Christliche Icons – kostenloser Download

Christliche Icons

Hallo zusammen. Diesmal beschwer ich mich nicht über schlecht gemachte Internetseiten oder ähnliches, sondern habe etwas für euch. Auch weil es hier in letzter Zeit eher still war, haben Thomas und ich uns überlegt, dieses kleine Iconset zu erstellen. Angefangen mit 10 Icons soll es natürlich noch wachsen und ich werde – hoffentlich mit Eurer Unterstützung – noch weitere Icons anfertigen. Vorschläge könnt ihr mir gerne per Mail senden oder einfach in die Kommentare posten.

UPDATE:

Erstmal Danke für die vielen Kommentare – freut mich, wenn die Icons so gut ankommen. Deshalb auch direkt das nächste Update mit sechs neuen Kreuzen. Diesmal liegen alle Icons zudem im GIF-Format mit transparentem Hintergrund vor (für diejenigen die kein Photoshop haben bzw. die Icons direkt nutzen wollen). Die anderen Iconwünsche (Fische etc.) habe ich natürlich nicht übersehen – die werden beim nächsten Update auch folgen.

Hier der neue Download-Link: Christliche Icons

Viel Spaß damit – lasst uns bei Gelegenheit wissen, wo ihr sie einsetzt. Und wie immer: Weitere Icon-Vorschläge sind natürlich willkommen.

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Psssssssssssssssssssstttttttttt!

Alle mal ganz leise sein! Hört Ihr die Stille hier im iChurch-Weblog? Es ist ruhig geworden in den vergangenen Tagen. Viele Projekte in meiner Agentur lassen mir derzeit nicht die Luft für kreative Artikel rund um „Kirche geht Web 2.0“.

Unter anderem setzen wir für die Statt-Kirche in Darmstadt gerade eine neue Internetseite um, die rechtzeitig zum ersten Programm fertig werden soll. Die Seite basiert auf WordPress und wurde mit einem individuellen Layout passend zum Corporate Design umgesetzt.

Statt-Kirche Darmstadt

Bitte habt ein paar Tage Geduld, bis ich wieder regelmäßig hier aktiv sein kann. Bis dahin nutzt doch die Gelegenheit und stöbert in einigen alten Artikeln. Und wer sich zu sehr langweilt, darf als Gast-Autor einen eigenen Beitrag zum Themengebiet Kirche & Web 2.0 schicken, den ich dann gerne hier veröffentliche. Kurze Email an Info(at)iChurch(Punkt)de genügt!

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Marketing kann zum Charisma werden

Im vierten Teil meiner Marketing-Serie auf Basis des Chancen-Artikels von Simon de Vries möchte ich wieder einige Aspekte in Hinblick auf Internet und Web 2.0 betrachten. Simon erläutert, was Marketing mit Charisma, das heißt einer von Gott geschenkten (Geistes-)Gabe, zu tun hat:

Marketing kann zum Partner der Kirche werden, darf sich aber nicht verselbständigen. Wie jede menschliche Kunst kann auch das Marketing zum Instrument menschlicher Auflehnung gegen Gott werden. Ebensogut kann es aber auch als Charisma von Gott in Anspruch genommen werden. Dabei kommt dem Malen von Zukunfts- und Leitbildern durch visionäre Leiter/innen eine besonders Aufgabe zu. Die Kommunikation von Leitbildern und das Erzählen von Geschichten führt zu einer Veränderung der leitenden Bilder. Erneuerung beginnt mit der Erneuerung der Symbole. Heilung des Lebens beginnt mit der Heilung der Bilder.

Ich möchte auch aus diesem Zitat drei wesentliche Kernelemente herausziehen und in Bezug zur Kirche im Web 2.0 setzen:

  1. Ich bin überzeugt davon, dass alles (!) zum Instrument menschlicher Auflehnung gegen Gott werden kann. Sei es ein Apfel, ein gut gemeinter Rat oder sogar das Lesen in der Bibel. Schon die frommen Pharisäer mussten sich damit konfrontiert sehen. Ebenso können Marketing, können Internet & Co. oder das viel gepriesene Mitmach-Netz „Web 2.0“ eher schädlich als nützlich sein. Ich halte es da gerne mit dem Vers „Prüfet alles, das Gute behaltet!“ und betone lieber die Stärken als die Schwächen – so wie Simon es ja auch ausdrückt, indem er sagt, dass Marketing auch als Charisma von Gott in Anspruch genommen werden kann.
  2. Marketing besteht nicht nur aus bunten Bildern, aus kreativen Werbeformen und Corporate Dingsbums. Es ist ein sich besinnen auf das unternehmerische Leitbild, ein Ausrichten auf den Markt/die Zielgruppe, ein Verständnis von den Menschen, die als (neue) Kunden zu erreichen sind. Die Einrichtung einer Website ist ebenfalls kein 0815-Baukasten-Experiment, sondern beinhaltet Grundzüge aus eben diesem Verständnis von Marketing. (Visionäre) Leiter Schrägstrich Webmaster sind gefragt, die Gemeinden aufmalen, wie eine Internetseite Menschen erreicht. Webmaster, die eine Ahnung davon haben, wozu eine kirchliche Web 2.0-Bewegung in der Lage ist.
  3. Stichwort Erneuerung. Keine alten Zöpfe, nur weil früher immer mit NetObjects-Fusion oder Frontpage gearbeitet wurde. Schwester Müller arbeitet nun schon seit fünf Jahren an der alten Gemeinde-Homepage. Wer misst den Erfolg? Wer misst die Besucherzahlen? Wer fragt, wie Menschen die Kirchen-Website sehen? Web 2.0 ist radikal, weil es den Besuchern die Möglichkeit gibt, direkt Stellung zu beziehen. „Nur meine Meinung zählt“ gilt hier nicht mehr. In diesem Sinne: Was ist Deine Meinung?

Im fünften Teil widme ich mich dem Thema „Marketing erleichtert die Arbeit für das Reich Gottes“. Bis dahin freue ich mich, von Euch zu lesen!

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Mit Karacho auf dem Weg nach Hause

Bin bei Sven Reber gerade auf einen tollen Videocast von Jugend-Evangelist Gofi Müller gestoßen. Bei „karacho tv“ werden Wartende an Bushaltestellen gefragt, ob sie von Gofi & Team mitgenommen kostenlos mitgenommen werden sollen. Der „Haken“ an der Sache: Ein Interview, das später bei Youtube ausgestrahlt wird. Seht selbst (Folge 1 von 5):

[youtube Bgu2DL9aH5w]

Vier weitere Folgen stehen schon bereit, in denen Christen wie Nicht-Christen persönlich, aber immer sehr locker zu ihrem Glauben befragt werden. Gofi Müller schafft es in seiner gewohnt freundlich-direkten Art, wirklich tolle Antworten von den Fahrgästen zu erhalten. Auf der „karacho tv“-Website wird die Aktion als Prototyp für eigene Videocasts vorgestellt:

„karacho tv“ ist ein Projekt, das du leicht kopieren kannst. Ihr müsst zu dritt sein: Eine/r fährt, eine/r filmt, eine/r stellt die Fragen. (…) Starte karacho tv in deiner Stadt oder in deinem Ort und lade die Filme ins Internet hoch. Let’s start a movement!

Eine Bewegung starten, ist immer gut; aber leichter gesagt, als getan. Und so trüben drei wichtige Punkte meine Freude, die vermutlich die Kettenreaktion verhindern werden:

  1. Die Aktion ist bislang recht unbekannt. Bis dato haben nicht einmal 400 Besucher die Seite aufgerufen, obwohl die Clips bereits seit zwei Monaten im Netz stehen. Das Videocast-Weblog ist nicht mit anderen Blogs vernetzt und wegen Bauarbeiten bei Friends Marburg leider auch hier nicht erwähnt.
  2. Die Qualität der Youtube-Videos ist mangelhaft. Die Clips laden vergleichsweise langsam (wie immer bei Youtube…) und am linken Rand der Videos habe ich störende Schlieren.
  3. Das Standard-Layout des Weblogs macht mich nicht an. Auch fehlt mir eine vernünftige Internet-Domain.

Wenn „karacho tv“ wirklich anstecken soll, dann darf die Aktion nicht zaghaft vor sich hinglimmen, sondern muss hell lodern. Und dafür ist – in meinen Augen – gar nicht so viel Aufwand nötig. Ich kann mir vorstellen, dass mit ein bisschen Feintuning die Qualität der Clips und des Weblogs zu steigern ist. Und ich bin sicher, dass die Jungs & Mädels von sevenload einen eigenen Kanal im Bereich „Religion“ zur Verfügung stellen würden, denn da sieht es bislang noch recht mau aus. Allerdings gibt es bei sevenload bereits einen anderen Sender, der ähnlich heißt („KarachooTV“). – Wobei der Name sicher die kleinste Hürde wäre, wenn es um eine bessere Promotion geht, oder?

Was denkt Ihr? Hat „karacho tv“ genügend Hitze, um andere anzustecken?

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„Mein nackter Pastor“

Keine Sorge: Es liegt mir fern, das Niveau dieses Weblogs unter die Gürtellinie zu schieben. „MyNakedPastor“ ist eine Aktion der Flamingo Road Church in Florida (USA) und bietet nicht wirklich nackte Tatsachen, sondern meint Nacktheit in einem anderen Sinne:

The lead pastor, Troy Gramling, at Flamingo Road Church is getting naked! No…not that kind of naked, a new kind of naked. A nakedness that isn’t embarrassing; a nakedness that God would say is cool.

Troy will be on a 24-hour webcam for five weeks in four locations: house, car, hotel, and office. Every day, all day, we will see his life in a fishbowl – the good, the bad, the great, the ugly.

Am 9. September beginnt die „Truman-Show“ von Hauptpastor Troy Gramling, der mit der Aktion keinesfalls die Gemüter beleidigen möchte:

The more transparent (naked) we get, the more God can do amazing things through us. We weren’t created to be people in hiding, concealment, or shame, we were created to be real, naked and unashamed.

In jedem Fall wird die Zur-Schau-Stellung á la „Big Brother“ für Aufmerksamkeit im Web und in den christlichen Medien sorgen. Nicht, dass die Idee ansich neu wäre. So bietet etwa Justin.TV Usern die Möglichkeit, einen eigenen Webcam-Kanal zu erstellen, in dem sie sich rund um die Uhr so lange sie wollen von Internet-Usern über die Schulter schauen lassen können.

Ich persönlich finde diese „Beobachte mich!“-Sendungen total langweilig! Ich sehe mir schon selbst beim Zähneputzen und Nasebohren zu, wieso sollte ich mir dann auch noch den Tagesablauf von Troy soundso aus Florida antun? Aber vielleicht habt Ihr ja gute Gründe, wieso Euch die Aktion – über die reine Aufmerksamkeitssteigerung hinaus – sinnvoll erscheint. Dann her mit Euren Kommentaren!

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Im Marketing sind Menschen wichtig

Dritter Teil meiner Blogserie, die auf einem Artikel von Simon de Vries beruht: Heute geht es um die Chance „Im Marketing sind die Menschen wichtig“ – ein idealer Aufhänger für das Thema „Web 2.0“, das auch als „Mitmach-Netz“ (User Generated Content etc.) betitelt wird. Simon schreibt:

Aus dem Marketing stammen die Schlagwort-Paare “Kundenorientierung statt Anbieterorientierung”, “Bedarfsorientierung statt Produktorientierung” und “Distributionsorientierung statt Kommstruktur”. Für die kirchliche Arbeit ergeben sich Parallelen: Wenn die Menschen der Kirche wichtig sind, muss diese wissen, was Menschen beschäftigt, wie sie leben, wovon sie träumen. Sie muss in der Lebenswelt der Menschen anwesend sein und diese kennen lernen. Wenn es um die Wünsche der Menschen geht, kann Kirche helfen, diese Wünsche zu erfassen und zu formulieren und steht vor der Aufgabe, diese Wünsche noch umfassender zu verstehen als die Menschen selbst es vielleicht können. In all diesem Bemühen um den Menschen, der Gott wichtig ist und der Gemeinde wichtig wird, hört die Gemeinde auf, nur auf ihre eigenen Anliegen und Wünsche zu kreisen.

Simon spricht mir aus der Seele. Vor allem der letzte Satz hat es in sich. Wie häufig kreisen wir nur um uns selbst und sehen nicht die Nöte und Bedürfnisse des Nächsten? Auch hier ergeben sich wieder drei Parallelen zum Thema „Kirche geht Web 2.0“:

  1. Was beschäftigt die Menschen? Wenn ich diese Frage ernst nehme, dann muss Kirche ins Web 2.0! Und zwar aus diesem Grund: Weil Menschen die Funktionen des Web 2.0 nutzen und einen Teil ihres Lebens im Internet verbringen. Wir leben in einer Informations- und Mediengesellschaft. Wer Menschen erreichen möchte, muss die beliebtesten Medien unserer Zeit nutzen. Jesus ist zu den Menschen hingegangen und hat sich nicht im Tempel verkrochen. Wo sind die Online-Seelsorge-Orte? Wo gibt es sie, die Gebetshäuser 2.0? Wo stößt man auf lebendige virtuelle Gemeinschaften?
  2. „Wünsche noch umfassender verstehen“ – kaum zu glauben, dass Kirche Vorreiter sein könnte! Ist es utopisch, dass neue Entwicklungen im Web 2.0, vielleicht gar eine Generation „Web 3.0“ aus den Reihen der Kirchen entsteht? Verfügen Christen nicht über kreative Gaben, über Leidenschaft und Motivation, um Trends zu setzen und Bewegungen hervorzurufen? Beispielhaft finde ich den Einsatz von Kasper Skårhøj aus Dänemark, dem Entwickler des Content Management Systems „Typo3“. Das Passwort für die Installationsroutine ist „Joh316“, ein zentraler Vers aus der Bibel. Nach seiner Motivation befragt, betont Kasper vor allem seine christliche Grundhaltung. Am besten, ich lasse ihn selbst zu Wort kommen:
    „So why did I give TYPO3 away for free? What could make anyone spend 10 years of his life with a reduced income in order to work voluntarily on a piece of software that saves companies millions of EUROs. Well, I guess you have to ask differently. What could make anyone spend 10 years of this life to pursue excellence and perfection, using all his creative power to create a tool that daily helps thousands of people, inspiring people with his attitude and generally having caused a friendly and personal community to arise. The answer is obvious. I believe that the shear experience of all this positive energy can far outweight the feeling of being exploited. But a key catalyst for this view is also that my christian faith tells me two things: 1) Materialism has no lasting value. 2) Whatever my creativity can produce is meant to honor God since he gave me my talent in the first place. For me that translates into the vision of giving my best through TYPO3 to the world.“
    Ich wünschte, dass mehr Christen in den Neuen Medien eine Chance sehen, um exzellente Qualität und Leidenschaft zu geben und anderen zu helfen.
  3. Pastor Meier mag keine Bananenmilch, Schatzmeisterin Schneider isst nicht so gerne Schokolade und Hausmeister Müller ärgert sich jedes Mal über das blaue-weiße Logo der Kirchengemeinde. Wie viel Zeit vergeuden wir in endlosen Diskussionen über Geschmack, Lebens- und Frömmigkeitsstile? Wer die Menschen im Blick hat, kreist nicht mehr nur um sich selbst, sondern geht auf ihre Bedürfnisse ein. Wie viele kirchliche Web-Projekte verlaufen im Sande, weil über Gelder diskutiert, über Farben lamentiert und Inhalte debattiert wird? Aber wer kommt auf die Idee, die Menschen außerhalb der Kirche einfach mal zu fragen, wie sie sich eine Kirchen-Website vorstellen? Welche Kriterien müsste die Internetseite in ihren Augen erfüllen, um einladend zu wirken und Kirche attraktiv zu machen? Von sich weg und auf die Bedürfnisse der Anderen zu schauen, ist der erste Schritt, um dem Ziel „Im Marketing sind Menschen wichtig“ näher zu kommen.

Im vierten Teil schaue ich mir die Chance “Marketing kann zum Charisma werden” aus Simons Artikel an. Über Eure Kommentare oder weitere Anregungen freue ich mich. 

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Kaum zu glauben!

Opferstock 2.0 

Da ist mir doch eben fast der Opferstock aus der Hand gefallen…
[via Werbeblogger]

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Da muss Kirche einfach mitmischen!

In der vergangenen Woche hat mich Dragos Pancescu mit zehn z.T. echt tiefgehenden Fragen zum Thema „Kirche und Web 2.0“ befragt. Dragos betreibt unter www.lukas119.de eine christliche Suchmaschine (zu den Hintergründen hier weitere Infos) und hat schon eine ganze Reihe christlicher Web- und Blogmaster interviewt. Im sechsten Teil seiner Blogmaster-Serie komme ich zu Wort und will Euch hier gerne einige Auszüge präsentieren. Die Lang-Version gibt es hier.

1. Schon der Name Ihres Blogs iChurch klingt sehr hype. Was haben Web 2.0, Beta, 3D-Logos und Feeds mit Gott und Kirche zu tun?

Leider noch zu wenig! Ich befürchte, dass die Kirche leider mal wieder einen wichtigen Trend unserer Zeit verschläft. Noch ist es nicht zu spät, um Menschen mit zeitgemäßen und beliebten Medien für den christlichen Glauben zu begeistern. (…) Da muss Kirche einfach mitmischen!

2. Funkioniert Ihrer Meinung nach die „Online-Ökumene“ besser als die „Offline-Ökumene“?

Ehrlich gesagt bin ich kein Freund von christlichem „Einheitsbrei“. Ich finde es vollkommen in Ordnung, dass es zu Glaubensfragen unterschiedliche Standpunkte gibt. Nichtsdestotrotz bietet das Internet sinnvolle Möglichkeiten, den Austausch unter Christen verschiedener Konfessionen aber auch zu Nicht-Christen zu erleichtern. (…)Natürlich werden dadurch auch Barrieren abgebaut.

3. Wie wichtig sind Web-2.0 Unternehmen wie z.B. Flickr, Facebook, Digg, Mr. Wong, YouTube, Twitter und und und…. für Christen?

Wie wichtig sind Zeitungen für Christen? Wie wichtig ist das Radio, ist Fernsehen für Christen? Diese Anwendungen werden von den (vor allem jungen) Menschen heutzutage alltäglich gebraucht. Wenn Kirche für die Gesellschaft relevant sein will (und das muss sie, davon bin ich überzeugt!), dann kommen Gemeinden gar nicht drum herum, diese Funktionen zu nutzen. (…)

4. Gibt es aus Ihrer Sicht Alpha-Blogger in der deutschsprachigen christlichen Blogger Szene? Und was muss so ein Alpha-Blogger können, um dieses „Prädikat“ zu erlangen?

Hm. Ich will niemandem zu nahe treten, aber ich bin ehrlich gesagt ziemlich verwundert darüber, dass es vergleichsweise wenige christliche Weblogs und in meinen Augen auch keine wirklichen A-Blogger mit christlichem Prädikat gibt. (…) Die Jungs vom Relevant-Blogs-Netzwerk haben eine tolle Arbeit aufgebaut, weil Sie eine Anlaufstelle für speziell christliche Themenblogs bieten. Die Wahrnehmung von christlichen Blogs in der Blogosphäre insgesamt halte ich allerdings für absolut gering. Schade, oder?

(…)

6. Und jetzt eine provokante Frage: Sind die (christlichen) Männer schuld daran, dass die „Frauenquote“ unter christlichen Bloggern sehr niedrig ist?

In der Tat fehlen mir die Bloggerinnen auf der Kanzel 2.0! (…) Ich denke aber nicht, dass wir Männer schuld sind – möchte in dieser Hinsicht auch gleich einen Vorschlag zur „Quotensteigerung“ machen: Für das iChurch-Blog suche ich immer nach Gastautoren oder sogar nach Co-Bloggern; vielleicht ja eine gute Einstiegsmöglichkeit für den weiblichen Blog-Nachwuchs?!

7. Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach Podcasts und Videoclips für christliche Blogs?

Filme sagen mehr als 1000 Bilder – der Mensch empfindet und handelt mit allen Sinnen. Deshalb halte ich den Einsatz von multimedialen Angeboten für sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass auch der Glaube vor allem mit den Sinnen erfasst wird. Wir produzieren als Agentur gerade eine Videocast-Serie, die bei sevenload gesendet wird. Dort gibt es auch einen Kanal für Religion. Wieso ist in dieser Rubrik gerade mal ein Videocast vertreten? Es ärgert mich, dass die Kirche diesen Trends immer hinterherläuft. (…)

8. Warum gibt es in der nicht-kirchlich-orientierten Webgemeinschaft so viele offline WebEvents wie Barcamps, Webforen, Treffs und Co. gegenüber der christlichen Webgemeinschaft?

Das sind wohl verschiedene Gründe:

  1. Es gibt vergleichsweise wenige christliche Blogger, vor allem nur wenige, die beruflich ein christliches Blog führen und diesem Anliegen eine Bedeutung geben. Das sieht in der Blogosphäre oder bei „Business-Bloggern“ ganz anders aus.
  2. Treffen müssen organisiert werden und das macht Arbeit. Wieder einmal kann ich die Jungs von Relevant-Blogs nur lobend erwähnen, die im Juli das erste christliche Webforum durchgeführt haben. Aber auch hier war die Resonanz nur sehr gering.
  3. Es besteht bei christlichen Medienschaffenden noch eine Menge Aufklärungsbedarf, welchen Nutzen Web 2.0 überhaupt bietet und wieso der Austausch darüber sinnvoll ist.

(…)

10. Welche Pläne haben Sie als Blogmaster und Christ für die Zukunft?

Vernetzung mit der christlichen Blogosphäre weiter ausbauen, vielleicht eine christliche Blog-Parade durchführen und ein Team von Co-Bloggern bei iChurch zusammenbringen, die gemeinsam an der Idee bauen wollen, Kirche ins Web 2.0 zu begleiten. Bin gespannt, welchen Beitrag iChurch dazu leisten kann, dass Kirche sich in den Neuen Medien zeitgemäß, ansprechend und relevant präsentiert.

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Marketing verpflichtet zur Qualität

Im zweiten Teil der Nachlese einer Marketing-Serie von Simon de Vries möchte ich wieder einen Kernaspekt herausgreifen und in Bezug zu “Kirche und Web 2.0? setzen. Simon schreibt:

(…) Auf Qualtiät zu achten, muss nicht von vorneherein verdächtig sein. Freundliche Gemeinderäume, liebevolle Begegnungen, ein Gemeindebüro, in dem man sich willkommen fühlt – all das kann dazu dienen, dass Menschen, die uns zum ersten Mal besuchen, angenehm überascht sind. Ein systematisches Bemühen um eine Verbesserung der Qualität in der Wirtschaft nimmt den Kunden ernst. Für Kirche geht es aber nicht nur um die Farbe der Tapeten, sondern auch um Theologie – das lutherische Prinzip der ständigen Reform könnte auch als Bemühen um kontinuierliche Verbesserung begriffen werden.

Ich will mal bewusst den letzten Aspekt in Richtung Theologie vernachlässigen, sondern einen Vergleich zwischen der Wirkung von Gemeinderäumen und kirchlichen Websites ziehen. Ich glaube nämlich, dass beide große Gemeinsamkeiten haben und möchte wieder drei Punkte ableiten:

  1. Der erste Eindruck zählt. Staubige Teppiche, veraltete Möbel und eine „kalte“ Atmosphäre schaffen kein Vertrauen. Ebenso ist es mit einer lieblos gestalteten, unaufgeräumten, schlecht strukturierten, nicht aktuellen, blinkenden, blitzenden oder blendenden Internetseite. Eine professionelle Außendarstellung ist nicht Geschmackssache, sondern beruht auf gesundem Know-How, einer sinnvollen Struktur und einer zeitgemäßen/aktuellen Optik.
  2. Kennt Ihr Kirchen, in denen Ihr Euch verloren fühlt? Gottesdienste, in denen man von niemandem angesprochen oder gegrüßt wird? Christliche Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn Sie die Begegnung miteinander ermöglicht. Welche Wege gibt es auf der Website, um in Dialog zu treten? Ein unpersönliches Kontaktformular oder besser noch eine reine Postadresse? Wer sich in Wort, Bild und vielleicht sogar Ton darstellt, baut direkt eine Brücke zum Besucher. Weblogs bieten darüber hinaus die Möglichkeit, über die Kommentarfunktion in Kontakt zu kommen. „Du bist Willkommen und wir freuen uns, dass Du da bist“ muss es aus allen Ecken und Enden einer kirchlichen Webpräsenz schallen.
  3. Vor allem der Punkt „dass Menschen angenehm überrascht sind“ gefällt mir besonders gut. Gerade christlichen/kirchlichen Websites haftet nicht gerade das Image „zeitgemäß“ an. Umso leichter ist es doch, über eine professionelle Internetseite, die mit Liebe zum Detail gewürzt und besonderen Funktionen abgeschmeckt ist, Eindruck zu machen. Ich bin überzeugt, dass es in unseren Gemeinden genügend kreative und fähige Leute gibt, die in der Lage sind, in Guerilla-Manier auch die Websites unserer Kirchen positiv aufzumöbeln. Und wem die guten Ideen fehlen, der suche sich Mitstreiter oder Ideengeber, um von 0-8-15 wegzukommen. 

Im dritten Teil werde ich die Chance “Im Marketing sind die Menschen wichtig” aus Simons Artikel aufgreifen. Über Eure Kommentare oder weitere Anregungen freue ich mich. 

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Kirche nimmt Jugendliche ernst

Youngspirix

Heute stelle ich Projektleiter Martin Weber einige Fragen über die youngspiriX-Community der Evangelischen Jugend. Er kommt aus Heuchelheim (bei Gießen) und ist Kommunikationswirt. Bevor er zur Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. gekommen ist, hat er Öffentlichkeitsarbeit für Kinder-und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gemacht.

Martin Weber

Martin, youngspiriX ist ja ein Projekt der Evangelischen Jugend. Beschreib doch mal kurz, was hinter dieser Idee steckt!

Hier soll eine virtuelle Community für Jugendliche und Jugend in Deutschland entstehen. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob diese Jugendlichen evangelisch sind oder nicht. Der Absender „Evangelische Jugend“ soll allerdings klar erkennbar sein. Das Portal bietet – mit evangelischer Perspektive – Jugendlichen einzigartige Möglichkeiten, für sie relevante Inhalte zu nutzen und für eine breite Öffentlichkeit selbstbestimmt zu kommunizieren. Damit orientiert es sich an den Leitmotiven der aej: „Orientierung an Christus“ – „Vielfalt als Chance“ – „Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen“. Der Schwerpunkt des Konzepts sieht dabei eine Beteiligung unserer Mitglieder in fast allen Bereichen des Portals vor. Wir stellen die Plattform und unsere Mitglieder können aktiv die inhaltliche Gestaltung mitbestimmen.

Welche Features bietet Euer Portal und wie unterscheidet es sich von anderen Jugend-Communities?

Sich selbst mit einem Portrait vorstellen – mit anderen Mitgliedern Nachrichten austauschen, chatten, in Foren diskutieren, die eigene Jugendgruppe vorstellen, Termine in unsere Veranstaltungsdatenbank eintragen, einen Blog schreiben (auch von unterwegs mit dem Mobiltelefon), als Redakteur(in) oder Trendscout Artikel schreiben, in der Bibel lesen und eigene Texte und Gedichte schreiben und als E-Card verschicken und vieles mehr. Daneben gibt es zur Zeit eine eMail-Beratung, die wir in Kooperation mit dem Jugendtelefon Krefeld anbieten. Hier beraten speziell aus- und weitergebildete Jugendliche ihre gleichaltrigen Fragesteller(innen).
 
„Kirche geht Web 2.0“ – bei youngspiriX spürt man das an allen Ecken und Enden. Welche Vorteile bietet das Mitmach-Netz für die Kirche?

Kirche kann mit Projekten wie youngspiriX zeigen, dass sie Jugendliche ernst nimmt. Jugendliche sind nicht nur Konsumenten von Informationen, sondern können selbstbestimmt ihre Themen darstellen und darüber mit allen Mitteln der interaktiven Kommunikation in Kontakt kommen. Gott und die Welt erkunden, Themen aktiv besetzen und auch den Glauben mit allen Möglichkeiten sichtbar und erlebbar gestalten.
 
Was sind zur Zeit Eure Herausforderungen?

In nächster Zeit wollen wir unseren Beratungsteil weiter ausbauen. Wir planen eine Chatseelsoge, die wir auch wieder mit einem Kooperationspartner anbieten wollen. In diesem Fall wird das „chatseelsorge.de“ sein. Für den Start benötigen wir jedoch noch ein ausreichend großes Team an Berater(inne)n und Seelsorger(innen)n. Für die Mitarbeit in diesem Team machen wir gerade Werbung.
 
Was habt Ihr für die Zukunft an Funktionen noch geplant?

Ein Jugendportal wie youngspiriX befindet sich ja laufend in Veränderung. Wir werden die Wünsche unserer Mitglieder bei der weiteren Entwicklung beachten, neue technische Möglichkeiten bewerten und an der Nutzerfreundlichkeit feilen. Welche Funktionen das im Einzelnen sein werden, wird gerade vom Redaktionskreis beraten.

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Kirche 2.0

Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.

Thomas Kilian

Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

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iChurch - Kirche geht Web 2.0

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