Blog Action Day 2008: Armut in Afghanistan

Am heutigen 15. Oktober findet der weltweite “Blog Action Day 2008” statt. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Thema “Armut”. Ich habe nicht lange überlegen müssen, wie ich mich persönlich mit einem Beitrag einbringen kann, wenn es um Armut geht. Sind mir doch die Berichte über die katastrophalen Lebensumstände der armen Landbevölkerung in Afghanistan sehr nahe gegangen, von denen ich durch unseren Einsatz für das Afghanistan-Magazin erfahren habe.

Der nächste Winter steht vor der Tür und es werden sich wieder Szenen wie diese im afghanischen Bergland abspielen:

Draußen sind Stein und Bein gefroren. Viele Menschen leben ohne Schutz, vor allem Kinder. Dazu kommt noch eine Keuchhusten-Epidemie. Wölfe kommen wieder näher an die Siedlungen in den höheren Regionen heran. Armut im Winter ist schlimmer als Armut im Sommer. Sie ist tödlich.

ADRA Deutschland hat beinahe 40 000 Steppdecken von Frauen in Kabul nähen lassen. Zur Verteilung erscheint auch eine Gruppe von Vertriebenen aus anderen Teilen des Landes, die eben erst angekommen sind. Sie waren noch nicht da, als man die Namenslisten mit den Empfängern erstellte. Mit großen, sehnsüchtigen Augen schauen sie die warmen Decken an. Die kleinen Jungen und Mädchen stehen schlotternd in der Kälte. Sie halten ihr dünnes Baumwollkleidchen fest umschlungen, um jedes Quentchen Wärme an dem dünnen Körper festzuhalten. Oh, wie schön warm müsste eine solche Decke sein!

Sie wohnen unter den Zelten, denn sie haben ein Loch in die Erde gegraben und leben in unterirdischen Gängen. Es gibt etwas mehr Platz und es ist weniger kalt; nur ein bisschen weniger. Die Augen werden immer grösser – weshalb kriegen einige Leute Decken und andere nicht?

Dann geschieht das Wunder. Diejenigen Frauen und Männer, die vier Decken für ihre Familien bekommen haben, geben zwei weiter an die sehnsüchtigen Augen. – Zwei Decken für mich? Das ist der Güte zu viel. Ich muss dieses Geschenk teilen! – Und weiter wandert eine der beiden Decken an den nächsten, der zitternd in der Kälte steht. Am Ende hat nicht eine Familie vier Decken erhalten, sondern ganze drei Familien freuen sich darüber. Diese Familien haben die schönste Solidarität gezeigt, die Solidarität der Notleidenden. Sie wissen, wie es ist, wenn man nichts hat und welche Freude der Reichtum einer warmen Decke auslöst.

Konkrete Hilfe gegen Armut in Afghanistan

Das andere Afghanistan - Jetzt informieren!Wer das ADRA-Deckenprojekt in Afghanistan unterstützen möchte, findet im Afghanistan-Magazin weitere Informationen und kann das Portal mit verschiedenen Werbebannern verlinken.

Spendenkonto 2000 702 09 | BLZ 508 800 50 | Commerzbank Darmstadt
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WebFish 2009 – Fischen im Netz

Wer möchte nicht, dass seine Arbeit prämiert wird? Du hast viel Zeit, Arbeit und sicher auch eine Menge Spaß in den Aufbau Deiner Website gesteckt. Wenn Du davon überzeugt bist, dass Deine Website zu einem Highlight im „World Wide Web“ geworden ist, kannst Du Dich ab September 6. Oktober wieder für den Webfish bewerben.

Der WebFish ist längst zu einer begehrten Trophäe geworden, die die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) für die besten christlichen Internetangebote in deutscher oder englischer Sprache verleihen.

Bereits seit zehn Jahren trägt die Evangelische Kirche mit ihrem WebFish-Award dazu bei, dass originelle, frische und kreative Webprojekte vorgestellt und die Besten auch honoriert werden. Verliehen wird der WebFish in Gold (1.500 Euro), in Silber (1.000 Euro) und in Bronze (500 Euro).

2008 haben vor allem das Evangelische Jugendportal youngspiriX (WebFish 2008 in Gold), der St.-Paulus-Dom Münster (Webfish 2008 Silber) und der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen (Webfish 2008 Bronze) mit ihren Online-Präsentationen überzeugt.

Wenn Du der Meinung bist, dass Deine Seite auch durch Originalität und Kreativität überzeugt, dann bewirb dich doch einfach zum WebFish 2009!

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E-Water – Schweizer stellt christliche Flashfilme online

“Ich möchte einen Eindruck davon vermitteln, wie gern Gott uns Menschen hat.” sagt der 29-jährige Michael Graber aus Basel. Deshalb hat er vor einigen Jahren das Projekt “E-Water” ins Leben gerufen. Auf dieser Online-Plattform ohne stellt er, ganz ohne kommerziellen Hintergrund, kostenlose Flash-Clips und E-Cards mit christlichen Texten zur Verfügung, die sich direkt von der Website aus verschicken lassen. Das einzige, was die User brauchen, um sich Flashfilme anzusehen, ist eine Software von Adobe, die bei den meisten Browsern bereits als Plugin enthalten ist.

E-Water Christliche Flash-Filme

Michael ist in einer christlichen Familie aufgewachsen und wurde somit von Anfang an mit dem Glauben vertraut gemacht. Er ist studierter Biochemiker und hat seine Doktorarbeit auf diesem Gebiet gerade abgeschlossen. Seine Freizeit verbringt er natürlich mit der Bastelei an seiner Homepage, aber auch Fotografieren und Wassersport stehen bei ihm hoch im Kurs. Jetzt besucht er regelmäßig die Gellertgemeinde in Basel, die ein Teil der Evangelisch-Reformierten Kirche der Schweiz ist.

Die Idee für E-Water kam ihm, als er per Zufall im Internet auf den Flashfilm “Interview with God” gestoßen ist. Diese Animation berührte ihn sehr und er merkte, dass man mit solchen Clips und Karten hervorragend Botschaften vermitteln kann. So machte er sich an die Arbeit und mit der Zeit hat er eine ansehnliche Zahl an Flashfilmen zusammengebaut.

“Die anderen sollen auch etwas davon haben.” sagte seine Schwester nicht nur einmal zu ihm und versuchte ihn dazu zu bringen, seine Arbeiten online zu stellen. Im Frühling 2004 wagte er schließlich den Schritt und ging mit seinen ersten fünf Eigenkreationen ins Netz. Seitdem kommen pro Jahr etwa 1-2 neue Produkte hinzu. Eine neue Animation zu erstellen kostet ihn mehrere dutzende Stunden, aber es macht ihm großen Spaß. “Ich möchte mit meinen Arbeiten erzählen, dass Gott bis über beide Ohren in jeden von uns verliebt ist und nur darauf wartet, dass man ein Lebenszeichen von sich gibt.”
 
Der Name “E-Water” hat folgenden Hintergrund: Jesus sagte einmal: “Ich bin das Wasser des Lebens, wer von mir trinkt, hat nie mehr Durst.” Michael möchte mit seinen kostenlosen Animationen ein bisschen von diesem Wasser in elektronischer Form weitergeben: “Elektronisches Wasser” sozusagen.

Wer ihn unterstützen möchte, kann ihm einfach gute Texte oder “verflashbare” Ideen in das Forum bei E-Water schreiben. Außerdem hat er bei Amazon einen Wunschzettel angelegt, von dem man ihm natürlich gerne etwas schenken darf!

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Auf die Plätze, fertig, los!

Weiter gehts: iChurch hat die Sommerpause bestens überstanden, ist gut erholt und rüstet sich – mit weiteren optischen und technischen Verbesserungen – mit neuen Themen für die zweite Jahreshälfte.

iChurch - Kirche geht Web 2.0 - es geht weiter...

Auch wenn ich aufgrund zahlreicher Projekte in der Agentur nicht allzu regelmäßig bei iChurch bloggen kann, habe ich mich entschieden, diese Plattform weiterzuführen. Irgendwie ist mir iChurch auch ans Herz gewachsen und das will ich nicht komplett einschlafen lassen. Ich hoffe, Ihr lest fleißig mit, kommentiert, was das Zeug hält und schreibt vielleicht auch selbst mal den einen oder anderen Gastartikel. Kurze Nachricht genügt… und nun: Auf die Plätze, fertig los!

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Nach der Frühjahrsmüdigkeit in die Sommerpause

Es ist zum Haare raufen. Nach der Frühjahrsmüdigkeit folgt im iChurch Weblog nun die große Sommerpause. Nach unserem Blog-Update im April (hier hatte ich ja auch schon einige Wochen keine aktuellen Berichte mehr geschrieben), gab es leider eine lange Pause, die sich nach einem Interviewbeitrag von heute auch im Sommer fortsetzen wird. Zur Zeit sind wir in der Agentur mit Projekten und Aufgaben mehr als ausgelastet, so dass ich bei iChurch derzeit nicht zum Bloggen komme.

Was mich sehr freut, ist die Tatsache, dass trotz der mageren Ausbeute an neuen Artikeln die Seite regelmäßig gut besucht ist. Die insgesamt 100 Artikel hier bei iChurch bieten ja auch erstmal eine Menge Lesestoff für alle, die sich mit Kirche und Web 2.0 auseinander setzen wollen.

Empfehlen kann ich Euch auch das Weblog vom pro-medienmagazin, wo mein Kollege Jörn Schumacher über interessante Themen im Bereich Kirche, Medien und Internet schreibt. Passend dazu empfehle ich auch die digitale Ausgabe PRO Kompakt, die einmal pro Woche per Email erscheint.

Bitte habt Verständnis dafür, dass hier auch bis Ende August sicher keine neuen Artikel erscheinen und stöbert so lange in den alten Artikeln. Ich werde mir über den Sommer überlegen, ob und wie es mit iChurch weitergeht. Denn so geht es ja nicht weiter.

In diesem Sinne: Einen schönen Sommer!

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Christliche Kurzfilme im Internet

Tobias LawrenzHeute spreche ich mit Tobias Lawrenz aus der Nähe von Pforzheim über sein Internetprojekt www.christlichekurzfilme.de. Tobias ist 26 Jahre alt und hat im letzten Semester Medien/Kunst mit Schwerpunkt Film & Produktion an der HfG Karlruhe studiert. Vorher hat er als 3D & Compositing Grafiker bei diversen Produktionsfirmen gearbeitet. Seit einigen Jahren macht er mit anderen immer wieder Filmprojekte, wie z.B. der christliche Kinderfilm “Das Geheimnis der Falkenburg”.

Tobias, Ihr habt eine Website über christliche Kurzfilme online gestellt. Worum geht es da genau?

Im Grunde genommen ist es eine Homepage, die “einfach” darüber Informieren soll, was es für ein deutschsprachiges Angebot im christlichen Bereich gibt. Es gibt sehr fähigen Nachwuchs und die Branche erlebt gerade einen Boom, nicht nur durch Tru: oder professionelle Filmproduktionen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf deutschen Produktionen der letzten Jahre.

Christliche Kurzfilme

Wen möchtet Ihr mit dieser Seite ansprechen und warum?

Hauptsächlich möchten wir Prediger, Hauskreisleiter oder Jugendleiter ansprechen, die Kurzfilme als Predigteinstieg oder in der Bibelstunde als Themeneinstieg nutzen. Es gibt aber auch genügend Privatleute, die das Angebot nutzen. Des Weiteren ist es auch eine Übersicht, was es so alles in Deutschland gibt. Da der Markt sehr unübersichtlich ist, fehlt sicherlich noch die eine oder andere wichtige Produktion. Für Hinweise sind wir immer sehr dankbar!

Bislang ist die Seite ja noch recht klein und es werden keinerlei Web 2.0-Funktionen angeboten. Wieso bzw. was ist noch in Planung?

Wir wollten als erstes mal “online” gehen, das Design stand erstmal im Hintergrund; “design follows function”. Trotzdem wollen wir daran weiter arbeiten. Wir möchten erstmal beobachten, wie sich das weiter entwickelt und sind auch im regelmässigem Gespräch mit anderen (vielleicht besseren) Communitys oder Interessengruppen (wie z.b. Tru: oder dasRad). Wir wollen ungern “noch” eine zusätzliche Community aufbauen, sondern als allererstes informieren. Trotzdem haben wir jetzt einen Grafiker, der das ganze dynamisch umsetzt und einige Web 2.0 Features integrieren wird.

Welche Möglichkeiten siehst Du im Internet für christliche Themen und Inhalte?

Es ist schwer einzuschätzen, wie sich Christen in dem Bereich weiterentwickeln. Als wir die ersten Kurzfilme für die Jesushouse DVD 2003 erstellten, dachten wir, dass die (neu installierten) Beamer, und Medienangebote in den Gemeinden auch eine Nachfrage nach solchen Inhalten schaffen würde, weshalb wir 2004 auch gleich eine DVD für Erwachsene produzierten. Heute wissen wir, dass sich der Markt langsamer bzw. auch teilweise in eine andere Richtung entwickelt. Es werden z.B. öfters Filmausschnitte aus aktuellen Kinofilmen gezeigt, anstatt explizit christliche Kurzfilme (was auch sicherlich an deren “nicht professionellen” Qualität oder am unbekannten Angebot liegt). Möglichkeiten gibt es viele und ich denke, dass die säkularen Inhalten wie StudiVZ oder Youtube uns die Richtung vorzeigen.

Wie können Christen die neuen Medien noch besser nutzen?

Indem sie sie einsetzen und weiter Raum schaffen, überhaupt Möglichkeiten zu kreieren. Filme zu machen ist teuer und leider werden heutzutage gerade bei Christen viele Inhalte (raub)kopiert, da es ja “für den Herrn” ist. Leider wird dabei oft übersehen, dass gerade dadurch und Geld für weitere Projekte verloren geht. Reich wird man mit Filmemachen definitiv nicht. 

Es gibt sicherlich auch spannende, neue Nutzungsformen, wie z.B. Veranstaltungen: Wir haben auf dem Christival dieses Jahr die Hintergrund Animationen für die LED Wände gemacht, die eher als “Lichtquelle” genutzt wurden. Solche Sachen kann man gut einsetzen.

Ein Wort zum Schluss?

Ich wünsche mir, dass sich die christliche Szene weiter vernetzt, dass Bewusstsein für professionelles Arbeiten (und deren Finanzierung) wächst und viele film- und medienschaffende Nachwuchtalente gefördert und gefunden werden, die dann vor allem später in die säkulare Szene gehen (und dabei die christliche nicht vergessen). Gott hat einen Plan für Deutschland, wir sind gespannt, wie es weitergeht.

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Großer Frühjahrsputz bei iChurch

Es gibt was zu feiern: Vor gut einem Jahr hat iChurch das Licht der Welt erblickt. Auch wenn die letzten Wochen ziemlich ruhig waren (was vor allem an einer Menge neuer Projekte in meiner Agentur liegt) soll dieser Geburtstag würdig gefeiert werden. Statt Torte und Geschenken gibt es einen neuen Look mit dynamischem Header und vielen neuen kleinen Icons. Wir hoffen, dass Ihr alle zur Party kommt und kräftig mit uns feiert!

iChurch feiert Geburtstag

Vermutlich wird es auch in den kommenden Wochen eher ruhig zugehen im iChurch-Weblog. Bitte habt ein wenig Geduld mit mir – der Berg die Arbeit ruft derzeit einfach etwas zu laut. Wer Lust hat, sich als Gastblogger an iChurch zu beteiligen oder mal für ein Interview seine Website o.ä. vorzustellen, schickt mir einfach eine Email an info(ät)ichurch(punkt)de.

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Webfish 2008 geht an Youngspirix

Youngspirix

Der diesjährige Webfish, der Internet-Oscar der evangelischen Kirche, geht dieses Jahr an die Jugendcommunity Youngspirix. Wir hatten ja vergangenen Sommer bereits ein Interview mit Projektleiter Martin Weber geführt und nach den Motiven und Zielen der Internetplattform gefragt:

Kirche kann mit Projekten wie youngspiriX zeigen, dass sie Jugendliche ernst nimmt. Jugendliche sind nicht nur Konsumenten von Informationen, sondern können selbstbestimmt ihre Themen darstellen und darüber mit allen Mitteln der interaktiven Kommunikation in Kontakt kommen. Gott und die Welt erkunden, Themen aktiv besetzen und auch den Glauben mit allen Möglichkeiten sichtbar und erlebbar gestalten.

In der Begründung der Jury heißt es:

Die Jury überzeugte beim Gewinner des mit 1.500 Euro dotierten goldenen Webfish das in sich stimmige Konzept, das auf aktive Partizipation der Jugendlichen ausgerichtet ist. Aber auch technisch setzt das prämierte Angebote Youngspirix.de Standards mit Community-Funktionalitäten. Layout und Sprache sind frisch und unverwechselbar und werden so der jugendlichen Zielgruppe gerecht.

Zum zweiten Sieger wurde der Webauftritt des katholischen Paulusdoms in Münster gekürt, den Webfish Bronze erhielt der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen. Das Internet-TV-Projekt Kirchenfernsehen bekam einen Innovationspreis (sieht schick aus, muss ich mir bei Gelegenheit mal näher anschauen) und ein Förderpreis wurde der Schulseelsorge Tübingen (gleich zwei Preise für die Tübinger!) verliehen.

Rund 120 christliche Internetangebote von Gemeinden, Werken und Themenseiten (…) hatten sich für den diesjährigen Internetpreis der evangelischen Kirche beworben, 2.500 Online-User beteiligten sich am Online-Voting und ergänzten so die Entscheidungsfindung der Jury. Der Webfish-Wettbewerb – davon hat sich die Jury überzeugt – macht deutlich, wie vielfältig und qualitativ hochwertig christliche Online-Angebote sind. Die ausgezeichneten und auch die nominierten geben dabei Orientierung und setzen Maßstäbe für evangelischer Publizistik im World-Wide-Web.

Glückwunsch an dieser Stelle an die Gewinner. 

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Zur Öffentlichkeitsarbeit von Kirchen

Passend zum Interview mit PR-Berater Thomas Brand zeige ich Euch hier mal zwei Ansichten eines Schaukastens am Mühlheimer Bahnhof, die mir Marcus Jelinek vor einigen Tagen gemailt hat.

Schaukasten Mühlheim Bahnhof

Mal ganz davon abgesehen, dass auch der Kulturkalender der Stadt Mühlheim sowie das “Ambulatorium” hier nicht gerade glänzen, möchte man bei der lieblosen Gestaltung des Infokastens nur beschämt weggucken. “So ein Elend!” – Da kann ich nur den Kopf schütteln. Ein zerknittertes Plakat vom “Mitmach-Konzert”, ein Kalender mit Zugvögeln vom Januar (es war bereits Februar, als die Aufnahmen entstanden) und ein kitschiges “Jesus Christus spricht: ich lebe….”-Plakat mit Regenbogen und Wasserfall sind das Aushängeschild für die Mühlheimer Kirchen am städtischen Bahnhof?

Schaukasten Mühlheim Bahnhof Detail

Kein Wunder, dass in vielen Kirchen bald das Licht ausgeht. Und vielfach sieht es im Internet, dem “Online-Schaukasten” ja nicht besser aus. Zerknitterte Layouts, lieblos reingeklatschte Informationen, veraltete “News” (gibt es eigentlich das Wort “Olds”?) und kitschige Bildchen animierte Grafiken laden nicht gerade zum Verweilen ein. Es muss ja nicht immer Hochglanz sein, aber ein wenig Mühe kann doch nicht schaden, wenn es um die beste Nachricht der Welt geht, oder?

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Kirche und Marketing gehören zusammen

Heute möchte ich Euch meinen Namensvetter Thomas Brand (XING-Profil) vorstellen: Er ist (fast) 42 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder im Alter von 1/4 bis 19 Jahre. Thomas lebt mit seiner Familie in Bochum, ist examinierter Krankenpfleger, Diplom-Journalist, Hobbygärtner, -musiker, -bastler, und -badmintonspieler. Ostern 2006 wuchs bei ihm der Wunsch, wieder mehr Halt, Geborgensein und Nähe bei Jesus zu finden. Er entdeckt im Laufe des Jahres mit der Hilfe Gottes, seines Pastors und einer tollen Gemeinde, dass es eine gute Entscheidung ist, sein Leben an der Bibel auszurichten.

Thomas Brand PR

Thomas ist seit 1996 in Sachen PR unterwegs, teilweise selbstständig, teilweise abhängig beschäftigt. Vor 1 1/2 Jahren mündet seine Unzufriedenheit als Mitarbeiter in der Entscheidung, ein guter Chef zu werden und sich als PR-Berater selbständig zu machen. Seine Kunden kommen aus dem säkularen, dem Non-Profit- und dem kirchlichen Bereich. Ich spreche mit ihm über die Wirkung und die Vorteile von Öffentlichkeitsarbeit für unsere Gemeinden.

Thomas, mit Deiner Erfahrung in Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus arbeitest Du für Organisationen mit christlichem Hintergrund. Was machst Du da genau?
 
Von PR-Beratung bis zur Umsetzung von öffentlichkeitswirksamen Projekten alles, was mit Information auf überwiegend sachlicher Ebene zu tun hat. Wenn es um stärker emotionale Information – also Werbung – geht, frage ich Kollegen. Konkret: Für die Christliche Wirtschaftskonferenz mache ich die Pressearbeit, schreibe Presseinformationen, halte Kontakt zu Journalisten, organisiere Pressekonferenzen. Für das Christival 2008 in Bremen mache ich das Textkonzept der Webseite – natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Webdesigner – und die Qualitätskontrolle der Texte.

Worin liegt der Unterschied zwischen der Arbeit fürs Business und der Arbeit für “die Kirche”?

Ich bin erst ein halbes Jahr dabei, deshalb ist die folgende Verallgemeinerung mit Vorsicht zu genießen: Das Budget bei kirchlichen Einrichtungen scheint kleiner und die Menschen in kirchlichen Einrichtungen machen ihre Arbeit öfter aus Überzeugung. Beides hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil am kleinen Budget: Man macht nur das, was wirklich notwendig ist. Der Nachteil: Es gibt so gut wie keine Experimente. Der Vorteil an den überzeugten Mitarbeitern ist die Begeisterung. Sie steckt an. Der Nachteil: Manchmal fehlt die kritische Distanz zur eigenen Arbeit – aber das hat man natürlich in “normalen” Unternehmen auch.
 
Kirche und Marketing – passt das überhaupt zusammen?

Es gehört zusammen! Vereinfacht gesagt: Der Christ nennt es Mission, der Betriebswirtschaftler Marketing. Das ist das Schöne an meiner Arbeit: Ich kann meine PR-Kompetenz letzten Endes dafür einsetzen, Jesus einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das mache ich, indem ich die Institutionen dabei unterstütze, Präsenz zu zeigen, Interesse zu wecken, Menschen zu überzeugen. Es muss nicht in jeder Pressemitteilung das Wort “Jesus” auftauchen: Wer sich aufgrund der PR mit der Einrichtung auseinandersetzt, wird irgendwann Jesus begegnen.

Inwieweit spielt das Internet bei der Öffentlichkeitsarbeit eine Rolle?

Ohne das Internet geht es überhaupt nicht mehr.

  • Die Kosten: Mit einem Klick schicke ich Nachrichten per E-Mail in die ganze Welt.
  • Die Aktualität: Ich kann zeitnah jede aktuelle Entwicklung einer Organisation erläutern. Die Informationsmenge: Jeder kann sich so informieren wie er möchte, indem die Internetseite unterschiedliche Informationstiefen anbietet.
  • Der Zeitgeist: Junge Menschen wachsen mit dem Internet auf. Wenn Kirche da nicht drin ist, ist sie bei jungen Menschen bald out.

Wie kann die Kirche die Neuen Medien noch besser nutzen, um Menschen zu erreichen?

WWW steht ja für “weniger wichtiges weglassen”. Deshalb: Sich entscheiden, was wichtig ist, und das nach vorn stellen. Alles andere nur in einer zweiten oder dritten Ebene anbieten. Nur das online stellen, was dem Leser nutzt. Diesen Nutzen sehr deutlich machen. Auf aufwändige technische Lösungen verzichten. Barrierearm arbeiten. Wer das beherzigt, bietet einem Surfer rasch die Informationen, die er sucht.
 
Vor welchen Herausforderungen stehst du zur Zeit bei Deiner Arbeit? Wo kannst Du Unterstützung gebrauchen?

Interviews für iChurch pünktlich fertig zu bekommen und dabei das Tagesgeschäft nicht zu vernachlässigen. Dann gibt es den Endspurt bei der Christlichen Wirtschaftskonferenz, die am 1. März über die Bühne geht. Parallel muss eine Mitarbeiterzeitschrift fertig werden. Am 23. Februar ist die “Nacht der Liebenden” im Bochumer Planetarium, die ich konzeptionell und mit PR begleite. Und noch dies und das. Es ist viel – aber es macht Riesenspaß. Unterstützung brauche ich ständig von Gott und bin dankbar, dass ich sie in so vielen unterschiedlichen Situationen erfahre.
 
Noch ein Wort zum Schluss?

Psalm 139,5-12: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag.

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Kirche 2.0

Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

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iChurch - Kirche geht Web 2.0

"Kirche geht Web 2.0" - mit iChurch ist es möglich! Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. iChurch hilft Kirchen und Organisationen dabei, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen und sich zeitgemäß im Internet zu präsentieren.

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