Zutaten für „Kirche 2.0-Brötchen“

Schon vor einem knappen Jahr hat der Lösungsbäcker einige Zutaten für leckere Web 2.0-Brötchen beschrieben und damit der Domgemeinde Lübeck geholfen, das Internet für Ihre Gemeindearbeit einzusetzen. Die vorgeschlagenen Lösungen fasse ich hier einmal kurz zusammen:

  • Anmeldungen zu Veranstaltungen über ein Kontaktformular spart Zeit und Aufwand
  • Fotos aus dem Gemeindeleben über Flickr
  • Gemeindebrief wird mit einem Newslettersystem per eMail versendet – so spart man sich Druck- und Verteilerkosten und kann die Klicks nachverfolgen
  • Merchandise – verkaufbare Artikel bringen zusätzliches Einkommen (z.B. bei spreadshirt.de)
  • Gesammelte Predigten als Buch herausgeben (lulu.com)
  • Predigten aufnehmen und als Podcast veröffentlichen
  • Veranstaltungen wie Gottesdienste oder Bibelkreise als Skypecast veröffentlichen
  • Reisetagebücher als Weblog von Gemeindemitgliedern veröffentlichen lassen

Ich finde die Ideen wirklich klasse! Die Lösungen sind machbar, vor allem für junge Leute relevant und zeigen, dass auch Kirchen Funktionen des Web 2.0 nutzen können. Vor einiger Zeit hatte ich ja selbst zum Beispiel auch schon über Predigt-Podcasts geschrieben.

Doch wie sieht die Realtität aus? Was hat die Lübecker Domgemeinde bislang umgesetzt? Leider nur sehr wenig! Das Layout der Website ist 0-8-15-lieblos, wenngleich die Seite übersichtlich ist. Viele Unterseiten sind noch immer eine Baustelle („Under Construction – hier wird noch ordentlich gebaut…“) und die Texte sind zu massiv. Ein Anmeldeformular für Veranstaltungen habe ich nicht entdeckt, Fotos werden in einer eigenen Galerie veröffentlicht, die manuell erstellt wird und keine Zusatzfunktionen (wie bei Flickr) bietet. Die Predigten können zwar als WORD-Textdateien heruntergeladen aber nicht angehört werden und auch sonst sind keien Web 2.0-Funktionen erkennbar. Die Website ist bislang eine reine Informationsseite und bietet darüber hinaus keinen Mehrwert. Ist das nicht schade? Und was sagt der Lösungsbäcker dazu, dass die Ideen noch überhaupt nicht gefruchtet haben?

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10 Reaktionen zu “Zutaten für „Kirche 2.0-Brötchen“”

Jared (3. Juli 2007, 13:26) Link zum Kommentar

mehr als traurig sowas!
aber wer sollte der lübecker domgemeinde eigentlich die seite erstellen?

sie selbst, der lösungsbäcker oder dritte?

ps: ich wünsche mir z.b. schon lange eine benachrichtungsfunktion per mail auf diesem blog 😉 das würde auch den mehrwert steigen!
könntet ihr das nicht einrichten? plugin installieren und fertig

Hans-Helge (3. Juli 2007, 14:23) Link zum Kommentar

Ja ich finde die Ideen ja super, werde mal versuchen etwas bei uns (FeG Mainz) umzusetzen. Aber ich finde das auch etwas schwer alles auf einmal umzusetzen, gerade wenn dies alles Neuland ist wie bei der Gemeinde in Lübeck. Lass den noch ein wenig Zeit sich das alles in Ruhe anzuschauen und erstmal die Möglichkeiten anzugucken.

Wir z.B. haben schon einige der obigen genannten Sachen angepeilt aber trotzdem kann noch viel gemacht werden. Ich werde bald mal den Vorschlag Predigt-Podcast einwerfen. Mal sehn was daraus wird.

Zum Blog: Ich habe den iChurch Blog erst kürzlich entdeckt und muss sagen super Sache ;D gefällt mir gut. Ich habe ja 2 Podcasts und habe schon mal darüber nach gedacht einen Stillezeit-Cast zumachen. Mal sehn wie sich die Idee entwickelt.

fono (3. Juli 2007, 22:34) Link zum Kommentar

>Anmeldungen zu Veranstaltungen über ein Kontaktformular spart Zeit und Aufwand

Klappt nur wenn ein Großteil der Gemeinde über einen Internetzugang verfügt. Bei meiner Gemeinde leider noch nicht der Fall.

>Fotos aus dem Gemeindeleben über Flickr

Habe ich schon vor einiger Zeit ausprobiert und hat sich als Unfug heraus gestellt. Besser ist es die Fotos auf der eigenen Seite einzubinden.

>Gemeindebrief wird mit einem Newslettersystem per eMail versendet

Unser Gemeindebrief wird zusätzlich zur herkömmlichen Variante als PDF und Feed-Abo über Feedburner angeboten. Das wird gut angenommen.

>Merchandise

Das rockt! Zu Weihnachten gibt es in diesem Jahr einen Kalender mit Bildern unseres Kilian-Doms bei Lulu.com

Thomas Kilian (4. Juli 2007, 08:15) Link zum Kommentar

Hey, – vielen Dank für Eure Kommentare!

@Jared: Meinst Du Mail statt RSS oder eine Mailbenachrichtigung, wenn neue Kommentare eingehen?

@Hans-Helge: Willkommen! Schön, dass Dir iChurch gefällt. Du hast recht, man kann nicht alles auf einmal machen. Schade nur, dass ich bei der Lübecker Domgemeinde noch gar nichts sehen kann…

@fono: In meiner Gemeinde laufen viele organisatorische Dinge über einen Sharepoint und per Email – das mussten wir aber auch erst „üben“, bis es sich eingependelt hat!

Ich sage ja gar nicht, dass alles sofort geschehen muss, aber leider sind trotz guter Ideen noch zu wenig Ansätze spürbar – darauf will ich hinweisen.

fono (4. Juli 2007, 15:32) Link zum Kommentar

@Thomas
>aber leider sind trotz guter Ideen noch zu wenig Ansätze spürbar

Wahrscheinlich weil die Gemeindeleitung nichts darüber weiß und nachwievor viele Webmaster nicht über Frontpage etc. heraus kommen. Gerade im katholischen Bereich gibt es noch sehr viele Gemeinde-HPs die richtig schlimm sind. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben 🙂

Knut O.E. Pankrath (11. Juli 2007, 10:35) Link zum Kommentar

Hallo zusammen,

als „der andere Lösungsbäcker“ danke ich für die nette Referenzierung unserer Arbeit. Christian Fenner, der Schreiber des ursprünglichen Lösungsbäcker Beitrags, ist derzeit stark eingespannt. Deshalb hinterlasse zunächst ich als Zeichen unserer Aufmerksamkeit einen lieben Gruß hier. Ich vermute, dass er den Diskussionsfaden bei mehr disponierbarer Zeit abseits seiner aktuellen Hauptaktivität gern selbst wieder aufnimmt.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Knut O.E. Pankrath
Lösungsbäcker und Businessblogbringer

[…] Kilian drüben bei iChurch hat kürzlich auf den Lösungsbäcker hingewiesen, der der Domgemeinde Lübeck vor […]

bachweb (5. August 2007, 06:58) Link zum Kommentar

Nicht traurig sein, dass mit dem Web in die Gemeindearbeit einzubinden, versuche ich schon seit 10 Jahren. Leider ist die Resonanz sehr gering. Sicher ist so eine Stadt wie Lübeck anders als meine Dörfer, in denen ich als Pfarrer war und bin. Ich hatte jetzt einen Newsletter eingerichtet und im Gemeindebrief beworben. Resonanz hatte ich von 5 Leuten. Warum so wenig, obwohl ich mindestens 20 weitere Emailadressen von Gemeindegliedern kenne?
Vielleicht sollte man es positiv sehen, Kirche will man live erleben. Die Grundinformationen gibt der Gemeindebrief und den will man schwarz auf weiss haben (manchmal auch bunt).
Die Masse der Leute sind nicht so computerbegeistert. Für viele ist der Comuter ein notwendiges Übel, mit dem man auf Arbeit zu tun hat. Darum nicht auch noch in der Freizeit.

[…] Reichweite oder größere Aktualität zu verschaffen, wie beispielsweise die Agentur “ichurch”, die nach eigenen Angaben Kirchen beim Einsatz von Web 2.0-Technologien in ihren Gemeinden […]

[…] einen Beitrag der Lösungsbäcker (Ich bin einer der Lösungsbäcker.) vor inzwischen einiger Zeit so klug wie freundlich aufgegriffen  und war seit dem einer derjenigen, dessen Tun ich gelegentlich beobachtet […]

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