Marketing kann zum Charisma werden

Im vierten Teil meiner Marketing-Serie auf Basis des Chancen-Artikels von Simon de Vries möchte ich wieder einige Aspekte in Hinblick auf Internet und Web 2.0 betrachten. Simon erläutert, was Marketing mit Charisma, das heißt einer von Gott geschenkten (Geistes-)Gabe, zu tun hat:

Marketing kann zum Partner der Kirche werden, darf sich aber nicht verselbständigen. Wie jede menschliche Kunst kann auch das Marketing zum Instrument menschlicher Auflehnung gegen Gott werden. Ebensogut kann es aber auch als Charisma von Gott in Anspruch genommen werden. Dabei kommt dem Malen von Zukunfts- und Leitbildern durch visionäre Leiter/innen eine besonders Aufgabe zu. Die Kommunikation von Leitbildern und das Erzählen von Geschichten führt zu einer Veränderung der leitenden Bilder. Erneuerung beginnt mit der Erneuerung der Symbole. Heilung des Lebens beginnt mit der Heilung der Bilder.

Ich möchte auch aus diesem Zitat drei wesentliche Kernelemente herausziehen und in Bezug zur Kirche im Web 2.0 setzen:

  1. Ich bin überzeugt davon, dass alles (!) zum Instrument menschlicher Auflehnung gegen Gott werden kann. Sei es ein Apfel, ein gut gemeinter Rat oder sogar das Lesen in der Bibel. Schon die frommen Pharisäer mussten sich damit konfrontiert sehen. Ebenso können Marketing, können Internet & Co. oder das viel gepriesene Mitmach-Netz “Web 2.0″ eher schädlich als nützlich sein. Ich halte es da gerne mit dem Vers “Prüfet alles, das Gute behaltet!” und betone lieber die Stärken als die Schwächen – so wie Simon es ja auch ausdrückt, indem er sagt, dass Marketing auch als Charisma von Gott in Anspruch genommen werden kann.
  2. Marketing besteht nicht nur aus bunten Bildern, aus kreativen Werbeformen und Corporate Dingsbums. Es ist ein sich besinnen auf das unternehmerische Leitbild, ein Ausrichten auf den Markt/die Zielgruppe, ein Verständnis von den Menschen, die als (neue) Kunden zu erreichen sind. Die Einrichtung einer Website ist ebenfalls kein 0815-Baukasten-Experiment, sondern beinhaltet Grundzüge aus eben diesem Verständnis von Marketing. (Visionäre) Leiter Schrägstrich Webmaster sind gefragt, die Gemeinden aufmalen, wie eine Internetseite Menschen erreicht. Webmaster, die eine Ahnung davon haben, wozu eine kirchliche Web 2.0-Bewegung in der Lage ist.
  3. Stichwort Erneuerung. Keine alten Zöpfe, nur weil früher immer mit NetObjects-Fusion oder Frontpage gearbeitet wurde. Schwester Müller arbeitet nun schon seit fünf Jahren an der alten Gemeinde-Homepage. Wer misst den Erfolg? Wer misst die Besucherzahlen? Wer fragt, wie Menschen die Kirchen-Website sehen? Web 2.0 ist radikal, weil es den Besuchern die Möglichkeit gibt, direkt Stellung zu beziehen. “Nur meine Meinung zählt” gilt hier nicht mehr. In diesem Sinne: Was ist Deine Meinung?

Im fünften Teil widme ich mich dem Thema “Marketing erleichtert die Arbeit für das Reich Gottes”. Bis dahin freue ich mich, von Euch zu lesen!

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Eine Reaktion zu “Marketing kann zum Charisma werden”

Marketing goes Web 2.0 (24. September 2007, 09:54) Link zum Kommentar

[…] Marketing kann zum Charisma werden (Thomas möchte sich insbesondere mit den Stärken des Web 2.0 beschäftigen, das visionäre […]

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Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

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