Mit Internet wunderbar Werbung machen

Lifeline Herne

Mit dem PR-Verantwortlichen der Lifeline-Gemeinde in Herne, Marcus Jelinek, habe ich über den Einsatz der Neuen Medien gesprochen und ihn gefragt, ob Web 2.0 auch bei Ihnen bereits angekommen ist. Marcus studiert Theologie und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum und engagiert sich ehrenamtlich im Projekt, das im Sommer 2006 offiziell gestartet ist. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Pflege der Website auch Print-Werbung und Pressearbeit. 

Marcus, Ihr habt das Lifeline-Projekt vor einem Jahr offiziell gestartet. Worum geht es dabei genau?
 
Marcus JelinekMit Lifeline möchten wir eine neue Gemeinde, am besten sogar ein christliches Lebenszentrum, in Herne aufbauen. Unser Ziel ist es, dass Menschen im Ruhrgebiet Jesus finden und sich als seine Nachfolger für ihr Umfeld engagieren. Wir gehen dabei Wege, die für viele Menschen ungewöhnlich erscheinen – zum Beispiel veranstalten wir Gottesdienste in Kinos, Kneipen oder städtischen Einrichtungen. „Hauptsache anders“ ist dabei allerdings nicht unser Motto. Doch wir möchten Menschen erreichen, die normalerweise nicht in die Kirche gehen. Darum finden unsere Gottesdienste auch um 16:00 Uhr statt. Neben „religiösen Veranstaltungen“ engagieren wir uns aber auch im sozialen Bereich (im Moment in einem Asylbewerberheim). 
 
Ihr habt früh damit angefangen, Eure Website aufzubauen – wieso?
 
Die Website gab es schon vor meiner Zeit und wurde maßgeblich von Alexander Kampmann und Markus Meier gestaltet – nun gehört sie aber zu meinem Aufgabenbereich. Zunächst waren es sehr pragmatische Gründe: Unser Team (das mittlerweile im Raum Herne wohnt) lebte anfangs quer in Deutschland verteilt. Wir brauchten also eine gemeinsame Informations-Plattform. Mit der Zeit wuchs die Seite, weil wir auch anderen Menschen diese Informationen zur Verfügung stellen wollten: Freunden, Interessenten, Sponsoren, Entscheidungsträgern – und nicht zuletzt unseren Gästen aus Herne.
  
Was sind Eure Ziele mit der Lifeline-Website und wie erreicht Ihr sie?
 
Die Informations-Übermittlung steht, wie gesagt, im Vordergrund. Themen, Termine und Adressen werden ständig aktualisiert, damit wir bei unseren Veranstaltungen nicht alleine dasitzen. Dabei haben wir sowohl unsere „Stammkunden“, als auch Leute im Blick, die noch nichts über uns wissen. Denn über das Internet kann man wunderbar Werbung machen (z.B. in Veranstaltungskalendern) – und ein Flyer mit Web-Adresse wirkt um einiges ansprechender als ein „anonymer Zettel“. Wir haben auch schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass durch die Website Vorurteile und Bedenken gegenüber unserem Projekt abgebaut wurden. Manche hatten Angst, es mit einer Sekte zu tun zu haben. Nach dem Besuch unserer Website waren diese Bedenken ausgeräumt und eine fruchtbare Zusammenarbeit wurde möglich.
 
Ihr habt vor einigen Wochen eine „Web 2.0-Offensive“ gestartet, was genau verbirgt sich dahinter?
 
Wir haben drei neue Module eingebaut: Einen Video-Podcast, einen Chat und ein Forum. Im Video-Podcast laden wir regelmäßig unsere Predigten hoch, die wir im Gottesdienst mitschneiden. Zahlreiche Klickt verraten uns, dass der Predigt-Podcast keine schlechte Idee war. Dazu kommt ein Seelsorge-Chat, der einmal pro Woche betreut wird. Das Forum ist dazu gedacht, über Gott und die Welt, das Leben in Herne und die Inhalte vom Video-Podcast zu diskutieren. Bisher erfreut sich unser Forum allerdings noch keiner großen Beliebtheit – da muss noch nachgebessert werden.
 
Welche Vorteile bieten diese neuen Funktionen?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Jeder kann sich unsere Predigten anhören (und anschauen) ohne im Gottesdienst zu sein. Die Botschaft erreicht also ein größeres Publikum. Man kann sich die Predigt aber auch noch einmal zur Vertiefung anhören – oder reinschauen, wenn man einen Gottesdienst verpasst hat. Man ist also immer up to date. Außerdem erhöht sich die Frequentierung der Website und die Relevanz für Google o.ä. – manche waren auf der Suche nach „Video“ und „Herne“ und sind bei uns gelandet – wunderbar. Im moderierten Chat wird die Möglichkeit zu einer anonymen, aber dennoch privaten Kontaktaufnahme geboten – auch das ist uns wichtig.
 
Welche Pläne hast Du, um das Thema in Zukunft noch weiter voran zu bringen?
 
Wir bauen gerade unsere Fotogalerie aus – von nahezu jeder Veranstaltung wird es professionelle Fotos geben, die wir noch gut sortieren müssen. Denn bisher sind wir mit einer einfachen „Liste“ ausgekommen. Das Video-Angebot soll auch ausgebaut werden – es soll noch mehr Infos über uns, Veranstaltungs-Tipps und persönliche Einladungen geben. Außerdem ist eine reine Internet-Evangelisation per Video-Podcast geplant. Aus zeitlichen Gründen wird das aber noch etwas dauern. Wichtiger als völlig neue Elemente ist mir im Moment aber, dass wir die bisherigen Funktionen gut pflegen und regelmäßig auf den neuesten Stand bringen – denn nichts ist schlimmer als eine unaktuelle Seite oder ein halb fertiges Projekt.
 
Noch ein Wort zum Schluss?
 
Schaut euch doch mal unter www.lifeline-herne.de um und gebt uns etwas Feedback. Wir werden sehen, was wir noch optimieren können.

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