierung aller Abläufe. Intendiert ist eine Beschleunigung der Prozesse und gelungene Zusammenarbeit an Schnittstellen und wer wollte behaupten, dass Kirche davon nicht ein wenig mehr gebrauchen könnte. Wenn Energien, Zeit und Geld an bestimmten Stellen gespart werden können, dann kann dies nur dem Reich Gottes dienen. Nur ein Beispiel wäre der Bereich der Diakonie und die Frage, wie Kirche effektiv und unbürokratisch zum Nächsten werden kann, wenn andere Institutionen versagen.

Im Grunde beschreibt Simon hier einen positiven “Nebeneffekt” von Marketing: Das sich beschäftigen mit den Kernfragen (Wer bin ich? Wen will ich erreichen? Wie will ich erreichen?) führt zwangsläufig immer zu einer gesunden Analyse von Strukturen, Abläufen und Prozessen. Wer über Marketing nachdenkt, denkt immer auch über Optimierung nach. Bezogen auf Internet und Web 2.0 möchte ich wieder drei Faktoren ableiten:

  1. Web 2.0 vernetzt Menschen. Wo früher passive Konsumentenhaltung (wieso erinnert mich das so sehr an “typische” Gottesdienste?) herrschte, beginnt jetzt der aktive Austausch, das sich Annähern. Und – was mich besonders freut – nicht nur zwischen Christen, sondern mit allen Menschen. Im (anonymen) Internet kann jeder die Schwelle zur Kirche übertreten, ohne schief angeschaut zu werden oder gekuschelt zu werden.
  2. Neue Funktionen im Internet bauen Bürokratie ab. Informationen stehen rund um die Uhr für jeden zur Verfügung, Kontakt kann über Formulare, Wikis oder Weblogs von jedem auch außerhalb von Sprechzeiten im Gemeindebüro aufgenommen werden. Auch in diesem Bereich sinkt die “formale Schwelle” auf ein Minimum und Kirche wird attraktiv durch Bürokratie-Verlust.
  3. Die Geschwindigkeit für Routine-Aufgaben erhöht sich. Die Zeit zum Erstellen und Verteilen eines gedruckten Gemeindebriefs könnte gespart und für Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt werden, wenn die Informationen per Email-Newsletter verschickt oder auf der Website zentral veröffentlicht werden. Fotos vom letzten Gemeindefest müssen nicht für alle auf CD gebrannt werden, sondern können bei Flickr oder einer eigenen Bildergalerie zum Download angeboten werden. Vor allem: Diese Aufgaben können auch (in meinen Augen sogar viel besser!) von Laien-Gliedern wahrgenommen werden, so dass Pastoren, Seelsorger, Diakone und andere Vollzeit’ler ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen können, in denen sie echte Stärken besitzen.

Im sechsten und letzten Teil schreibe ich über das Thema “Marketing demütigt”. Bis dahin freue ich mich, von Euch zu lesen!

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