Wikis bringen Gemeinden in Schwung

Stefan WaideleHeute freue ich mich über einen Gastbeitrag von Stefan Waidele, der sich schon seit einigen Jahren mit freier Software und verschiedenen Methoden rund um Web 2.0 beschäftigt. Anfang Oktober hat er auf seinem Server für das Projekt “Free Burma!” ein Wiki zur Planung zur Verfügung gestellt. Diese Web-Technologie ist in seinen Augen nicht nur für humanitäre, politische oder wirtschaftliche Projekte nützlich, sondern erleichtert auch organisatorische Abläufe in der Gemeindearbeit – sofern sie richtig eingesetzt wird.

Wiki Spielwiese

„Wikis“ sind Internetseiten, die nicht nur von den Benutzern gelesen, sondern auch verändert werden können. Die  Wikipedia hat den Begriff Wiki auch außerhalb der IT-Szene bekannt gemacht, ihn jedoch auch stark in Richtung „Lexikon“ geprägt. Dabei wird oft übersehen, dass sich Wikis auch sehr gut als Planungsinstrument und Werkzeug zum gemeinsamen Brainstorming einsetzen lassen.

Selbstverständlich ist das persönliche Treffen zum Gedankenaustausch das beste Mittel. Jedoch ist dies aufgrund von räumlicher Distanz oder Terminproblemem oft nur beschränkt möglich. Also muss ein Teil der Planung schriftlich erfolgen. Wenn dies in einem Wiki anstatt per E–Mail geschieht, eröffnen sich hier folgende Möglichkeiten:

  • Neue Ideen können auch noch später eingebracht und auch ohne weiteres Treffen gemeinsam formuliert werden.
  • Jeder kann seinen kleinen Teil zur Planung beitragen. Gruppenmitglieder, denen das öffentliche Sprechen nicht liegt können ihre Gedanken sorgfältig formulieren und beisteuern.
  • Keine Idee geht verloren, auch wenn sie verworfen wird. Die Versionskontrolle gibt Auskunft über frühere Stände des Textes.
  • Man ist terminlich unabhängig von einander. Anstatt drei Treffen (Ideen sammeln, Möglichkeiten abklären, Entscheidungen treffen) könnte man die Ideen schon im Vorfeld in einem Wiki sammeln, und erste Rückfragen klären. Das persönliche Treffen ist dann gut vorbereitet und kann effektiv verlaufen (was mehr Zeit zum anschließenden „Austausch bei Kaffee & Keksen“ lässt… :)

Dieses Video spricht von einem „Camping-Ausflug“. Die beschriebene Technik ist jedoch auch ohne weiteres auf Gemeindefeste, Konfirmantenfreizeiten oder sonstige Veranstaltungen übertragbar.

Wer jetzt neugierig geworden ist, und kann auf der Wiki-Spielwiese mehr über den Einsatz von Wikis im Allgemeinen und am Beispiel der Plaung der Aktion „Free Burma!“ erfahren. Die dort erläuterten Zusammenhänge sind jedoch ohne weiteres auf Planungen in anderen Bereichen übertragen.

Das Interview selbst ist auch als Wiki angelegt. Wer noch Fragen hat ist herzlich eingeladen, diese direkt vor Ort zu stellen.

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2 Reaktionen zu “Wikis bringen Gemeinden in Schwung”

Dragos (20. November 2007, 09:08) Link zum Kommentar

eine gute Sache mit den Wikis für Gemeinden: Terminplanung z.B. der Mitarbeitern bzw. Gemeindeleitung. So kann man auf einen Blick erkennen ob alle den Termin wahrnehmen können usw. also ganz praktisch.

@Thomas Glückwunsch für die Erwähnung von iChurch im Printmagazin Promedien:)

Thomas Kilian (20. November 2007, 09:58) Link zum Kommentar

Danke, Dragos! Habe mich auch gefreut und werde gleich mal einen Artikel zum Artikel verfassen… :-)

Was die Terminabfrage angeht, habe ich noch eine gute Alternative zu Wikis, nämlich den Web-Dienst http://www.doodle.ch. Dort kannst Du leicht verschiedene Termin-Optionen anlegen und per Email die Verfügbarkeit abfragen, – alles ohne Voranmeldung und Kosten, finde ich ein echt tolles Tool. Wer allerdings häufiger solche Abstimmungen braucht und ein auf Wikis eingespieltes Gemeindeteam hat, der ist damit ebenfalls schnell am Zug.

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