Marketing lebt nicht vom Brot allein

Leserinfo: Dieser Artikel hat einen Anfang und zwei Enden. Das eine Ende gibt es in diesem Artikel, das zweite Ende steht im Neukunden-Magnet Weblog

Wieder mal ne super Geschichte, die der Besserwerberblog da ausgebuddelt hat. Die Agentur BBDO aus Stuttgart hat für die evangelische Kirchengemeinde Obertürkheim eine Kampagne konzipiert, die sich ungewöhnlicher Werbeplätze – nämlich Schaufenstern von Bäckereien – bedient:

Brot-Werbung für evangelische Kirche

Ziel der Aktion ist es, auf eine Themenreihe abendlicher Gottesdienste hinzuweisen, die sich alle um das beliebte Nahrungsmittel bzw. die Verteilung desselben drehen:

Während der Gottesdienste wird das Thema „Brot“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: von den Brötchen, die wir verdienen, bis zum Brot, das den Armen fehlt. Begleitet wird die „Nachtschicht“ von musikalischen Gastauftritten wie von Sebastian Krumbiegel, dem Gründer der Popband „Die Prinzen“.

Was mir an dieser Idee besonders gut gefällt, fasse ich mal in drei Punkten zusammen:
- (hier beginnt jetzt das eine Ende, das andere Ende gibt es dort) -

  1. Die Aktion ist billig; im Sinne von “kostengünstig”. Gar nicht billig ist hingegen die Idee selbst. Wer mit wenigen hundert Euro solche Aufmerksamkeit erzeugt, hat vorher den Kopf eingeschaltet. Wieso jammern Kirchen immer, dass ihnen Geld für gutes Marketing fehlt? Die Alternative zu lieblos kopierten Zetteln auf farbigem Papier findet Ihr oben im Schaufenster.
  2. Die Aktion macht eine Kirche zum Stadtgespräch. Wann wurde über Eure Gemeinde zuletzt so häufig (positiv!) gesprochen? Mein Eindruck ist, dass es in vielen Städten gar nicht auffallen würde, wenn die eine oder andere Kirche ihre Türen schließen würde. “Suchet der Stadt bestes” bedeutet nicht, sich hinter dicken Mauern zu verstecken und auf frommen Wolken zu sitzen.
  3. Die Aktion erzeugt eine starke Vernetzung mit Unternehmen, Organisationen oder anderen Kirchen in der Stadt. Wo gibt es solche Kooperationen zwischen kirchlichen Einrichtungen und Gewerbe? Ich frage mich immer, ob Christen beim Eintritt in die Kirche ihr Business an der Garderobe abgeben (und andersrum…). Die Trennung zwischen dem frommen Sonntagsgesicht und dem “weltlichen Alltag” ist nicht nur künstlich, sondern auch unattraktiv für Außenstehende. Wer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen will, muss dahin, wo die Menschen sind. Und die sind heutzutage nur noch selten in der Kirche…
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